Montag, 24. Juli 2017

Zitronencake mit Himbeer-Pistazien-Kruste




Zitronencakes gehören zu den Backklassikern schlechthin: einfach, gelingsicher, saftig. Es gibt sie als gut bewährte Kastenkuchen genauso wie vom Blech. Wenn ich irgendeine Art von Zitronenkuchen backe, dann kombiniere ich meist noch andere Aromen dazu, weil ich "nur zitronig" manchmal etwas langweilig finde. Für das heutige Rezept wollte ich daher die klassische Kastenkuchenform etwas aufpeppen, und eine Augenweide ist dieser Cake mit knackig-saftiger Kruste auf jeden Fall. Das Kucheninnere ist schön fluffig-fein durch etwas weniger Mehl und etwas mehr Stärke. Und fruchtig-lecker ist er ebenfalls durch und durch, während die Pistazien einen leichten Knack verleihen. Mhmmm!

Wenn du also für deinen nächsten Kuchenplausch etwas Bewährtes mit entscheidendem Pfiff servieren möchtest, wäre dieses Rezept vielleicht genau das richtige. Wenn dich spontan die Backlust packt, du aber keine Pistazien zu Hause hast, dann kannst du natürlich auch geschälte Mandeln hacken und für die Kruste verwenden. Und anstelle von Himbeeren würde ich diesen Kuchen sofort auch mit Brombeeren versuchen - das Farbresultat wird zwar nicht ganz so leuchtend, aber in Kombination mit kräftig grünen Pistazien wird sich der Kuchen trotzdem super auf der Tafel machen. Zu guter Letzt: einen Tipp für eine alternative Kuchenform findest du ganz am Ende des Rezepts. Viel Spass und noch mehr Genuss wünsche ich dir!


Zutaten für eine Kastenform von 20cm Länge
Für eine Kastenform von 30cm Länge alle Zutaten erst :3 und dann x5 rechnen
(das ergibt dann z. B. 5 Eier etc.).
  • 150g weiche Butter (und etwas mehr für die Form)
  • 110g Zucker
  • 1/2 Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 1 Bio-Zitrone, nur abgeriebene Schale
  • 150g Mehl (und etwas mehr für die Form)
  • 70g Maisstärke (z. B. Maizena)
  • 2 TL Backpulver
  • 250-300g Himbeeren
  • 30g grüne Pistazien, gehackt
  • zum Bestreuen: 1 TL Zucker



Zubereiten und Backen
  1. Kastenform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Backpapier auslegen.
  2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel 4-5 Minuten cremig und rühren.
  3. Eier nacheinander unterrühren, dann die Zitronenschale dazugeben und ebenfalls unterrühren.
  4. Mehl, Maisstärke und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen, dann zur Teigmasse geben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
  5. Teigmasse in die vorbereitete Kastenform füllen. Himbeeren darauf geben und leicht eindrücken. Dann die gehackten Pistazien und zum Schluss den Teelöffel Zucker über den Kuchen verteilen.
  6. Backen: ca. 60 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  7. Kuchen herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Lieber kein Kastenkuchen?
Dann kannst du diesen Kuchen auch in einer Springform backen. Er wird dann nicht ganz so hoch, dafür wirken die Himbeeren etwas tiefer versunken. Die Mengen solltest du aber umrechnen: für eine kleine Springform von 18-20cm Durchmesser rechnest du alle Zutaten erst :3 dann x2 (das ergibt z. B. 2 Eier etc.), für eine grosse Springform von 24-26cm Durchmesser rechnest du alle Zutaten erst :3 dann x4 (das ergibt z. B. 4 Eier etc.). Die Backzeit wird sich um schätzungsweise 10 Minuten verkürzen, weil der Kuchen weniger hoch wird und schneller durchbäckt. Behalte den Kuchen also nach ca. 40-45 Minuten gut im Auge, und wenn er schön gebräunt ist, mach' die Stäbchenprobe bis kein Teig mehr am Stäbchen klebt.




