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Mittwoch, 30. August 2017

Heidelbeer Gipfeli




Mit Blätterteig habe ich schon uuuuh lange nicht mehr gebacken. Bei Apérogebäck bin ich ja absolut für Abwechslung und vermeide es, alles in Blätterteig wickeln zu wollen. Für feine Gipfeli ist der Blätterteig aber immer noch einer meiner Favoriten, auch wenn es natürlich mit Hefeteig genauso fein - wenn nicht noch delikater - werden würde. Manchmal sollen Rezepte einfach unkompliziert sein, und wenn ich nun so ein lauwarmes Gipfeli zur Kugel Vanilleeis geniesse, dann habe ich ein perfektes Dessert ohne riesen Aufwand.

Allerdings, ich geb's zu, bin ich überhaupt kein Profi-Gipfeler. Ich ärgere mich beim Einrollen ständig darüber, dass die Enden offen stehen, und bin später dann erleichtert, wenn beim Backen der Blätterteig schön aufgeht und die Enden wie durch Zauberhand verschlossen werden. Wenn du auch ein eher schwieriges Verhältnis zu Blätterteig-Gipfeli hast wie ich, dann schau' dir doch noch meine Tipps ganz am Ende des Rezepts an. Statt Heidelbeer Gipfeli könntest du ja auch Täschli oder eine Jalousie formen. Erlaubt ist, was gefällt und schmeckt.


Zutaten für 8 Gipfeli
  • 1 rund ausgewallter Blätterteig (ca. 32cm Durchmesser)
  • 100g Ricotta
  • 1-2 EL Zucker (je nach dem wie süss du es magst 😊)
  • 2 EL gemahlene geschälte Mandeln (und etwas mehr zum Bestreuen)
  • 1 Bio-Zitrone, davon ca. 1 EL abgeriebene Schale
  • 150g Heidelbeeren, je nach Grösse halbiert oder geviertelt
  • 1 Ei, in Eiweiss und Eigelb getrennt
  • für das Foto-Finish: wenig Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Ricotta mit dem Zucker, den gemahlenen Mandeln und der Zitronenschale gut verrühren, dann die Heidelbeeren dazugeben und unterrühren.
  2. Blätterteig ausrollen und in 8 gleich grosse Dreiecke teilen, etwas auseinanderziehen.
  3. Ränder jedes Dreiecks mit Eiweiss bestreichen. Dann je 1.5-2 TL Füllung auf das breite Ende der Dreiecke platzieren und alle zum Spitz hin behutsam aufrollen. Tipp: rolle die Gipfeli nicht zu satt auf, sie platzen sonst eher beim Backen.
  4. Gipfeli auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Eigelb bestreichen und wenig gemahlenen Mandeln bestreuen.
  5. Backen: ca. 18-20 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Gipfeli goldbraun sind.
  6. Gipfeli rausnehmen, auf einem Gitter abkühlen lassen und vor dem Geniessen mit wenig Puderzucker bestäuben.


Du magst keine Gipfeli formen?
Kann ich verstehen, die können sich nämlich richtig zickig anstellen 😄 . Wenn dich die Kombination von Blätterteig und Heidelbeer-Füllung trotzdem anspricht, dann forme doch z. B. Täschchen, wenn du es klein magst (Beispiel mit herzhafter Kürbis-Mozzarella-Füllung hier). Pro Täschchen wirst du ca. 1-1.5 TL Füllung benötigen, daher sollte die hier genannte Menge recht gut aufgehen, schätze ich. Du magst es lieber gross? Dann könntest du aus diesem Rezept auch eine Jalousie machen (Beispiel mit Rhabarber-Füllung hier). Die Füllmenge könnte auch hier gut reichen, halte aber trotzdem noch einige Heidelbeeren als Reserve bereit, falls du noch etwas mehr benötigst. Tipp zur Jalousie: mische die 2 EL gemahlenen Mandeln nicht unter die Füllung, sondern streue sie lose auf den Teigboden und gib' die restliche Mischung dann darüber. So wird der Boden nicht aufgeweicht beim Backen.



 

Sonntag, 30. Juli 2017

Ricotta Spinat Hefewirbel




Wenn es um süsses Backen geht gibt es ganz viele Powerpärchen, mit denen man kaum etwas verkehrt machen kann: Apfel und Zimt, Heidelbeere und Vanille, Orange und Zartbitterschokolade... Doch auch in der herzhaften Küche gibt es ganz viele Zutaten, die herrlich harmonieren. Und so eine tolle Geschmackskombi ist für mich Spinat und Ricotta. Daraus lässt sich zum Beispiel eine tolle Sauce zu Spaghetti zaubern, und Tortellini oder Ravioli mit solch feiner Füllung schmecken auch immer grossartig. Zeit also, diese feine und saftige Kombination in ein Gebäck zu verwandeln. Und weil Hefewirbel einfach zauberhaft aussehen, stelle ich dir heute eine neue Idee zum Apéro, für den Grillabend, als Beilage für den Salat oder für den "wenn immer dir danach ist"-Moment vor.

