Posts mit dem Label Strudelteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Strudelteig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 23. November 2016

Mini - Quittenstrudel




Kürzlich bin ich auf der Facebook-Seite von Annemarie Wildeisen's KOCHEN über ein Rezept für Quitten-Kompott gestolpert und hatte sofort Lust auf die tollen Herbstfrüchte, die nebst Äpfeln und Birnen ein richtiges Schattendasein führen. Dabei sind sie so lecker und vielseitig, dass die Saison eigentlich viel zu kurz ist. Im Moment sind vor allem Apfelquitten fast in jedem Grossverteiler zu finden; jetzt hast du also die Gelegenheit dich einzudecken! Die Quitten selbst sind zwar etwas aufwändiger zu verarbeiten - die rohen Früchte sind recht hart, und du wirst deshalb ein gutes Messer benötigen - das Quittenkompott ist dafür sehr unkompliziert und kocht sich praktisch von selbst. Im Originalrezept wird ein Anteil Rosenwasser verwendet, das ich für mein Einkochen weggelassen und überhaupt nicht vermisst habe.

Das Quittenkompott esse ich wahnsinnig gerne zu Milchreis, Omelettes / Pfannkuchen und über mein Frühstücks-Porridge (gemeinhin auch als Haferbrei bekannt :) ). Es lässt sich aber auch ganz toll zu Gebäck veredeln, zum Beispiel in feine Mini-Quittenstrudel, die du schnell und einfach zubereiten kannst. Die süssen Kleinen sind grossartiger Finger-Soulfood für die Kaffeetafel oder geben eine tolle Dessert-Kreation ab, etwa kombiniert mit Vanille- oder Zimteis und Schlagrahm / -sahne. Auch optisch sind sie ein Hingucker, und sowohl lauwarm wie auch abgekühlt schmecken sie einfach wunderbar lecker!


Zutaten für das Quittenkompott
(ergibt ca. 6 Einmachgläser à 150ml Inhalt, rsp. 2 Einmachgläser à 500ml Inhalt)
  • ca. 1kg Quitten, ganz gewogen
  • 0.5dl Zitronensaft
  • 4.5dl Wasser
  • 1/4 TL Vanillepulver oder 1 Vanilleschote, nur ausgekratztes Mark
  • 5 ganze Kardamomkapseln, gequetscht
  • 100g Zucker

Zubereiten und Einmachen
  1. Den Flaum der Quitten mit einem Tuch abreiben, Früchte waschen, schälen und vierteln. Dann das Kerngehäuse rausschneiden, Quitten in Würfelchen schneiden und sofort mit Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden.
  2. Wasser mit Vanillepulver oder -mark, gequetschten Kardamomkapseln und Zucker in eine Pfanne geben und aufkochen.
  3. Quittenwürfel dazugeben, Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze ca. 7-10 Minuten kochen lassen bis die Früchte weich sind. Währenddessen Einmachgläser inkl. Deckel und Gummidichtungen in kochendem Wasser oder im 100°C heissen Ofen sterilisieren und auf einem Küchentuch zum Einfüllen bereit stellen (nicht abtrocknen). Tipp: das Sterilisieren ist wichtig wenn du das Quittenkompott etwas länger einlagern möchtest. Verwendest du es innerhalb einiger Tage reicht das möglichst heisse Abwaschen der Gläser aus.
  4. Quittenkompott noch heiss in die Gläser abfüllen und sofort verschliessen.


Zutaten für 12 Mini-Quittenstrudel
  • 50g Mascarpone
  • 1 Beutel Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 40g gemahlene Mandeln
  • ca. 130-150g Quittenkompott (ca. 1 Glas à 150ml Inhalt)
  • 1 Pack Fertig-Strudelteig à 4 Blätter (ca. 40 x 37cm)
  • ca. 60g Butter, geschmolzen
  • zur Dekoration:
    - 1 Hand voll Mandelblättchen
    - etwas Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Mascarpone in einer Schüssel glatt rühren.
  2. Vanillezucker, Salz und gemahlene Mandeln dazugeben und gut unterrühren, dann den Quittenkompott dazugeben und alles gut und gleichmässig vermischen. Tipps: wenn die Quittenwürfel im Kompott etwas grob geraten sind, kannst du sie für die Füllung der Ministrudel einfach mit der Gabel zerdrücken. Bist du ausserdem ein Süsszahn, magst du vielleicht noch 1-2 EL Zucker dazugeben (abschmecken nicht vergessen).
  3. Die ersten beiden Strudelteigblätter vorsichtig auseinanderfalten. Ein Blatt mit flüssiger Butter bestreichen, dann das zweite Blatt drauflegen und ebenfalls mit flüssiger Butter bestreichen. Mit den zwei übrigen Strudelteigblätter gleich verfahren. Nun die zwei grossen doppelblättrigen Rechtecke in je sechs gleichmässige kleine Rechtecke schneiden (siehe Schnittmuster).
  4. Auf jedes Rechteck einen leicht gehäuften Teelöffel Füllung geben. Tipp: nicht übertreiben mit Füllung; wenn du die Rollen zu prall füllst, platzen sie beim Backen auf! Seitenränder einschlagen, dann die Füllung vorsichtig einrollen. Mini-Strudel mit der Öffnung nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  5. Quittenstrudel abermals mit flüssiger Butter bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen.
  6. Backen: ca. 20 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis sie goldbraun sind. Herausnehmen, mit Puderzucker bestreuen und auf einem Gitter auskühlen lassen.




