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Sonntag, 17. September 2017

Mandelgugelhopf mit Heidelbeeren




Langsam aber sicher neigt sich die Heidelbeersaison für dieses Jahr ihrem Ende zu. In der Schweiz sind die meisten Felder seit etwa zwei Wochen abgeerntet. Die letzten frischen Beeren aus dem Inland kann man aktuell noch in der Obstabteilung kaufen, und das nahe Ausland verlängert die Saison für ein paar weitere Wochen. Heidelbeeren haben wir allerdings auch immer im Tiefkühler. Sie lassen sich so wandelbar einsetzen, dass wir sie tiefgekühlt vor allem in der Wintersaison nutzen, wenn Apfel und Birne Hochkonjuktur haben und wir uns etwas Abwechslung wünschen. Für diesen feinen Mandelgugelhopf kannst du sowohl frische wie auch Tiefkühl-Heidelbeeren verwenden, so handelt es sich also um ein Ganzjahresrezept.

Und da bin ich auch richtig froh drum, denn dieser feine Mandelgugelhopf wäre viel zu schade um nur in den Sommermonaten gebacken zu werden! Schön mandelig und herrlich locker - nicht so kompakt wie alte, klassische Gugelhopfrezepte. Davor haben nämlich ganz viele Angst: vor trockenen Gugelhopfs (oder Gugelhopfen?!?), die nur mit ganz viel Tee und Kaffee zum Genuss werden, einigermassen... Davor musst du dich hier aber ganz bestimmt nicht fürchten. Also hol' doch mal wieder die Gugelhopfform raus und mache dich an ein ganz besonders hübsches Exemplar für den Sonntags-Kaffee 💗 .


Zutaten für eine kleine Gugelhopfform von ca. 1 Liter Volumen
Für eine grosse Gugelhopfform von ca. 2 Litern Volumen Zutaten verdoppeln, Backzeit kann sich um 10-15 Minuten verlängern.
  • 125g weiche Butter
  • 100g Zucker
  • 1/4 TL Vanillepulver oder Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 100g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 80g Mehl
  • 0.5 Beutelchen Backpulver
  • 50ml Amaretto (ital. Mandellikör), für eine alkoholfreie Variante nimmst du die gleiche Menge Rahm/Sahne und fügst zudem ca. 6 Tropfen Bittermandel-Aroma hinzu
  • 100g frische oder tiefgekühlte Heidelbeeren (wenn tiefgekühlt, dann nicht auftauen, sondern direkt gefroren verwenden), mit 1 TL Mehl vermischt
  • wenig Puderzucker für das Foto-Finish 😉


Zubereiten und Backen
  1. Gugelhopfform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, dann bis zum Befüllen in den Kühlschrank stellen.
  2. Butter, Zucker, Vanillepulver oder -mark und Salz in einer Schüssel 5 Minuten luftig schlagen.
  3. Eier nacheinander dazugeben und jedes gründlich unterrühren.
  4. Mandeln, Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und zusammen mit dem Amaretto (oder Rahm und Bittermandel-Aroma) zur Teigmasse geben. Alles von Hand mit einem Gummischaber unterheben.
  5. Zum Schluss auch die Heidelbeeren dazugeben und behutsam darunterziehen. Tipp: wenn du gefrorene Beeren verwendest, scheint der Teig etwas kompakter da kälter.
  6. Teigmasse in die Gugelhopfform füllen und glatt streichen.
  7. Backen: ca. 35 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  8. Gugelhopf rausnehmen und in der Form ca. 15 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Gitter stürzen, aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
  9. Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.


Abändern erlaubt
Diesen Gugelhopf kannst du natürlich auch problemlos abändern. Vielleicht fügst du im Frühling statt Heidelbeeren klein geschnittene und mit etwas Zucker marinierte Rhabarberstücke hinzu. Oder du nimmst im Sommer saure Johannisbeeren, oder vielleicht sogar Cassis. Selbstverständlich kannst du den Mandelgugelhopf auch ganz ohne Früchte oder Beeren backen und dafür z. B. ein feines Zwetschgenkompott dazureichen. Und wenn du es sehr süss magst, dann könnte ich mir auch fein gehackte weisse Schokolade anstelle der Beeren vorstellen.
 



Mittwoch, 30. August 2017

Heidelbeer Gipfeli




Mit Blätterteig habe ich schon uuuuh lange nicht mehr gebacken. Bei Apérogebäck bin ich ja absolut für Abwechslung und vermeide es, alles in Blätterteig wickeln zu wollen. Für feine Gipfeli ist der Blätterteig aber immer noch einer meiner Favoriten, auch wenn es natürlich mit Hefeteig genauso fein - wenn nicht noch delikater - werden würde. Manchmal sollen Rezepte einfach unkompliziert sein, und wenn ich nun so ein lauwarmes Gipfeli zur Kugel Vanilleeis geniesse, dann habe ich ein perfektes Dessert ohne riesen Aufwand.