Der Hefeteig ist im Grunde ein gewöhnlicher Pizzateig. Wenn es also mal schnell gehen muss, könntest du auch einen fixfertigen Pizzateig aus dem Kühlregal verwenden (wahrscheinlich sollten ca. 300g reichen). Anstelle des Tiefkühlspinats kannst du in der Saison auch frischen Spinat verwenden. Achte einfach darauf, dass er gut zusammenfällt, und je nach Beschaffenheit kannst du vor dem Mischen mit Ricotta kurz mit dem Stabmixer durchgehen. So lässt sich die Masse auch sicher gut streichen. Wenn du dir noch etwas mehr Knack wünschst, könntest du ein paar Pinienkerne auf die Füllung geben; für Fleischtiger wird's mit Speckwürfeln besonders deftig. Mhm, und wenn der Hefewirbel dann frisch gebacken zum Ofen rauskommt und du ihn anschneidest - aussen knusprig und innen fluffig-brotig - dann ist ganz klar Essenszeit. Ich musste mich ganz schön beherrschen, dass ich nicht ins erste geschnittene Stück reinbeisse bevor die Fotos im Kasten waren 😀 .


Zutaten für eine Springform von ca. 18cm Durchmesser
Für eine Springform von 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, zweite Backzeit verlängert sich evt. um 5-10 Minuten.
  • Hefeteig
    - 250g Mehl (ich habe Urdinkelmehl mit 20% Schrotanteil gewählt)
    - 0.5 TL Salz
    - 1/2 Beutelchen Trockenhefe
    - ca. 1.5dl handwarmes Wasser
    - 1 EL Olivenöl
  • Füllung
    - 1 EL Olivenöl
    - 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
    - 0.5-1 Knoblauchzehe, fein gehackt oder gepresst
    - 250g Tiefkühl-Spinat gehackt, aufgetaut, ausgedrückt
    - 120g Ricotta
    - 1 TL Salz
    - etwas Pfeffer und wenig Muskatnuss-Pulver
    - 30-50g Parmesan oder anderer Reibkäse nach Wunsch


Zubereiten und Backen
  1. Hefeteig zubereiten: Mehl, Salz und Trockenhefe in einer Schüssel mischen und eine Mulde formen. Handwarmes Wasser und Olivenöl dazugeben und einige Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Tipp: sollte der Teig zu klebrig sein, kannst du esslöffelweise mehr Mehl darunterkneten. Ist er zu trocken, gibst du esslöffelweise Wasser dazu. Teig zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 1 Stunde auf das Doppelte aufgehen lassen.
  2. Füllung zubereiten: In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Gehackte Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Temperatur dünsten, dann den Spinat dazugeben und ca. 5 Minuten mitdünsten. Pfanne von der Platte ziehen und Ricotta unter den Spinat mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen, abschmecken.
  3. Springform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder ganz mit Backpapier auslegen.
  4. Hefewirbel formen: Hefeteig auf wenig Mehl zu einem Rechteck ausrollen, ca. 5mm dünn. Die Füllung auf dem ganzen Rechteck gleichmässig verstreichen und dann den Parmesan / Reibkäse darüber streuen. Nun das Rechteck der Länge nach in ca. 4-5cm breite Streifen schneiden, und diese Streifen dann halbieren oder dritteln, so dass viele kurze 4-5cm breite Streifen entstehen. Jetzt einen ersten Streifen vorsichtig zur Schnecke aufrollen und in die Mitte der vorbereiteten Springform setzen. Dann nacheinander vorsichtig die anderen Streifen hochnehmen und rund um die kleine mittlere Schnecke anlegen, bis die ganze Form gefüllt ist. Tipp: diese Arbeit ist etwas knifflig, denn der mit Füllung bestrichene Teig wird weich und zieht sich beim Aufheben in die Länge. Aber nicht verzweifeln: forme mutig weiter und fülle deine Springform. Auch wenn das Ergebnis ungebacken nicht so schön aussieht, wird das Ergebnis toll und superlecker. Hefewirbel nach dem fertig-Formen nochmals etwa 20-30 Minuten gehen lassen.
  5. Backen: 25 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), dann den Hefewirbel mit Alufolie abdecken, den Ofen auf 180°C zurückstellen und 20 Minuten fertig backen, bis er goldbraun ist.
  6. Hefewirbel aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Springform abkühlen lassen, dann die Springform vorsichtig lösen und den Hefewirbel noch warm/heiss servieren oder abkühlen lassen.