Dienstag, 21. Oktober 2014

Kürbis Knusperpäckli (oder -päckchen)




Überall liegen Kürbisse gerade verlockend in den Auslagen. Mal gelb, mal orange und mal rot leuchtend, kugelrund und birnenförmig - was für eine Vielfalt! Ich kann euch schon jetzt verraten, dass ich noch längst nicht alle Ideen mit Kürbis ausprobiert habe. Nach leckeren Kürbis Cupcakes mit Schokoladensauce gibt es heute aber Währschaftes aus der Panzerbeere. Diese Kürbis Päckli sind nämlich ein toller Apéro Snack vor dem Dinner, man kann sie aber auch zu einer Suppe oder zum Salat- und Gemüseteller servieren. Der Päckcheninhalt von heute ist vegetarisch. Wer es gerne deftig und mit Fleisch mag, kann Speckwürfelchen anbraten und sie abgekühlt zur Mischung geben. Sowieso könnt ihr solche Strudelpäckli ganz nach Lust und Laune füllen. Bedenkt einfach die kurze Backzeit: in die Füllung darf alles, was innert maximal 15 Minuten gar ist.



Zutaten für 12 Kürbis Päckli
  • 1 fixfertiger Strudelteig von ca. 37x39cm (120g, entspricht 4 Teigblättern)
  • 200g Kürbis, ohne Schale gewogen
  • 120g Hüttenkäse
  • 1 TL gehackte Petersilie
  • 2 TL fein gehackte Kürbiskerne
  • Salz und Pfeffer
  • je 1 Messerspitze gemahlener Ingwer, gemahlene Muskatnuss und Nelken
  • ca. 5 EL Sonnenblumenöl (oder anderes neutrales, erhitzbares Öl)



Zubereiten und Backen
  1. Kürbis an der Röstiraffel grob reiben. Mit allen Zutaten von Hüttenkäse bis und mit Gewürzen mischen und abschmecken.
  2. Strudelteig ausrollen und jeweils 2 Blätter aufeinanderlegen. Die Blätter der Länge nach in drei lange Streifen schneiden, dann diese Streifen in der Hälfte halbieren, damit insgesamt 12 doppelt gelegte Rechtecke entstehen. Rechtecke mit Sonnenblumenöl bestreichen.
  3. Je einen gehäuften Teelöffel der Füllung auf ein Ende der Rechtecke legen. Seiten satt einschlagen und den neu entstandenen Streifen nochmals mit Sonnenblumenöl bestreichen (Faltkanten). Dann die Päckchen satt aufrollen und mit der Verschlusskante nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  4. Oberfläche der Kürbis Päckli mit Sonnenblumenöl bestreichen.
  5. Backen: ca. 13-15 Minuten bei 200°C, Ofenmitte.
  6. Strudelpäckchen herausnehmen und kurz abkühlen lassen, anschliessend noch warm servieren.



Ein paar Tipps zum Rezept...
Die Kürbis Päckli lassen sich hervorragend vorbereiten und einfrieren: nach dem Aufrollen einfach nebeneinander auf einen gefrierfesten Teller legen und mit gefrierfester Folie abdecken. In den Tiefkühler geben und einfrieren. Sobald die Päckli gefroren sind, können sie vorsichtig zusammen in einen Gefrierbeutel gepackt werden. Wenn du später dann Lust auf die Päckli hast, gibst du sie noch gefroren auf ein mit Backpapier belegtes Blech, bestreichst die Oberfläche mit Sonnenblumenöl und backst sie bei 180°, Ofenmitte, 15-20 Minuten. Für die Füllung habe ich hier Hüttenkäse gewählt, weil er schön leicht und kalorienarm ist. Schliesslich werden die Teigblätter schon genug mit Öl eingestrichen. Aber: das Rezept ist auch sehr lecker mit Ricotta oder Mozzarella. Wenn du die Kürbis Päckli als Fingerfood servierst, macht sich eine Dipp Sauce dazu sehr gut. Ob Quark, Joghurt oder Crème Fraîche, mit Kräutern oder Curry - dein Geschmack entscheidet.