Allerdings, ich geb's zu, bin ich überhaupt kein Profi-Gipfeler. Ich ärgere mich beim Einrollen ständig darüber, dass die Enden offen stehen, und bin später dann erleichtert, wenn beim Backen der Blätterteig schön aufgeht und die Enden wie durch Zauberhand verschlossen werden. Wenn du auch ein eher schwieriges Verhältnis zu Blätterteig-Gipfeli hast wie ich, dann schau' dir doch noch meine Tipps ganz am Ende des Rezepts an. Statt Heidelbeer Gipfeli könntest du ja auch Täschli oder eine Jalousie formen. Erlaubt ist, was gefällt und schmeckt.


Zutaten für 8 Gipfeli
  • 1 rund ausgewallter Blätterteig (ca. 32cm Durchmesser)
  • 100g Ricotta
  • 1-2 EL Zucker (je nach dem wie süss du es magst 😊)
  • 2 EL gemahlene geschälte Mandeln (und etwas mehr zum Bestreuen)
  • 1 Bio-Zitrone, davon ca. 1 EL abgeriebene Schale
  • 150g Heidelbeeren, je nach Grösse halbiert oder geviertelt
  • 1 Ei, in Eiweiss und Eigelb getrennt
  • für das Foto-Finish: wenig Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Ricotta mit dem Zucker, den gemahlenen Mandeln und der Zitronenschale gut verrühren, dann die Heidelbeeren dazugeben und unterrühren.
  2. Blätterteig ausrollen und in 8 gleich grosse Dreiecke teilen, etwas auseinanderziehen.
  3. Ränder jedes Dreiecks mit Eiweiss bestreichen. Dann je 1.5-2 TL Füllung auf das breite Ende der Dreiecke platzieren und alle zum Spitz hin behutsam aufrollen. Tipp: rolle die Gipfeli nicht zu satt auf, sie platzen sonst eher beim Backen.
  4. Gipfeli auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Eigelb bestreichen und wenig gemahlenen Mandeln bestreuen.
  5. Backen: ca. 18-20 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Gipfeli goldbraun sind.
  6. Gipfeli rausnehmen, auf einem Gitter abkühlen lassen und vor dem Geniessen mit wenig Puderzucker bestäuben.


Du magst keine Gipfeli formen?
Kann ich verstehen, die können sich nämlich richtig zickig anstellen 😄 . Wenn dich die Kombination von Blätterteig und Heidelbeer-Füllung trotzdem anspricht, dann forme doch z. B. Täschchen, wenn du es klein magst (Beispiel mit herzhafter Kürbis-Mozzarella-Füllung hier). Pro Täschchen wirst du ca. 1-1.5 TL Füllung benötigen, daher sollte die hier genannte Menge recht gut aufgehen, schätze ich. Du magst es lieber gross? Dann könntest du aus diesem Rezept auch eine Jalousie machen (Beispiel mit Rhabarber-Füllung hier). Die Füllmenge könnte auch hier gut reichen, halte aber trotzdem noch einige Heidelbeeren als Reserve bereit, falls du noch etwas mehr benötigst. Tipp zur Jalousie: mische die 2 EL gemahlenen Mandeln nicht unter die Füllung, sondern streue sie lose auf den Teigboden und gib' die restliche Mischung dann darüber. So wird der Boden nicht aufgeweicht beim Backen.



 

Montag, 17. Juli 2017

Blueberry Blondies




Auf was freust du dich nach den Ferien am meisten? Auf das klare und feine Trinkwasser direkt aus dem Schweizer Wasserhahn? Auf die eigene Dusche? Das eigene Bett? Mein Mann und ich reisen fürs Leben gerne, schmieden auf dem Rückweg in die Schweiz meist schon Pläne für die nächste Reise, und doch freuen wir uns jeweils auch auf genau diese Dinge im schönen Heimatland - und auf Familie und Freunde natürlich 😊 . Und so gerne ich mich auf Reisen bekochen lasse, so mag ich es auch gerne wieder selbst in der Küche zu stehen und zu kochen und zu backen, wonach mir gerade ist. Nach drei Wochen Kanada-Urlaub melde ich mich deshalb wieder aus der heimischen Backstube und lege gleich los mit einem (heidel)beerenstarken Rezept.

Ganz bestimmt kennst du Brownies. Die dunklen Schokoküchlein haben überaus feine kleine Schwestern, die zwar nicht ganz so prominent, aber unheimlich lecker sind: die Blondies! Blondies werden mit weisser Schokolade zubereitet und können genauso herrlich variiert werden wie das mit Brownies geht. Wenn du jetzt aber ob der Menge von 200g weisser Schokolade schon den totalen Süss-Schock befürchtest kann ich dich beruhigen: diese Blondies schmecken sehr ausgewogen, sind wunderbar fruchtig mit den Heidelbeeren und saftig fein. Natürlich kannst du dieses Rezept auch nach deinem Gusto abwandeln. Schau' dir dazu doch noch meine Tipps ganz unten an.