Sonntag, 7. Mai 2017

fluffiger Sauerkirsch Kuchen




Mein heutiges Backrezept enthält eine Zutat, die ich äusserst selten verwende. Auf meinem Blog war sogar bis heute kein einziges Rezept mit Sauerkirschen zu finden. Höchste Zeit, das zu ändern. Die Sauerkirsche wird bei uns in der Schweiz auch Weichsel genannt und ist in der Regel eingemacht in Gläsern (oder Dosen) zu kriegen. Praktisch jeder Grossverteiler hat die dunkelroten Steinfrüchte im Sortiment, und man kriegt sie ohne langes Suchen auch in Bio-Qualität. Der Vorteil an eingemachtem Obst: man kriegt es das ganze Jahr über und kann damit auch im Winter etwas Abwechslung und Farbe ins Essen zaubern. Jetzt verdrängen wir aber mal die kalte Jahreszeit... 😊

Da bald der Muttertag bevorsteht wollte ich etwas Rotes verbacken. Und weil du schon ganz viele Rezepte mit Erdbeeren und Himbeeren bei mir findest, habe ich mich für die Sauerkirsche entschieden. Für die besondere Fluffig- und Saftigkeit sorgt ein Anteil Ricotta, der zwar nicht so hoch ist (und deshalb geschmacklich auch überhaupt nicht auffällt), aber den Kuchen zum richtigen Geniessertraum macht. Und die Streuselmasse? Na, alles ist doch noch etwas besser mit Streuseln! Dieser Kuchen auf jeden Fall, und der Hauch Zimt im knackigen Häubchen harmoniert unglaublich lecker mit der Sauerkirsche. Mhm, dieser Kuchen ist wirklich gelungen, und wenn ich dich jetzt nicht sowieso genug gluschtig gemacht habe, dann musst du ihn einfach trotzdem versuchen 💕 !


Zutaten für eine Springform von ca. 18cm Durchmesser
(für eine Form von 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, Backzeit verlängert sich)
  • 1 Ei
  • 75g Ricotta
  • 75g Puderzucker
  • 50g flüssige Butter
  • 50g gemahlene und geschälte Mandeln
  • 75g Mehl
  • 2 gehäufte EL Maisstärke (z. B. Maizena)
  • 0.5 Beutelchen Backpulver
  • 120g Sauerkirschen aus dem Glas, gut abgetropft gewogen
  • für die Streuselmasse:
    - 30g Mandelblättchen
    - 15g Zucker
    - 1/4 TL Zimt
    - 15g weiche Butter
  • ausserdem:
    - 1 TL Mandelblättchen zum vor dem Backen bestreuen
    - etwas Puderzucker zum vor dem Servieren bestäuben


Zubereiten und Backen
  1. Springform (oder Porzellanform) mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben (und dann in den Kühlschrank stellen), oder vollständig mit Backpapier auslegen.
  2. Streuselmasse zubereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Fingern verkneten, dann bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.
  3. Ei mit Ricotta und Puderzucker gründlich in einer Schüssel verrühren.
  4. Flüssige Butter dazugeben und zügig daruntermischen.
  5. In einer separaten Schüssel Mandeln, Mehl, Maisstärke und Backpulver mischen, dann zur Ei-Mischung geben und von Hand mit einem Gummischaber unterheben, bis alles gut vermengt ist.
  6. Zum Schluss die abgetropften Sauerkirschen dazugeben und ebenfalls untermischen.
  7. Teig in die Backform geben und verteilen. Dann die Streuselmasse aus dem Kühlschrank holen und über den Kuchen krümeln, zum Schluss die ebenfalls bereit gestellten Mandelblättchen (1 TL) darüber streuen.
  8. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  9. Kuchen herausnehmen und abkühlen lassen, dann - wenn du eine Springform benutzt hast - vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
  10. Kurz vor dem Servieren mit wenig Puderzucker bestäuben.

Kleine Randnotiz
Dieser Kuchen schmeckt frisch absolut wunderbar, aber auch am zweiten Tag hat er noch keine Saftigkeit verloren und lässt sich daher problemlos vorbereiten!



Montag, 6. Februar 2017

Himbeer Hefewirbelkuchen




Bald ist Valentinstag und überall stolpert man im Moment über feine Koch- und Backrezepte und hübsche Bastelideen. Um ehrlich zu sein: mein Mann und ich zelebrieren den Valentinstag nicht wirklich besonders. Denn wenn man so ein Glückspilz ist und sein persönliches Herzblatt gefunden hat, sollte man das doch jeden Tag schätzen und feiern, und nicht auf den einen Tag im Jahr warten, an dem man quasi zur Romantik gezwungen wird, oder? Aber fertig mit kaltem Realismus und Zauber-Zerstörerei - NATÜRLICH dürfen wir unsere Liebsten an diesem Tag besonders verwöhnen 💗. Daher gibt es auch von mir ein farblich passendes Rezept für das eine Datum, das pinker nicht sein könnte. Und Hand aufs Herz: ein paar fruchtige Himbeeren in den nassen, grauen Winter können wir doch alle vertragen, Valentinstag hin oder her, oder?