Sonntag, 5. Januar 2014

Gemüse-Ricotta-Strudelecken




Zum Apéro probiere ich immer wieder etwas Neues aus. Für verschiedenste Gebäckkreationen eignet sich zum Beispiel Blätterteig: pur, gewürzt, belegt, gefüllt. Doch für die heutige Rezeptidee habe ich für einmal Strudelteig gewählt und ihn gefüllt zu Dreiecken gefaltet. Der Einfachheit halber habe ich fixfertigen Strudelteig im Grossverteiler gekauft. Natürlich klappt das Rezept aber auch mit selbstgemachtem Strudelteig - bisher habe ich mich einfach noch nicht an dieses Unterfangen rangewagt :) . Die würzigen Strudelecken lassen sich sehr gut vorbereiten und auch auf Vorrat halten, damit man immer gerüstet für einen delikaten Apéro ist. Guten Appetit!


Zutaten für 12 Stück
  • 1 Packung Strudelteig (enthält 4 Teigblätter)
  • 80g Tiefkühlblattspinat (ohne Rahm), aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 120g Champignons, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 Karotte, in kleine Würfelchen geschnitten
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 Bund glattblättrige Petersilie, fein gehackt
  • 120g Ricotta
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl


Füllung zubereiten
  1.  Etwas Olivenöl in einer weiten Pfanne erhitzen. 
  2. Zwiebel- und Karottenwürfelchen unter gelegentlichem Rühren etwa zwei Minuten dünsten.
  3. Hitze etwas erhöhen, Champignons beifügen und mitdünsten, bis die Masse zusammenfällt und etwaiger Saft vollständig verdampft ist.
  4. Zuletzt den Spinat und die Petersilie dazugeben und die Gemüsemischung mit Salz und Pfeffer würzen. Abkühlen lassen.
  5. Ricotta unter die Gemüsemischung rühren und wenn nötig nachwürzen.


Strudelecken formen und backen
  1. Strudelteigblätter vorsichtig auspacken und ausbreiten. Jedes Blatt der Länge nach in 3 Streifen schneiden und mit Olivenöl bestreichen. Tipp: mit einem glatten, scharfen Messer geht das Schneiden am besten. Gekaufter Strudelteig ist aber oftmals schon perforiert und kann den Linien entlang problemlos getrennt werden.
  2. Je ein Esslöffel Gemüse-Ricotta-Füllung auf die untere linke Seite jedes Teigstreifens geben (1). Dann wie auf dem Bild eingezeichnet über die grauen Kanten A bis E falten damit Dreiecke entstehen - wenn die Teigstreifen länger sind so weiterfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Die Teigfüllung wird auf diese Weise mehrmals umhüllt, und es entstehen dreieckige Strudel-Täschchen.

  3. Die Strudelecken auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und nochmals mit Olivenöl bestreichen.
  4. Backen: 12-15 Minuten bei 200°C, Ofenmitte. Tipp: die Spitzen der Dreiecke bräunen schneller und stärker als die Mitte. Ein Verbrennen kann man verhindern, indem man die Strudelecken gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdeckt.
  5. Noch heiss/warm servieren.


Vorbereiten
Die Gemüse-Strudelecken können frisch einige Stunden vor dem Gebrauch vorbereitet und bis zum Backen mit Folie abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden - bestreichen erst kurz vor dem Backen. Die köstlichen Dreiecke können aber auch eingefroren werden, damit man bei Gelegenheit immer etwas feines Selbstgemachtes zum Aufbacken bereit hat. Da der Strudelteig sehr filigran und brüchig ist, sollte man die Dreiecke nur sehr sorgfältig stapeln, am besten in eine tiefkühlfeste Dose. Bei Bedarf die Strudelecken gefroren auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Olivenöl bestreichen und bei 200°C backen, die Backzeit verlängert sich um etwa 3-5 Minuten. Auch hier gilt wieder: um zu starke Bräunung oder ein Verbrennen der Spitzen zu verhindern, Ecken gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken. Tipp 1: es lohnt sich, jeweils gleich die doppelte Menge Strudelecken herzustellen, und was nicht sofort gebraucht wird, einzufrieren, weil sich die Häppchen wirklich gut halten. Tipp 2: für geschmackliche Abwechslung die Karotten- durch Kohlrabiwürfelchen ersetzen, oder beides mischen. Gewürze variieren - z. B. etwas Curry mit dem Gemüse mitdünsten, usw. Lasst eurer Kreativität freien Lauf! Tipp 3: die Strudelecken machen sich auch toll als Topping auf einem Salat.