Zutaten für eine Brownies-Form von ca. 28 x 18cm
(oder eine Backform von ähnlichem Inhalt, z. B. Quadrat 22x22cm, oder runde Backform von 24-26cm Durchmesser)
  • 100g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 125g Butter
  • 100g weisse Schokolade (Portion 1)
  • 140g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100g weisse Schokolade, mittelfein gehackt (Portion 2)
  • 100g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 250g Heidelbeeren
  • ca. 2 EL Mandelblättchen (alternativ Mandelstifte)
  • zum Bestäuben: wenig Puderzucker (kann auch weggelassen werden)


Zubereiten und Backen
  1. Backform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Backpapier auslegen.
  2. Zucker, Eier und Salz in einer Schüssel 4-5 Minuten schaumig schlagen.
  3. Währenddessen die Butter mit der 1. Portion weissen Schokolade in einer Pfanne schmelzen. Dabei ständig rühren und darauf achten, dass die Masse nicht zu heiss wird. Anschliessend zur Zucker-Ei-Masse geben und kurz unterrühren.
  4. Mehl, Backpulver, gehackte weisse Schokolade (2. Portion) und geschälte Mandeln in einer separaten Schüssel mischen, dann zur Teigmasse geben und zügig untermischen, bis alles gerade so vermengt ist.
  5. Teigmasse in die vorbereitete Backform giessen und glatt streichen.
  6. Heidelbeeren auf die Teigmasse verteilen, zum Schluss Mandelblättchen darüber streuen.
  7. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Blondies herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  9. Vor dem Servieren wenn gewünscht mit etwas Puderzucker bestäuben.


Make your own Blondie - Tipps zum Variieren
Dieses Rezept lässt sich sehr einfach anpassen. Wenn du die Heidelbeeren durch Himbeeren (ganz), Brombeeren (ganz), Kirschen (halbiert) oder Erdbeeren (geviertelt) ersetzt, hast du sofort ein ganz anderes Resultat. Anstelle der Mandeln könntest du z. B. auch Pistazien oder Haselnüsse verwenden: gemahlen für den Teig und gehackt für das Topping. Tob' dich aus und finde das perfekte Blondie-Rezept für deinen Gusto.
 



Donnerstag, 25. Mai 2017

Heidelbeer Quark Glace




Dieses Glace habe ich schon unzählige Male gemacht - es war mein Favorit während meiner Low Carb Phase, denn mit Erythrit anstelle von Zucker liefert ein solches Glace wirklich sehr wenig Kohlenhydrate, dafür gutes Eiweiss. Das Rezept kannst du ohne Aufwand schnell variieren. Zum Beispiel indem du Himbeeren oder Brombeeren anstelle der Heidelbeeren wählst. Oder du mischst verschiedene Beeren zusammen. Oder du halbierst die Quarkmenge und mischst in die eine Hälfte Himbeeren, in die andere Heidelbeeren. Abwechselnd eingefüllt nicht nur ein feines, sondern auch ein hübsches Glace! Auch den Magerquark kannst du ersetzen. Mit Halbfett- oder gar Rahmquark bekommt das Glace zwar etwas mehr Kalorien, wird dafür aber auch cremiger. Und wenn du möchtest, kannst du eine Hand voll Beeren auch nur mit einer Gabel quetschen und dann salopp untermischen. Ich persönlich mag die pürierte Version lieber, aber auch hier gilt einmal mehr: du entscheidest, wie es dir am allerbesten schmeckt!


Zutaten für ca. 4dl Glace-Masse
  • 250g Heidelbeeren
  • 250g Magerquark
  • 4 EL Erythrit oder 2-3 EL Zucker (Tipps zum Süssen findest du hier)


Zubereiten
  1. Heidelbeeren pürieren und durch ein Sieb in eine Schüssel streichen. Tipp: du kannst das "durch's Sieb streichen" auch weglassen wenn's pressiert, die Glaces werden aber kerniger/körniger.
  2. Magerquark und Erythrit dazugeben und alles mit dem Schwingbesen zu einer glatten Masse verrühren.
  3. Abschmecken und Süssgrad überprüfen.
  4. Masse in Eis-am-Stiel-Formen abfüllen und gefrieren.


Nebenbei bemerkt:
Selbstverständlich kannst du auch anderes Obst pürieren und daraus Quark-Glace machen. Aprikosen, Nektarinen, Mango... es eignen sich fast alle Obstsorten, ausser - und das ist wichtig - Ananas, Kiwi und Papaya. Diese Früchte enthalten natürliche Enzyme, die das Eiweiss im Quark quasi "verdauen". Dabei entsteht ein bitterlicher Geschmack, der den Glacegenuss ziemlich vermiest.




Sonntag, 30. April 2017

Heidelbeer Marmorcake




Marmorkuchen sind doch was Hübsches. So dachte ich mir kürzlich, dass Heidelbeeren sich bestimmt toll als farbiger Wirbel machen. Schliesslich färben die dunklen Beeren Müeslis und Smoothies so intensiv, dass sicher ein Muster im Kuchen zu sehen sein würde. Mit dieser Annahme lag ich absolut richtig, allerdings bleiben nur die Beeren selbst schön violett; die übrige Teigmasse wirkt nach dem Backen nicht mehr wirklich violett, wie man auf den Fotos unschwer erkennen kann... (die Farbe ist nicht bearbeitet 😊 ) . So habe ich dir heute gleich im Vorfeld einen ersten Tipp: entweder du lässt die Heidelbeer-Teighälfte naturbelassen und arrangierst dich mit einer violett-ÄHNLICHEN Marmorierung, oder du hilfst mit wenig violetter Lebensmittel-Pastenfarbe nach und bringst die Marmorierung richtig zum Leuchten.