Ich habe seit langem mal wieder ein süsses Hefeteiggebäck gemacht, und das Ergebnis haben sowohl meinen Mann wie auch mich total überzeugt. Wenn du wie ich Russenzopf und Ähnliches magst, dann wirst du das heutige Rezept lieben. Denn mhmmm, dieser Hefewirbelkuchen war soooooo lecker! Allerdings muss ich zugeben: als der Hefewirbel fertig geformt in der Springform lag, fragte ich mich ehrlich ob das überhaupt noch was Ansehnliches wird... Aber oh wunderbar, ein guter Hefeteig verzeiht so vieles und geht im Backofen so schön auf, dass sogar mein Mann ganz verzückt vor meiner neusten Kreation stand und darauf wartete, dass er endlich probieren darf. Ja, dieses Rezept ist etwas aufwändig. Und ja, das Formen ist etwas knifflig und du solltest dabei unbedingt eine Schürze tragen 😉. Aber das Ergebnis ist so unglaublich toll, dass ich mit bestem Gewissen voraussage, dass du das Rezept wieder, und wieder, und wieder machen wirst!


Zutaten für eine Spring- oder (hohe) Pieform von 24cm Durchmesser
  • Süsser Hefeteig
    - 300g Weiss-, Zopfmehl oder helles Dinkelmehl
    - 0.5 TL Salz
    - 2 EL Zucker
    - 1/2 Würfel frische Hefe
    - 1 dl handwarme (!) Milch
    - 60g weiche Butter
    - 1 Ei
  • Füllung
    - 150g Rahmquark
    - 100g Ricotta
    - 100g Zucker
    - 0.5 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale und 2 EL Saft
    - 130g gemahlene, geschälte Mandeln
    - 350-400g gefrorene Himbeeren, aufgetaut, leicht ausgedrückt
  • Zum Bestreuen (kann auch weggelassen werden)
    - 2-3 EL Mandelblättchen
  • Puderzuckerglasur (kann auch weggelassen werden)
    - 50g Puderzucker
    - 2 EL Zitronensaft


Zubereiten und Backen
  1. Süssen Hefeteig zubereiten: Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen und eine Mulde formen. Hefe in der maximal (!) handwarmen Milch auflösen und zusammen mit der Butter und dem Ei in die Mulde geben. Einige Minuten zu einem glatten, weichen Teig verkneten. Tipp: süsser Hefeteig kann sich etwas klebrig anfühlen. Sollte er aber zu klebrig und nicht formbar sein, kannst du noch 1-2 EL Mehl mehr darunterkneten. Teig zugedeckt bei Raumtemperatur ca. 1-1.5h auf das Doppelte aufgehen lassen.
  2. Füllung zubereiten: Rahmquark, Ricotta, Zitronenschale und -saft und gemahlene, geschälte Mandeln in einer Schüssel mit einem Schneebesen gründlich verrühren. Zur Seite stellen.
  3. Springform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder ganz mit Backpapier auslegen.
  4. Hefewirbel formen: Hefeteig auf wenig Mehl zu einem Rechteck ausrollen, ca. 3-4mm dünn. Die Füllung auf dem ganzen Rechteck gleichmässig verstreichen und dann die aufgetauten, ausgedrückten Himbeeren darüber verteilen. Nun das Rechteck der Länge nach in ca. 4-5cm breite Streifen schneiden, und diese Streifen dann halbieren oder dritteln, so dass viele kurze 4-5cm breite Streifen entstehen. Jetzt einen ersten Streifen vorsichtig zur Schnecke aufrollen und in die Mitte der vorbereiteten Springform setzen. Dann nacheinander vorsichtig die anderen Streifen hochnehmen und rund um die kleine mittlere Schnecke anlegen, bis die ganze Form gefüllt ist. Tipp: diese Arbeit ist etwas knifflig, denn der mit Füllung bestrichene Teig wird weich und zieht sich beim Aufheben in die Länge. Aber nicht verzweifeln: forme mutig weiter und fülle deine Springform. Auch wenn das Ergebnis ungebacken nicht so schön aussieht (das siehst du bei meinem Foto rechts😆), wird das Ergebnis toll und superlecker. Hefewirbel nach dem fertig-Formen mit Mandelblättchen bestreuen und nochmals etwa 20-30 Minuten gehen lassen.
  5. Backen: 25 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), dann den Hefewirbel mit Alufolie abdecken, den Ofen auf 180°C zurückstellen und 20 Minuten fertig backen, bis er goldbraun ist.
  6. Hefewirbel aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Springform abkühlen lassen, dann die Springform vorsichtig lösen und den Kuchen auf einem Gitter auskühlen lassen. Tipp: behandle den heissen Hefewirbel vorsichtig - er verfestigt sich erst beim Abkühlen richtig.
  7. Puderzuckerglasur zubereiten: Puderzucker und Zitronensaft gründlich vermischen und über den noch warmen Hefewirbelkuchen träufeln. Tipp: wenn du es gerne süss magst, kannst du auch die doppelte Portion Glasur zubereiten und die ganze Oberfläche des Hefewirbels mit einem Pinsesl bestreichen. Alternativ lässt du die Glasur weg und bestäubst die Oberfläche leicht mit reinem Puderzucker.