Montag, 17. Juli 2017

Blueberry Blondies




Auf was freust du dich nach den Ferien am meisten? Auf das klare und feine Trinkwasser direkt aus dem Schweizer Wasserhahn? Auf die eigene Dusche? Das eigene Bett? Mein Mann und ich reisen fürs Leben gerne, schmieden auf dem Rückweg in die Schweiz meist schon Pläne für die nächste Reise, und doch freuen wir uns jeweils auch auf genau diese Dinge im schönen Heimatland - und auf Familie und Freunde natürlich 😊 . Und so gerne ich mich auf Reisen bekochen lasse, so mag ich es auch gerne wieder selbst in der Küche zu stehen und zu kochen und zu backen, wonach mir gerade ist. Nach drei Wochen Kanada-Urlaub melde ich mich deshalb wieder aus der heimischen Backstube und lege gleich los mit einem (heidel)beerenstarken Rezept.

Ganz bestimmt kennst du Brownies. Die dunklen Schokoküchlein haben überaus feine kleine Schwestern, die zwar nicht ganz so prominent, aber unheimlich lecker sind: die Blondies! Blondies werden mit weisser Schokolade zubereitet und können genauso herrlich variiert werden wie das mit Brownies geht. Wenn du jetzt aber ob der Menge von 200g weisser Schokolade schon den totalen Süss-Schock befürchtest kann ich dich beruhigen: diese Blondies schmecken sehr ausgewogen, sind wunderbar fruchtig mit den Heidelbeeren und saftig fein. Natürlich kannst du dieses Rezept auch nach deinem Gusto abwandeln. Schau' dir dazu doch noch meine Tipps ganz unten an.


Zutaten für eine Brownies-Form von ca. 28 x 18cm
(oder eine Backform von ähnlichem Inhalt, z. B. Quadrat 22x22cm, oder runde Backform von 24-26cm Durchmesser)
  • 100g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 125g Butter
  • 100g weisse Schokolade (Portion 1)
  • 140g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100g weisse Schokolade, mittelfein gehackt (Portion 2)
  • 100g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 250g Heidelbeeren
  • ca. 2 EL Mandelblättchen (alternativ Mandelstifte)
  • zum Bestäuben: wenig Puderzucker (kann auch weggelassen werden)


Zubereiten und Backen
  1. Backform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Backpapier auslegen.
  2. Zucker, Eier und Salz in einer Schüssel 4-5 Minuten schaumig schlagen.
  3. Währenddessen die Butter mit der 1. Portion weissen Schokolade in einer Pfanne schmelzen. Dabei ständig rühren und darauf achten, dass die Masse nicht zu heiss wird. Anschliessend zur Zucker-Ei-Masse geben und kurz unterrühren.
  4. Mehl, Backpulver, gehackte weisse Schokolade (2. Portion) und geschälte Mandeln in einer separaten Schüssel mischen, dann zur Teigmasse geben und zügig untermischen, bis alles gerade so vermengt ist.
  5. Teigmasse in die vorbereitete Backform giessen und glatt streichen.
  6. Heidelbeeren auf die Teigmasse verteilen, zum Schluss Mandelblättchen darüber streuen.
  7. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Blondies herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  9. Vor dem Servieren wenn gewünscht mit etwas Puderzucker bestäuben.


Make your own Blondie - Tipps zum Variieren
Dieses Rezept lässt sich sehr einfach anpassen. Wenn du die Heidelbeeren durch Himbeeren (ganz), Brombeeren (ganz), Kirschen (halbiert) oder Erdbeeren (geviertelt) ersetzt, hast du sofort ein ganz anderes Resultat. Anstelle der Mandeln könntest du z. B. auch Pistazien oder Haselnüsse verwenden: gemahlen für den Teig und gehackt für das Topping. Tob' dich aus und finde das perfekte Blondie-Rezept für deinen Gusto.
 



Donnerstag, 22. Juni 2017

luftige Apéro Bällchen




Wenn sich mal wieder liebe Gäste angemeldet haben und du nach neuen Fingerfood-Ideen suchst, dann habe ich heute etwas ganz Spannendes für dich. Diese Apéro Bällchen sind einem spontanen Backversuch entsprungen, und ich habe gar nicht damit gerechnet, dass ich so begeistert sein werde. Aber tatsächlich sind diese kleinen Dinger so luftig und fein, dass ich gleich eine zweite Portion gebacken und eingefroren habe. Man weiss ja nie, wenn kurzfristig Besuch vor der Türe steht.