So oder so: sehr begeistert hat meinen Mann und mich bei diesem Backexperiment die Saftigkeit des Kuchens und seine feine beerige Note. Die weisse Schokolade drückt nicht durch, und das soll sie auch nicht, denn sie spendet vor allem feines Vanillearoma und eine Extraportion Geschmeidigkeit.


Zutaten für eine Kastenform von 22-25cm Länge
Auf den Fotos siehst du meinen Marmorkuchen, den ich in einer 25er-Form gebacken habe.

  • 110g weiche Butter
  • 110g Zucker
  • 0.5 Beutelchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 110g geschälte gemahlene Mandeln
  • 80g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 30g weisse Schokolade, fein geraspelt (Bircherraffel)
  • 100g Tiefkühl-Heidelbeeren, aufgetaut, ausgetretene Tauflüssigkeit abgegossen, mit 1 TL Mehl vermischt
  • wenig (ca. 1 TL) abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone


Zubereiten und Backen
  1. Kastenform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.
  2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
  3. Eier nacheinander dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller wird.
  4. Gemahlene Mandeln, Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen, dann zur Teigmasse geben und gründlich unterrühren.
  5. Teig in zwei gleich grosse Portionen aufteilen: in die eine Portion die fein geraspelte Schokolade, in die andere Portion die Heidelbeeren und die Zitronenschale mischen.
  6. Teig entweder abwechslungsweise mit einem Löffel in die Kastenform füllen, oder erst die helle, dann die dunkle Teigmasse einfüllen und mit einer Gabel spiralförmig vermischen.
  7. Backen: ca. 40-45 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Kuchen herausnehmen, 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Deko gewünscht?
Selbstverständlich kannst du den Kuchen ganz nach deinem Wunsch zum Schluss mit Puderzucker bestäuben, weisser Schokoglasur überziehen oder eine Puderzuckerglasur mit dem aus den TK-Heidelbeeren ausgetretenen violetten Saft (oder Wasser) anrühren und verwenden. Mein Kuchen bekam keine Glasur, weil ich ihn in Stücke geschnitten anschliessend eingefroren habe. Jetzt ist immer ein Stück Kuchen bereit, wenn sich die Süsslust plötzlich meldet 😋 .



Sonntag, 29. Mai 2016

American Pancakes




Endlich! Endlich gibt es mal wieder ein neues Rezept auf meinem Blog! Und auch wenn es nicht aus dem Backofen stammt, so ist es doch eines unserer Lieblingsrezepte. Mein Mann und ich verbrachten im April dieses Jahres zwei Ferienwochen in den USA und haben uns dort einmal mehr kulinarisch verwöhnen lassen. Pancakes gehörten natürlich unbedingt dazu, und als wir wieder zu Hause waren und noch etwas unter Fernweh litten habe ich begonnen, an meinem eigenen Pancake Rezept zu schräubeln. Fluffig sollten sie sein und geschmeidig auf der Zunge. Mein lieber Herr Gemahl hat eifrig testgegessen und heute möchte ich dir dieses wunderbare Rezept verraten, das wir so heiss und innig lieben. Es passt zum Sonntags-Brunch genauso wie zum Abendessen, und es ist unheimlich wandelbar. Probier' es aus, es lohnt sich!

Ich möchte heute aber auch die Gelegenheit nutzen, mich für unbestimmte Zeit in Blog-Pause zu verabschieden. Anfang des Jahres habe ich eine neue Position im Unternehmen angenommen, in dem ich seit über sieben Jahren arbeite. Obwohl ich erst dachte, dass ich nach den ersten Monaten wieder mehr Zeit für den Blog finden würde, spüre ich dass ich meine Energien auch weiterhin vor allem für meinen Job brauche und die Freizeit intensiv für die Erholung nutzen muss. Meine neue Aufgabe macht mir viel Spass und birgt so viele Möglichkeiten, dass meine Arbeitstage immer noch überdurchschnittlich lange sind. Zwar backe ich nach wie vor regelmässig und liebe mein süsses Hobby, aber Rezepte zu verbloggen ist viel Arbeit; Fotografieren und Schreiben brauchen viel Zeit, die ich im Moment einfach nicht habe.

Für den Moment hoffe ich deshalb, dass du unter den über 180 Rezepteposts auf meinem Blog genügend Inspiration für deine eigene Backstube findest (wenn es denn je genügend Inspiration geben kann :) ) und dass du Barbara's Backstube nicht ganz vergisst. Denn eines Tages werde ich hier den Faden wieder aufnehmen und backbloggen was das Zeug hält. Ob das in einem Monat, in einem halben Jahr oder später der Fall sein wird, kann ich heute aber noch nicht abschätzen.

Deshalb, für jetzt und ganz fest von Herzen: danke für deine Treue, back' weiterhin viel und geniesse die süssen Seiten des Lebens in vollen Zügen. Wir lesen uns :) .