Noch ein paar Kleinigkeiten am Rande
Zur Feuchtigkeit: Süsser Hefeteig neigt dazu, schnell auszutrocknen. Da die Füllung dieses Hefewirbels aber durch Quark, Ricotta und Beeren viel Feuchtigkeit enthält, schmeckt der Kuchen auch am zweiten und dritten Tag immer noch superzart, solange du die Schnittflächen immer schön mit Folie abdeckst.
Zur Füllung: Natürlich kannst du auch andere Tiefkühlbeeren oder eine Beerenmischung verwenden, oder in der Saison frische Beeren einwickeln. Die gemahlenen Mandeln lassen sich ebenfalls ersetzen; ich fände z. B. Kokosrapsel sehr spannend.
Zum Formen: Wenn du das Rundwickeln zu mühsam findest, kannst du auch viele kleine Minischnecken (wie für die Mitte des Hefewirbels nötig) formen und dicht in die Springform füllen.




Freitag, 10. Juli 2015

Ricotta Cheesecake mit Kirschenkompott

 


Mein lieber Herr Gemahl und ich sind oft einer Meinung, wenn es um die Beurteilung meiner Backwerke geht. Dieses Mal waren wir aber in einem Punkt uneinig - nämlich beim optischen Eindruck. Als er nach Hause kam und den Kühlschrank öffnete, wollte ich schon ausholen und erklären, dass dieser Kuchen vor allem mit seinen inneren Werten besticht... Doch noch bevor das erste Wort über meine Lippen kam raunte es aus der Küche: "Oooooh, das sieht aber LECKER aus"! Schön ist also relativ subjektiv, und auch wenn ich den Kuchen nicht als den Schönsten bezeichnen würde, so ist er ganz einfach traumhaft lecker. Der Cheesecake selbst ist herrlich saftig und bleibt mit seiner leichten Zitrusnote doch leicht im Gaumen. Und das Kirschenkompott dazu - oh ich könnte darin baden. Meine Mama hat früher oft für uns Kirschenkompott gekocht, und beim ersten Löffel waren all die schönen Erinnerungen wieder da. Was für ein Wohlfühlpaket, dieser Cheesecake! Wenn du deinen Gästen also ein besonderes Dessert-Erlebnis offerieren möchtest, dann gelingt dir das mit diesem Rezept ganz bestimmt :) .


Zutaten für eine Springform von 18-20cm Durchmesser
(für eine Form von 24-26cm Zutaten verdoppeln)
  • für den Kuchenboden:
    - 75g Hafercookies, Sablés, Shortbread, Zwieback oder ähnliche Guetzli
    - 1 EL brauner oder weisser Zucker
    - 30g Butter, geschmolzen
  • für den Cheesecake
    - 250g Magerquark
    - 250g Ricotta
    - 3 Eier
    - 100g Zucker
    - 2 EL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 1 Prise Salz
    - 1/2 Bio-Zitrone, nur abgeriebene Zitronenschale
  • für das Kirschenkompott
    - 1 TL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 3 EL Wasser
    - 1 EL Zitronensaft
    - 30g Zucker
    - 1 TL Vanillezucker
    - 250g Kirschen mit Stein gewogen, gewaschen und anschliessend entsteint



Zubereiten, Backen und Fertigstellen
  1. Boden der Springform mit Backpapier belegen, Rand mit Butter ausreiben.
  2. Kuchenboden herstellen: gewählte Guetzli im Cutter mahlen oder in einen Frischhaltebeutel geben und mit dem Wallholz fein zerdrücken. Krümel in eine Schüssel geben, Zucker untermischen, dann die geschmolzene Butter dazugiessen und alles mit einer Gabel gut verrühren. Krümelige Mischung in die Springform geben und zu einem Kuchenboden formen / andrücken. Springform bis zum Einfüllen der Kuchenmasse in den Kühlschrank stellen.
  3. Cheesecake zubereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Schwingbesen gründlich verrühren. Dann die Masse in die Springform füllen und backen.
  4. Backen: 55-60 Minuten bei 180°C, untere Ofenhälfte. Tipp: der Rand darf sich bräunen, die Mitte aber noch etwas wabbelig bleiben. Um sicher zu gehen dass der Cheesecake durchgegart ist, steckst du ein glattes (kein gezacktes) Messer in die Kuchenmitte; wenn beim Rausziehen keine Cheesecake-Masse daran hängenbleibt, ist er genügend gebacken. Jetzt den Ofen ausschalten, die Ofentür ganz öffnen und den Kuchen für 30 Minuten im Ofen stehen lassen. Anschliessend herausnehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Tipp: der Cheesecake geht beim Backen auf und fällt beim Auskühlen wieder zusammen. Das ist ganz normal und verschafft dir im Anschluss die optimale Fläche, um den Kirschenkompott zu platzieren.
  5. Kirschenkompott kochen: in einer Pfanne die Maisstärke mit Wasser und Zitronensaft anrühren. Anschliessend den Zucker und Vanillezucker dazugeben und alles unter Rühren mit dem Schwingbesen aufkochen. Kirschen dazugeben, auf mittlere Hitze reduzieren und zugedeckt 5 Minuten köcheln lassen. Die Kirschen mit einer Loch-/Schaumkelle abschöpfen und in einer Schüssel zur Seite stellen. Den in der Pfanne verbliebene Saft nochmals aufkochen und etwa 2 Minuten zu einem Sirup einkochen, dann zu den Kirschen giessen. Auskühlen lassen.
  6. Servieren: Cheesecake vorsichtig aus der Springform lösen, auf die gewünschte Tortenplatte setzen und den Kirschkompott auf die Torte geben.