Das Rezept eignet sich aber auch frisch zubereitet total als Last-Minute-Idee. Denn die Bällchen sind superschnell gemacht, und irgendwelche geeigneten Zutaten hat man in der Regel immer zu Hause. Geriebener Käse zum Beispiel liegt bei uns immer im Tiefkühler - frisch haben wir in unserem 2-Personen-Haushalt einfach einen zu geringen Gebrauch, zumal wir keine grossen Käse-Tiger sind. Man muss den geriebenen Käse nicht mal auftauen lassen: einfach direkt gefroren ins Rezept kneten. Den Anteil Trutenbrust-Aufschnitt kannst du nach Bedarf auch durch andere Zutaten austauschen. So geht z. B. auch fein gehackter Hinter-, Vorder- oder Rohschinken, Lyoner oder Speck, oder - wenn's vegetarisch sein soll - eignen sich fein gehackte getrocknete Tomaten und/oder Oliven usw. Im Grunde sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt: probiere das Rezept mit verschiedenen Käsesorten aus, füge feine Kräuter hinzu, knete geröstete Zwiebeln in die Teigmasse... egal ob zum Abendessen drinnen oder zum Grillfest unter freien Himmel, hier greift bestimmt jeder gerne zu!

Für die nächsten drei Wochen verabschiede ich mich in eine kurze Sommerpause. Wir lesen uns ab Mitte Juli wieder, und bis dahin hoffe ich, dass du in meinen über 200 abgespeicherten Rezepten fündig wirst wenn du nach einer feinen Backidee suchst. Ich wünsche dir von Herzen wunderschöne Sommerwochen 💗 !


Zutaten für ca. 20 Stück
  • 200g Mehl
  • 0.5 TL Backpulver
  • 0.5 TL Salz
  • 160g Magerquark
  • 2 EL Milch
  • 1 EL Olivenöl
  • 100g geriebener Käse (z. B. Pizza-Mix von Coop, sehr mildes Aroma 😊)
  • 80g Trutenbrust-Aufschnitt, fein gehackt


Zubereiten und Backen
  1. In einer Schüssel Mehl, Backpulver und Salz mischen.
  2. Magerquark, Milch und Olivenöl dazugeben und gut miteinander verkneten.
  3. Geriebenen Käse und fein gehackte Trutenbrust dazugeben ebenfalls darunterkneten und salopp zu einem glatten Teig zusammenfügen.
  4. Aus dem Teig 20 Bällchen formen und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Anhaltspunkt zur Grösse: meine Bällchen waren je ca. 28-30g schwer.
  5. Backen: ca. 20 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Bällchen goldbraun sind.
  6. Bällchen herausnehmen und noch heiss/warm servieren und geniessen.

Tipps zum Einfrieren und Servieren
Wie du oben vielleicht gelesen hast, habe ich nach dem ersten Blech mit 20 Apéro Bällchen gleich noch eine zweite Ladung auf Vorrat fabriziert. Die Bällchen habe ich fixfertig gebacken, sie vollständig auskühlen lassen und dann in einen Gefrierbeutel gesteckt und eingefroren. Aufbacken geht dann folgendermassen: gewünschte Anzahl Bällchen herausnehmen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 10 Minuten antauen lassen. Dann in den auf 180°C vorgeheizten Ofen schieben und 8-10 Minuten aufbacken - fertig. Frisch waren sie vielleicht EIN BISSCHEN luftiger, aber auch aufgebacken haben sie mich völlig überzeugt. Ungebacken habe ich sie bisher noch nie eingefroren. Grundsätzlich geht das bei Apéro Gebäck ja sehr gut, aber da hier ein relativ grosser Anteil Magerquark drinsteckt, habe ich mich für das nachträgliche Einfrieren entschieden. Wenn du jedoch das Experiment wagen möchtest: go for it (und gib' mir gerne Bescheid wenn du magst).

Die Apéro Bällchen schmecken uns pur am besten, mein Mann (vor allem) und ich (tendenziell auch) sind keine grossen Saucen- und Dipp-Fans. Wenn das bei dir genau andersherum ist, dann könntest du auch etwas zum "Tünklen" dazu servieren. Je nach Zutaten vielleicht einen Crème Fraîche-Dipp, eine feine Tomatensalsa, oder eine Sweet & Sour Sauce? Dein Geschmack entscheidet. Und übrigens: superlecker sind die ofenheissen oder -warmen Bällchen auch zum Salatteller. Ach ja, und damit es beim Apéro Gebäck bleibt und dein Hauptgang nicht wegen schon zu vollem Magen verschmäht wird: pro Gast reichen meines Erachtens maximal 3-4 Stück. Dies ist allerdings nur ein Anhaltspunkt und abhängig vom Hunger und Appetit deiner Gäste 😄.