Deine Barbara Bäcker


Zutaten für 6-7 Pancakes
  • 210g Mehl (z. B. helles Dinkelmehl)
  • 2 EL Zucker
  • 1 gestrichener EL Backpulver
  • 0.5 TL Salz
  • 1 grosses Ei (63g+)
  • 300ml handwarme Milch
  • 40g flüssige Butter
  • 1 TL Vanilleextrakt oder ausgekratztes Mark 1 Vanilleschote
  • nach Wunsch: frische oder angetaute TK-Heidelbeeren
  • zum Ausbacken: (flüssiges) Pflanzenfett, nach Wunsch auch Butter
  • für das Topping nach Belieben:
    - in Stücke geschnittene Erdbeeren
    - Ahornsirup, flüssiger Honig oder Birnen-/Agavendicksaft
    - Schlagrahm / Schlagsahne


Zubereiten
  1. Backofen auf 80°C vorheizen, das Backgitter in die Mitte oder untere Ofenhälfte einschieben und einen (oder mehrere) Teller draufstellen.
  2. In einer Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver und Salz vermischen.
  3. In einer zweiten Schüssel das Ei verquirlen.
  4. Die flüssige Butter in der handwarmen Milch lösen, zusammen mit dem Vanilleextrakt / dem Vanillemark zum Ei geben und alles gut verrühren.
  5. Nun die flüssige Ei-Mischung zur trockenen Mehl-Mischung geben und alles mit einer Gabel gerade so verrühren bis keine Mehlbrocken mehr sichtbar sind. Tipp: die Pancake-Teigmischung scheint jetzt etwas klumpig, das ist absolut ok. Wenn du Pancake-Teig zu lange mischst und z. B. einen Schneebesen oder gar den Mixer benutzt, werden die Pancakes nicht fluffig sondern zäh und recht kompakt.
  6. Für Pancake Nummer 1: ein TL Pflanzenfett in eine beschichtete Bratpfanne geben und auf mittlere Stufe erwärmen (bei 6 Stufen: Stufe 4).
  7. Eine Portion Teig in die Mitte der Pfanne geben. Tipp: damit meine Pancakes alle ungefähr gleich gross werden, benutze ich mein Cup-Mess-Set, entweder die 1/4 Cup-Grösse (60ml Inhalt, gibt ca. 7 Pancakes) oder die 1/3 Cup-Grösse (80ml Inhalt, ergibt ca. 6 Pancakes). Wenn du kein solches Mess-Set besitzt, geht es auch mit Esslöffeln oder einer nicht allzu grossen Suppenkelle.
  8. Nun nach Wunsch die frischen oder angetauten Heidelbeeren auf den flüssigen Teig verteilen.
  9. Nach ungefähr 70-90 Sekunden bilden sich kleine Bläschen an der Teigoberfläche und der Pancake-Rand wird etwas dunkler und fester. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Pancake mit einer flachen Bratschaufe zu wenden und ihn dann auch auf dieser Seite noch etwa 1 bis 2 Minuten fertig zu braten. Den fertigen Pancake transportierst du mit der Bratschaufel vorsichtig auf den Teller im Backofen, damit er auch schön warm bleibt bist du den ganzen Stapel servierst. Wichtig: die genannten Zeitangaben pro Seite sind Anhaltspunkte und können von Herd zu Herd und Pfanne zu Pfanne variieren. Mit der Bratschaufel kannst du jeweils einen kleinen Kontrollblick unter den Pancake riskieren :) .
  10. Für Pancake Nummer 2: reduziere die Temperatur deiner Pfanne (bei 6 Stufen: Stufe 3). Gib ohne weitere Fettzugabe erneut die gleiche Menge Teig in die Mitte der Pfanne, brate den Pancake nach dem gleichen Verfahren wie oben und staple ihn dann anschliessend auf den fertigen Pancake im Backofen.
  11. Alle weiteren Pancakes: je nach Anti-Haft-Beschichtung deiner Pfanne brauchst du überhaupt kein Fett mehr dazuzugeben, oder du gibst nach jeweils 2 Pancakes wieder ein paar Tröpfchen Fett dazu. Finde heraus, wieviel Fett du brauchst; ich plädiere jeweils für so wenig wie möglich.
  12. Wenn alle Pancakes fertig sind kannst du als Topping z. B. frisch geschnittene Erdbeeren auf den Stapel verteilen, etwas Ahornsirup darüber giessen und einen Klecks Schlagsahne / Schlagrahm drauf geben. Lecker!