Der perfekte Genuss...
Dieser Cheesecake kann selbstverständlich angeschnitten werden, sobald er vollständig ausgekühlt ist. Wie alle Cheesecakes schmeckt aber auch dieser ab dem zweiten Tag am besten. Das macht ihn zum idealen Kuchen, wenn du Gäste erwartest und alles ohne Stress vorbereiten möchtest. Sobald der Kuchen ausgekühlt ist solltest du ihn zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Für den perfekten Genuss nimmst du ihn etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Falls tatsächlich etwas übrig bleibt: der Cheesecake sollte innert 3-4 Tagen nach dem Backen konsumiert werden.




Mittwoch, 1. Oktober 2014

Zitronen Mohn Cake




Nicht nur die Mode, auch das Backen unterliegt gewissen Trends. Einerseits was die Backform anbelangt - zum Beispiel sind nach Cupcakes und Cake-Pops nun Mini-Gugl und Macarons schwer angesagt - sondern auch was die Zutaten angeht. Der Guinness Schokokuchen ist so ein trendy Hit, genau so wie der Fanta Cake. Wenn man das World Wide Web nach süsser Inspiration durchstreift trifft man immer wieder auf den Lemon Poppy Seed Cake, oder zu gut deutsch: den Zitronen Mohnsamen Kuchen. Und wenn mir etwas immer und immer wieder begegnet, werde ich einfach zu neugierig um eine Backidee zu ignorieren. Also gesehen, gebacken, und... begeistert! Dieser Cake ist sowas von fluffig und zitronig frisch. Die Mohnsamen verleihen ein ganz leicht nussiges Aroma, und eine Art von Knusprigkeit im zarten Teig. Ich kann euch das mit Worten gar nicht recht beschreiben, deshalb solltet ihr den Kuchen unbedingt selber backen und euch vom Ergebnis überzeugen lassen. Ausserdem finde ich den Kuchen ja so hübsch mit den vielen schwarzen Pünktchen :) . Ganz stolz über dieses Backexperiment habe ich gleich noch je ein Stück meinen Eltern zugeschoben, denen dieser Trend ebenfalls toll geschmeckt hat. Braucht ihr noch mehr Argumente? Na dann los, und backen!


Zutaten für eine Kastenform von ca. 20-22cm Länge
(für eine Kastenform von ca. 30cm Länge Zutaten auf 5 Eier hochrechnen)
  • 190g weiche Butter
  • 190g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 3 EL Milch
  • 190g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Mohnsamen
    Am besten entfaltet sich das nussige Aroma, wenn du die Mohnsamen entweder im Reformhaus mahlen lässt, oder im Mörser etwas zerstösst.
  • 1 Zitrone, ganze abgeriebene Schale, 1 EL Saft
  • 80g Ricotta


Zubereiten und Backen
  1. Die Kastenform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder ganz mit Backpapier auslegen.
  2. Butter mit Zucker und Salz luftig schlagen. Dann die Eier nacheinander dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  3. Milch und Zitronensaft dazugeben und nur kurz weiterrühren.
  4. Mehl, Backpulver, Mohnsamen und Zitronenschale mischen und zur Teigmasse geben, kurz zu einer glatten Masse verrühren.
  5. Zum Schluss den Ricotta vorsichtig unterheben. Die Teigmasse in die Kastenform füllen. Tipp: wenn immer ich einen Kuchen in Kastenform backe, ziehe ich mit dem Teigschaber eine leichte Kerbe in den Teig. So reisst der Kuchen schön in der Mitte auf, wie er soll.
  6. Backen: ca. 50-55 Minuten bei 170°C, untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  7. Cake herausnehmen und in der Backform einige Minuten abkühlen lassen. Dann vorsichtig aus der Backform heben und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Tipp zum "Topping"
Damit mein Mann und ich nicht vier Tage lang Zitronen Mohn Cake essen mussten - auch wenn er noch so lecker ist, wird das irgendwann langweilig :) - habe ich einen Teil des Kuchens in Stücke geschnitten und eingefroren. Dafür eignet sich der Zitronen Mohn Cake hervorragend, und die einzelnen Stücke können dann bei spontaner Kuchenlust innert 20-30 Minuten bei Raumtemperatur aufgetaut werden. Deswegen habe ich dem Kuchen keine Glasur verliehen, er sah aber auch einfach zu schön goldbraun aus. Wenn du den Kuchen gerne etwas aufhübschen möchtest, kannst du ihn beispielsweise mit etwas Puderzucker bestäuben, oder du überziehst ihn mit einer Zitronen-Puderzuckerglasur. Dafür einfach 250-300g Puderzucker mit 3-4 EL Zitronensaft vermischen und den Kuchen noch heiss/warm damit bepinseln.






