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Montag, 8. Januar 2018

Baumnuss Orangen Torte




Vor kurzem ist mir aufgefallen, dass ich schon viel zu lange keine Torte mehr gebacken habe. Das liegt unter anderem auch daran, dass ich selbst kein so grosser Torten-Tiger bin - vielfach sind mir die hübschen Dessertstücke einfach zu mächtig, so dass ich lieber ein Stück Kuchen habe. Zu speziellen Anlässen ist eine Torte aber nicht vom Dessertbuffet wegzudenken, so zum Beispiel zum Neujahrskaffee mit lieben Freunden. Da aber die Festtage - von einigen auch liebevoll Fresstage genannt 😄 - gerade hinter uns lagen, wollte ich eine schwere Torte vermeiden und habe mir deshalb etwas fruchtig Leichte(re)s ausgedacht. Und was bietet sich da mehr an, als die Kombination von Quark und Orangen?!

Die Basis bildet ein luftiger Baumnussbiskuit, den du natürlich auch wahlweise mit gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen zubereiten kannst. Viele scheuen sich davor Biskuit zu backen, dabei braucht es gar keine Zauberformel dazu. Wichtig ist, dass du a) alle Zutaten schön bereitstellst, b) dass die Schüssel, in der du das Eiweiss steif schlägst, fettfrei ist, und c) dass du beim Zusammenfügen des Teigs behutsam vorgehst und von Hand, also mit einem Gummischaber, alle Zutaten vermengst. Ach ja, und beim Backen muss der Ofen wirklich gut vorgeheizt sein. Wenn ich Biskuit backe, lege ich immer einen Backofenthermometer mit aufs Kuchengitter. Denn auch wenn der Backofen schon meldet, dass die Temperatur erreicht ist, fehlen meist noch etwa 40°C bis zur gewünschten Zieltemperatur. Wenn du den Biskuit bei zu geringer Temperatur in den Ofen schiebst, wird er nicht gleichmässig aufgehen. Mit diesen Tipps hoffe ich, dir die Angst vor Biskuit etwas zu nehmen. Und wenn doch mal eine Delle oder ein Hügel entsteht: es gibt ja immer noch Messer zum begradigen. Schön eingekleidet in die Deko merkt keiner deiner Gäste, dass der Biskuit nicht perfekt aus dem Ofen gekommen ist 😉 .



Zutaten für eine Springform von 18-20cm Durchmesser und eine Lage Füllung
Für eine grosse Springform von 24-26cm Durchmesser alle Zutaten verdoppeln (die Backzeit für den Baumnussbiskuit verlängert sich ca. um 5-10 Minuten). Möchtest du zwei Lagen Füllung machen, dann solltest du die Zutaten für die Füllung mind. x3 oder sogar x4 berechnen, je nach dem wie hoch die Füllung werden soll.
  • für den Baumnussbiskuit
    - 60g Zucker
    - 1 TL Vanillezucker
    - 3 Eigelb
    - 1 EL heisses Wasser
    - 3 Eiweisse
    - 1 Prise Salz
    - 1.5 EL Zucker
    - 80g Baumnüsse / Walnüsse, im Cutter gemahlen
    - 60g Mehl
    - 1 TL Stärke (z. B. Maizena)
  • für die Füllung
    - 4 Bio-Orangen
    - 250g Halbfettquark
    - 60g Puderzucker (oder nach Belieben mehr)
    - 3 Blätter Gelatine, 10 Minuten in kaltes Wasser eingelegt
    - 2 EL siedendes Wasser
    - 2.5dl Vollrahm / Sahne, mit 1 Beutelchen Rahmhalter / Sahnesteif steif geschlagen
  • für die Deko
    - ca. 50g Baumnüsse / Walnüsse, gehackt