Pancakes - (fast) alles ist möglich
Die Variante mit Heidelbeeren im Teig und Erdbeeren als Topping sind bei uns zu Hause der absolute Favorit - auf meinem Teller mit etwas Ahornsirup über alles :) . Du kannst aber deine ganz eigenen Vorlieben umsetzen. Hier ein paar Beispiele:
  • Teig variieren:
    - 1/4 bis 1/3 des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen (Ergebnis wird leicht fester)
    - Teig mit Zimt oder anderen Gewürzen anstelle von Vanille aromatisieren
    - Kakao- oder Schokoladenpulver unter das Mehl mischen
    - grob gehackte Nüsse, Bananenscheiben oder andere kleine Früchte auf den Teig streuen
    - grob gehackte Schokolade oder Schoko-Tropfen auf den Teig streuen
  • Topping variieren:
    - andere frische Früchte über die Pancakes legen (z. B. Bananenscheiben)
    - Kompott über die Pancakes geben (z. B. Apfel- oder Kirschkompott)
    - leicht gesüsstes Beerenpüree oder anderes Fruchtpüree über die Pancakes träufeln
    - Schokoladensauce über die Pancakes giessen und mit Schlagsahne/-rahm toppen




Sonntag, 9. August 2015

Sommerbeeren Quarkwähe




Heute möchte ich den Sommerbeeren eine kleine Liebeserklärung aussprechen. Die Auswahl an Beeren ist im Moment so gross, dass es eine wahre Freude ist durch die Früchteabteilung zu streifen. Wunderbar farbig und gesund sind die kleinen und grossen Beeren so richtig wandelbar: ins Frühstücksmüesli gerührt, in Muffins verbacken, zu Smoothies gemixt... sie schmecken einfach in jeder Form. Und deshalb gab es kürzlich eine Sommerbeeren Quarkwähe zum Abendessen, die herrlich saftig war. Das Rezept funktioniert mit Mager- und Halbfettquark gleichermassen; nur Rahmquark würde ich nicht empfehlen, da die Wähe sonst viel zu üppig wird. Anstelle des Quarkteigs kannst du auch einen normalen Mürbeteigboden verwenden. Und wenn du den Mix an Beeren nicht magst, wählst du einfach eine Sorte aus und fügst evt. noch etwas Vanillezucker hinzu. Oh Sommer - wie schön, dass du uns so verwöhnst! :)



Zutaten für ein rundes Kuchenblech von ca. 24cm Durchmesser
(für eine kleine Form von 18cm Durchmesser Zutaten halbieren, für eine grosse Form von 30cm Durchmesser Zutaten verdoppeln)
  • Quarkteig
    - 115g Mehl
    - 1 Prise Salz
    - 1-2 TL Zucker
    - 40g kalte Butter
    - 125g Quark
  • Quarkguss
    - 2 Eier
    - 50g Zucker, nach Belieben mehr
    - 200g Quark
    - 1 EL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 1/2 Bio-Zitrone, abgeriebene Schale und 1 EL Saft
  • zusätzlich
    - 250g verschiedene Beeren, gewaschen und abgetropft
    - nach Wunsch etwas Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Teig zubereiten: Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Kalte Butter in Stücken dazugeben und mit den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben. Dann den Quark dazugeben und alles kurz mit einer Gabel verrühren und zu einem glatten Teig zusammenfügen. Tipp: der Teig darf nicht zu sehr geknetet werden, da er sonst zäh und hart wird. Anschliessend für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  2. Quarkguss zubereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schwingbesen ordentlich verrühren.
  3. Wähe zubereiten: Kuchenblech mit Backpapier auslegen und Rand bebuttern, oder die Form ganz mit Butter ausreiben. Quarkteig aus dem Kühlschrank nehmen und auf etwas Mehl in Kuchenblech-Grösse auswallen, Form mit dem Teig auslegen, evt. Ränder begradigen und den Boden mit einer Gabel dicht einstechen. Beeren auf den Teigboden verteilen und den Quarkguss darübergiessen.
  4. Backen: ca. 35 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Wähe goldbraun ist. Garprobe: wenn du mit einem glatten Messer in die Mitte der Wähe stichst, dürfen beim Herausziehen keine Gussstücke kleben bleiben.
  5. Wähe herausnehmen und vor dem Geniessen vollständig auskühlen lassen, nach Wunsch mit etwas Puderzucker bestreuen.



Auch am nächsten Tag noch ein Genuss:
Die Quarkwähe bleibt auch am zweiten und dritten Tag wunderbar saftig, wenn du sie gut einpackst und im Kühlschrank aufbewahrst.



Donnerstag, 12. März 2015

Eisschloss Torte (Apfel-Mascarpone- / Heidelbeer-Joghurt-Füllung)




Zum fünften Geburtstag meiner jüngsten Nichte habe ich mich wieder an ein Motivtortenprojekt gewagt. Das kleine Mäuschen fährt immer noch total auf den Disney Animationsfilm "Die Eisprinzessin" ab, und das Geburtstagskind liebt vor allem die Figur Anna sehr. Für ihre grosse Schwester, die Elsa lieber mag, habe ich im letzten Jahr eine Elsa-Torte kreiert. Also galt es dieses Jahr eine neue Idee zu entwickeln, und da ich mich schon lange an einer zweistöckigen Motivtorte versuchen wollte, habe ich mir ein Eisschloss ausgedacht. Die ganze Torte hat ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen, schwierig ist das Projekt aber nicht. Es gilt ein paar "statische" Punkte zu beachten, damit auch alles schön hält und nicht einstürzt. Netter Nebeneffekt: durch die zwei Geschosse konnte ich mir gleich zwei neue Füllungen ausdenken, und so gab es für die Gäste auch direkt eine tolle Auswahl. Und das alles steckt drin:


Der Kuchen - das Wunderrezept
Es ist und bleibt mein Favorit, das Wunderrezept. Es ist so luftig und locker wie ein Biskuit, dabei aber viel feiner und nicht so "gummig". Ausserdem lässt es sich leicht variieren, und so habe ich das Rezept auch dieses Mal wieder an die Füllungen angepasst. Du findest die Anleitung zum Wunderkuchen bei meiner Captain America Torte. Folgendes habe ich gebacken:
  • 1x Springform von 18-20cm Durchmesser (Rezeptmenge genau so übernommen, anstelle von 100ml Eierlikör 100ml Apfelsaft verwendet), 2x horizontal geteilt
  • 3x Springform von 10-12cm Durchmesser (Rezeptmenge halbiert, anstelle von 50ml Eierlikör 50ml Naturejoghurt verwendet, das entspricht ca. 46g). Achtung: die Backdauer verringert sich, deshalb bereits ab 15-20 Minuten gut beobachten und ggf. Stäbchenprobe machen.


Die Füllungen - grosse Torte: Heidelbeer-Joghurt-Creme
Selbstverständlich klappt dieses Rezept nicht nur mit Heidelbeeren, sondern auch mit anderen Beeren. Mit
dem Joghurt wird die Füllung nicht ganz so fest wie mit Quark und eignet sich deshalb nicht für Motivtorten, auf die schwere Deko kommt, ausser man verwendet Stützen wie hier in diesem Fall. Lecker war sie sehr, schön fruchtig und leicht.
  • Zutaten für eine Torte von 18-20cm Durchmesser, 2 Schichten
    - 4 Blatt Gelatine
    - 200g Heidelbeeren (wenn Tiefkühlbeeren, dann aufgetaut)
    - 50g Puderzucker
    - 2 EL Zitronensaft
    - 250g Joghurt
    - 1,5dl Vollrahm / -sahne, steif geschlagen
  • Zubereiten
    1.) Gelatine-Blätter für 10 Minuten in kaltes Wasser einlegen.
    2.) Heidelbeeren mit Puderzucker und Zitronensaft pürieren, durch ein Sieb streichen und dann mit dem Joghurt mischen.
    3.) Gelatine ausdrücken und mit 2 EL siedendem Wasser auflösen, 1 EL der Heidelbeer-Joghurt-Masse dazumischen, dann alles zurück zur Heidelbeer-Joghurt-Masse geben und gut unterrühren. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen, bis die Masse am Rand leicht fest wird.
    4.) Masse aus dem Kühlschrank nehmen und durchrühren. Dann den steif geschlagenen Rahm / die steif geschlagene Sahne dazugeben und vorsichtig unterheben. Torte füllen.



Die Füllungen - kleine Torte: Apfel-Mascarpone-Creme
Eine Füllung mit Äpfeln hatte ich bisher noch nie gemacht, und eine hübsche zweifarbige in einer Motivtorte auch noch nicht. So ist die Idee zu dieser Füllung entstanden, und die werde ich auf jeden Fall wieder machen. Ausserdem wird sie schön fest - fester als die Heidelbeer-Joghurt-Creme - und eignet sich deshalb wunderbar für so ein Projekt.
  • Zutaten für eine Torte von 10-12cm Durchmesser, 2 Schichten
    Mascarpone-Masse
    - 1 Blatt Gelatine
    - 1 EL Zitronensaft und 1 EL abgeriebene Zitronenschale
    - 80g Mascarpone
    - 20g Zucker
    - 1 EL Apfelsaft
    - 0,5dl Vollrahm / -sahne, steif geschlagen
    Apfel-Masse
    - 1 kleiner Apfel, geschält und in kleine Würfelchen geschnitten
    - 1dl Apfelsaft
    - 1 EL Zitronensaft
    - 2 Blatt Gelatine
  • Zubereiten
    Mascarpone-Masse
    1.) Gelatineblatt für 10 Minuten in kaltes Wasser einlegen.
    2.) Zitronensaft und -schale, Mascarpone und Zucker gut verrühren.
    3.) Apfelsaft in einer kleinen Pfanne erwärmen, Gelatine ausdrücken und im Apfelsaft auflösen.
    4.) 1 EL der Mascarpone-Mischung zur Gelatine geben und einrühren, dann alles zurück zur Mascarpone-Mischung geben und gründlich unterrühren.
    5.) Masse für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen, anschliessend kurz durchrühren und dann vorsichtig den steif geschlagenen Rahm / die steif geschlagene Sahne unterheben. Torte füllen.
    Apfel-Masse
    1.) Gelatineblätter für 10 Minuten in kaltes Wasser einlegen.
    2.) Apfelwürfel mit 1 EL Apfelsaft und ganzem Zitronensaft in einer Pfanne 5 Minuten auf mittlerer Stufe dünsten, abkühlen lassen.
    3.) Restlichen Apfelsaft ebenfalls erwärmen, Gelatine ausdrücken und im Apfelsaft lösen, kalt stellen. Sobald der Apfelsaft gelartig fester wird, die Apfelwürfel unterrühren. Torte füllen.