Montag, 21. Juli 2014

Pesto Zopf mit Rohschinken




Traditioneller Speck-Zopf war gestern: dieses pikante Zopfrezept eignet sich als Beilage zum Salat, für die nächste Grillparty oder als währschafter Apéro-Snack. Die Basis bildet ein knuspriger Pizzateig, der mit allerlei leckeren Zutaten wie Rohschinken, Ricotta und Pinienkernen gefüllt wird. Als Sauce habe ich ausnahmsweise fixfertiges grünes Pesto genommen, weil ich noch ein Glas von einem Geschenkekorb übrig hatte :) - natürlich lässt sich auch selbstgemachtes Pesto dazu verwenden! Die Zubereitung braucht zwar etwas Zeit, kompliziert ist es aber nicht. Und wenn die Zeit drängt, kann ausnahmsweise auch fixfertiger Pizzateig verwendet werden. Dann bleibt sogar noch etwas mehr Zeit zum Geniessen!


Zutaten für ein Zopf für ca. 6 Personen

  • Pizzateig
    500g Mehl
    1 TL Salz
    1/2 Würfel Hefe (ca. 20g)
    3 - 3.5dl handwarmes Wasser
    2 EL Olivenöl
  • Füllung
    100g grünes Pesto (funktioniert auch mit rotem Pesto bestens!)
    40g Pinienkerne, gehackt
    200g Ricotta
    12-14 Scheiben Rohschinken (120-140g)
    50g Reibkäse (z. B. Gruyère)
    etwas getrockneter Oregano, alternativ Pizzakräuter o. ä.
    3-4 EL Olivenöl


Pizzateig herstellen
  1. Mehl in einer Schüssel mit Salz mischen.
  2. Hefe mit dem handwarmen Wasser auflösen und zusammen mit dem Olivenöl zur Mehlmischung geben. Mindestens 10 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Tipp: ist der Teig zu klebrig, Mehl unterkneten, ist er zu trocken, wenig Wasser dazugiessen.
  3. Teig in einer Schüssel zugedeckt um das Doppelte aufgehen lassen. Das dauert ca. 1 - 1,5 h. Tipp: bevor ich den Teig in die Schüssel zum Aufgehen lege, streue ich jeweils etwas Mehl hinein, dann verklebt nichts und der Teig lässt sich anschliessend zum weiteren Verarbeiten besser herausnehmen.


Zopf zubereiten und backen
  1. Pizzateig in zwei gleich grosse Hälften teilen. Beide Hälften zu gleichgrossen Rechtecken auswallen, dabei aber nicht zu breit werden lassen und vor allem in die Länge arbeiten.
  2. Beide Teig-Rechtecke dünn mit Pesto bestreichen und dabei rundherum etwa 1.5 - 2cm Rand freilassen. 
  3. Gehackte Pinienkerne darüberstreuen und alles gleichmässig mit Rohschinken belegen. Dann den Ricotta mit einem Spatel darüberstreichen und zum Schluss den Reibkäse und den Oregano darüberstreuen.
  4. Beide Teig-Rechtecke von der langen Seite her möglichst dicht aufrollen. Anschliessend vorsichtig einen einfachen Zopf fomen: beide Rollen an je einem Ende übereinanderlegen und spiralförmig miteinander verschlingen. Zopf auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und Enden etwas festdrücken und einfalten.
  5. Den ganzen Zopf mit Olivenöl bestreichen.
  6. Backen: ca. 25-30 Minuten bei 220°C, untere Ofenhälfte. Der Zopf soll goldbraun sein - wenn er zu früh stark bräunt und trotzdem noch weich erscheint, kann er mit etwas Alufolie abgedeckt werden.
  7. Zopf herausnehmen und abkühlen lassen. Anschliessend noch leicht warm oder vollständig ausgekühlt in Stücke schneiden und geniessen.


Tipps und Variationsmöglichkeiten
Wenn's schnell gehen muss, kann man wie schon erwähnt auch auf fixfertigen Pizzateig aus dem Kühlregal zurückgreifen. Anstelle des grünen Pestos kann auch Pesto rosso verwendet werden, oder alternativ Tomatenpüree, rsp. Tomatensauce. Wichtig: immer darauf achten, die Sauce nicht zu dick aufzustreichen. Anstelle des Rohschinkens geht auch dünn geschnittener gekochter Schinken oder eventuell Salami. Und anstelle des Reibkäse kann auch sehr klein geschnittener Mozzarella eingearbeitet werden. Je nachdem wird also aus dem Pesto Zopf auch ein Pizza Zopf - beides schmeckt hervorragend :) .






Sonntag, 5. Januar 2014

Gemüse-Ricotta-Strudelecken




Zum Apéro probiere ich immer wieder etwas Neues aus. Für verschiedenste Gebäckkreationen eignet sich zum Beispiel Blätterteig: pur, gewürzt, belegt, gefüllt. Doch für die heutige Rezeptidee habe ich für einmal Strudelteig gewählt und ihn gefüllt zu Dreiecken gefaltet. Der Einfachheit halber habe ich fixfertigen Strudelteig im Grossverteiler gekauft. Natürlich klappt das Rezept aber auch mit selbstgemachtem Strudelteig - bisher habe ich mich einfach noch nicht an dieses Unterfangen rangewagt :) . Die würzigen Strudelecken lassen sich sehr gut vorbereiten und auch auf Vorrat halten, damit man immer gerüstet für einen delikaten Apéro ist. Guten Appetit!


Zutaten für 12 Stück
  • 1 Packung Strudelteig (enthält 4 Teigblätter)
  • 80g Tiefkühlblattspinat (ohne Rahm), aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 120g Champignons, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Karotte, in kleine Würfelchen geschnitten
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Bund glattblättrige Petersilie, fein gehackt
  • 120g Ricotta
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl


Füllung zubereiten
  1.  Etwas Olivenöl in einer weiten Pfanne erhitzen. 
  2. Zwiebel- und Karottenwürfelchen unter gelegentlichem Rühren etwa zwei Minuten dünsten.
  3. Hitze etwas erhöhen, Champignons beifügen und mitdünsten, bis die Masse zusammenfällt und etwaiger Saft vollständig verdampft ist.
  4. Zuletzt den Spinat und die Petersilie dazugeben und die Gemüsemischung mit Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.
  5. Ricotta unter die Gemüsemischung rühren und wenn nötig nachwürzen.


Strudelecken formen und backen
  1. Strudelteigblätter vorsichtig auspacken und ausbreiten. Jedes Blatt der Länge nach in 3 Streifen schneiden und mit Olivenöl bestreichen. Tipp: mit einem glatten, scharfen Messer geht das Schneiden am besten. Gekaufter Strudelteig ist aber oftmals schon perforiert und kann den Linien entlang problemlos getrennt werden.
  2. Je ein Esslöffel Gemüse-Ricotta-Füllung auf die untere linke Seite jedes Teigstreifens geben (1). Dann wie auf dem Bild eingezeichnet über die grauen Kanten A bis E falten damit Dreiecke entstehen - wenn die Teigstreifen länger sind so weiterfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Teigfüllung wird auf diese Weise mehrmals umhüllt, und es entstehen dreieckige Strudel-Täschchen.

  3. Die Strudelecken auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und nochmals mit Olivenöl bestreichen.
  4. Backen: 12-15 Minuten bei 200°C, Ofenmitte. Tipp: die Spitzen der Dreiecke bräunen schneller und stärker als die Mitte. Ein Verbrennen kann man verhindern, indem man die Strudelecken gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdeckt.
  5. Noch heiss/warm servieren.


Vorbereiten
Die Gemüse-Strudelecken können frisch einige Stunden vor dem Gebrauch vorbereitet und bis zum Backen mit Folie abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden - bestreichen erst kurz vor dem Backen. Die köstlichen Dreiecke können aber auch eingefroren werden, damit man bei Gelegenheit immer etwas feines Selbstgemachtes zum Aufbacken bereit hat. Da der Strudelteig sehr filigran und brüchig ist, sollte man die Dreiecke nur sehr sorgfältig stapeln, am besten in eine tiefkühlfeste Dose. Bei Bedarf die Strudelecken gefroren auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Olivenöl bestreichen und bei 200°C backen, die Backzeit verlängert sich um etwa 3-5 Minuten. Auch hier gilt wieder: um zu starke Bräunung oder ein Verbrennen der Spitzen zu verhindern, Ecken gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken. Tipp 1: es lohnt sich, jeweils gleich die doppelte Menge Strudelecken herzustellen, und was nicht sofort gebraucht wird, einzufrieren, weil sich die Häppchen wirklich gut halten. Tipp 2: für geschmackliche Abwechslung die Karotten- durch Kohlrabiwürfelchen ersetzen, oder beides mischen. Gewürze variieren - z. B. etwas Curry mit dem Gemüse mitdünsten, usw. Lasst eurer Kreativität freien Lauf! Tipp 3: die Strudelecken machen sich auch toll als Topping auf einem Salat.