Der Mantel - Swiss Meringue Buttercream
Auch hier wieder eine alte Bekannte, und immer wieder gut gelungen. Gerade bei der Heidelbeer-Joghurt-gefüllten Torte habe ich die Ränder etwas stärker mit Buttercream eingemantelt, damit auch wirklich nichts Fruchtiges durchdringt und der Fondant-Mantel gut geschützt ist. Das Rezept findest du auch hierfür wieder bei der Captain America Torte. Bezüglich der Menge habe ich alles auf 5 Eiweisse hochgerechnet und hatte schlussendlich noch etwas übrig.



Der Torten- und Dekokleber - Royal Icing
Als Sicherheitskleber und für das Anbringen verschiedener Dekoelemente habe ich noch etwas Royal Icing / Eiweissspritzglasur hergestellt. Das Zubereiten ist sehr einfach: 1 Eiweiss mit 150-200g Puderzucker erst auf niedriger, dann auf hoher Stufe 5-10 Minuten verrühren. Je nach gewünschter Konsistenz etwas mehr Puderzucker einarbeiten, oder tröpfchenweise (!) Zitronensaft oder Wasser dazugeben. 



Die Hochzeit - Torte zusammensetzen
  1. Die untersten Kuchenböden je auf ein richtig passendes Cake Board stellen. Die gibt es z. B. bei Bakeria in den unterschiedlichsten Grössen als Einwegmaterial. Einen Tortenring um die Kuchenböden legen (klappt aber auch mit dem Springformenrand und etwas Backpapier) und Torten befüllen.Bevor ich die Füllungen jeweils eingefüllt habe, habe ich die Kuchenböden mit 1 EL, rsp. 1 TL Zitronensaft leicht bepinselt. Sobald die Kuchen gefüllt sind, sollen sie für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank, damit die Füllungen schön fest werden.
  2. Tortenring, rsp. Springformenrand entfernen und Torte mit Swiss Meringue Buttercream gründlich einstreichen, so dass die Füllungen gut abgedichtet sind. Dabei darauf achten, dass die Kuchen auch wirklich gerade und eben sind, damit das Schloss nicht schief wird. Dann müssen die Torten erneut für 30-60 Minuten im Kühlschrank ruhen.
  3. Beide Torten mit weissem Rollfondant einmanteln, inklusive Cake Board. Für die kleine Torte habe ich netto ca. 230g Rollfondant gebraucht, für die grössere Torte ca. 430g. Tipp: da du beim Ausrollen immer etwas mehr verwenden solltest, decke erst die grosse, dann die kleine ein. Insgesamt habe ich mir 1kg weissen Rollfondant und 250ml blauen bestellt.
  4. Torten stapeln: damit das Gewicht der oberen Torte die untere Torte nicht eindrückt, habe ich 3 Tortenstützen in den unteren Kuchen gesteckt. Diese kann man z. B. bei Bakeria kaufen, und die Stäbchen können mit einer Zange ganz leicht auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Dafür ein Stäbchen in die Torte stecken, Länge markieren, vorsichtig herausziehen und auf die anderen Stäbchen übertragen. Alle gleich lang abschneiden, damit alles schön gerade bleibt. Dann alle drei Stäbchen so verteilt einstecken, dass sie das Gewicht der kleineren Torte gleichmässig tragen können. In die Mitte der Stäbchen etwas Royal Icing geben und die kleine Torte aufsetzen. Durch das Royal Icing rutscht sie nicht mehr weg.
  5. Tipps zur Dekoration: am Vortag habe ich bereits die Türmchen hergestellt. Hierzu habe ich etwas weissen Rollfondant mit CMC gestärkt, so wird er besser modellierbar und trocknet ganz hart aus - Rollfondant hingegen bleibt brüchig. Das "Backsteinmuster" habe ich mit einer Strukturrolle eingeprägt und dann die zurecht geschnittenen Rechtecke um eine leere WC-Papier-Rolle, rsp. Haushaltspapierrolle gelegt und mit etwas Lebensmittelkleber befestigt. Das grosse Türmchen war 14cm hoch (ohne Dach), das kleine 6cm. Das Dach besteht ebenfalls aus mit CMC gestärktemRollfondant (weiss und blau gemischt bis zum gewünschten Farbergebnis, ca. 1 : 5). Tipp: wenn du Farben mischen musst, schreibe dir immer auf wieviel du von welcher Farbe genommen hast. Musst du mehr herstellen, gelingt dir mit Abwiegen wieder der identisch gleiche Farbton. Alle anderen Dekoelemente sind entweder aus Rollfondant, der mit Lebensmittelkleber angeklebt wurde, oder aus Royal Icing, das aufgespritzt wurde. Die Türmchen und deren Dächer wie auch die Spielfiguren sind mit Royal Icing befestigt. Den Übergang von der grossen zur kleinen Torte habe ich absichtlich nicht mit Royal Icing dekoriert, damit man beim Anschneiden ganz leicht mit einem Messer oder Spachtel unter das kleine Cake Board fahren kann und die Torte abheben kann.

Diese Torte ist über 2.5 Tage entstanden :) . Du hast Fragen zum Zeitmanagement? Dann besuch doch nochmals meine Captain America Torte. Dort habe ich ein paar Hinweise zu einem möglichen Ablauf geschildert.