Zubereiten, Backen und Fertigstellen
Einige Streifen Backpapier unter dem Biskuit
schützen die Tortenplatte vor Verschmutzung;
am Schluss einfach vorsichtig rausziehen.
  1. Baumnussbiskuit backen (geht sehr gut am Vorabend): die Springform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder vollständig mit Backpapier auslegen. Zucker, Vanillezucker, Eigelb und heisses Wasser in einer Schüssel ca. 5 Minuten schaumig rühren. Eiweisse in einer separaten Schüssel mit der Prise Salz steif schlagen, dann den Zucker dazugeben und kurz weiterschlagen, bis die Masse glänzt. Gemahlene Nüsse, Mehl und Stärke in einer dritten Schüssel vermischen. Dann sowohl die Eiweiss- wie auch die Mehl-Masse zur Eigelb-Masse geben und alles behutsam von Hand mit einem Gummischaber unterheben. Die luftige Teigmasse in die Springform füllen, kurz glatt streichen und sofort backen: ca. 20-25 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe! Biskuit herausnehmen, ca. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Sobald er vollständig ausgekühlt ist, oder am nächsten Tag, Biskuit 1x waagerecht halbieren, damit zwei gleich grosse Lagen entstehen. Einen grossen Biskuit kannst du wenn gewünscht auch in drei Lagen schneiden. Tipp: ist beim Backen ein Hügel entstanden, oder der Biskuit ist leicht eingesunken, dann begradige erst den Biskuit und schneide ihn dann in Lagen.
  2. Füllung zubereiten: von einer Orange die Schale abreiben, von allen vier
    Orangen die Fruchtfilets herausschneiden. Das übrig gebliebene Fruchtfleisch in ein Gefäss auspressen und Saft auffangen. Quark, Puderzucker und abgeriebene Orangenschale gut verrühren. Dann die Gelatine ausdrücken und mit dem siedenden Wasser auflösen. 1-2 EL der Quarkmasse zur Gelatine geben und gut verrühren, anschliessend alles sofort unter die restliche Quarkmasse mischen und gut verrühren. Füllung kühl stellen, bis sie leicht fest ist (20-30 Minuten). Glatt rühren, dann die Hälfte des steifgeschlagenen Rahms vorsichtig unterziehen. Die andere Hälfte des Schlagrahms füllst du in einen Spritzbeutel mit gewünschter Tülle und legst ihn in den Kühlschrank.
  3. Torte zusammensetzen: erste Lage Biskuit auf die gewünschte Kuchenplatte
    stellen. Mit 2 EL aufgefangenem Orangensaft beträufeln, 2/3 der Orangenfilets auflegen und dann mit 2/3 der Füllung bestreichen. Zweite Lage Biskuit auflegen und zart festdrücken. Dann die restliche Füllung gleichmässig an die Ränder und auf die Oberfläche der Torte verteilen und glatt streichen. Die Ränder mit gehackten Baumnüssen bestreuen. Zum Schluss die übrig gebliebenen Orangenfilets kurz auf einem Küchenpapier etwas "abtrocknen" und nach Wunsch auf die Torte legen und mit dem restlichen Schlagrahm kleine Deko-Tuffs aufspritzen, ebenfalls mit gehackten Baumnüssen bestreuen. Torte vor dem Servieren mind. nochmals 30 Minuten kühl stellen, besser sind 60 Minuten. Tipp: wenn du eine grosse, 3-lagige-Torte machst, verfährst du mit der zweiten Schicht Füllung genau gleich wie mit der ersten. 


Noch ein paar kleine Tipps am Rande...
Dass du die Baumnüsse auch durch andere Nüsse ersetzen kannst, habe ich schon im Einleitungstext geschrieben. Sehr hübsch wird die Torte auch, wenn du halb (Blond-)Orangen und halb Blutorangen verwendest. Natürlich eignen sich auch Clementinen für dieses Rezept, du brauchst einfach ein ganzes Stück mehr von der Anzahl her, und anstelle Filets herauszutrennen schneidest du die kleinen Früchtchen vielleicht eher in Stücke. Zu guter Letzt: wenn weder Kinder, Schwangere noch Stillende am Tisch sitzen, könntest du den Biskuit auch mit Grand Marnier anstelle von Orangensaft tränken.



Sonntag, 12. Februar 2017

Ovomaltine Crunchy Brownies

 


Manchmal muss es einfach eine Extraportion Schokolade sein. Zum Beispiel wenn sich der Sonntag grau und kalt zeigt. Oder wenn die Laune gerade auf Halbmast hängt. Oder wenn man vor lauter Stress nicht aus dem Rotieren rauskommt. Oder auch ganz ohne Grund. Bei meinem vorigen Arbeitsort haben wir dazu jeweils einfach Folgendes gesagt: "Öppis für's Gmüet". Und diese superschokoladigen, geschmeidigen und feuch-zarten Ovomaltine Crunchy Brownies streicheln auf jeden Fall die Seele!

Lass' dich vom Namen "Crunchy" aber nicht verwirren: die Brownies sind nicht knusprig - das gehört sich auch nicht für Brownies 😀. Der Begriff rührt daher, dass ich nicht nur normale und dunkle Ovomaltine Schokolade für das Rezept verwendet habe, sondern auch noch Ovomaltine Crunchy Brotaufstrich hinzugefügt habe. Und mhm, diese Geschmeidigkeit ist einfach wunderbar! So hat sich dieses neue Brownie Rezept ganz unerwartet zu einem unserer Schoko-Favoriten entwickelt - einfach super wenn sich spontane Backlust in sowas Tolles verwandelt!

Schau' dir für ein paar Anregungen zum Abändern und anders Präsentieren auch noch meine Tipps am Ende des Rezepts an, gerade wenn du vielleicht nicht ganz alle Ovo-Zutaten zu Hause hast. Und jetzt wünsche ich dir ganz viele Verwöhnmomente an diesem Sonntag - die beginnen sofort ab dem Moment, wenn du die Brownies in den Ofen schiebst und sich schokolaaaadiger Duft in der ganzen Wohnung ausbreitet 💗 !



Zutaten für ein Brownieblech von ca. 28 x 18cm
(oder eine andere Backform von ähnlichem Inhalt)
  • 100g Ovomaltine Schokolade Noir
  • 60g Ovomaltine Schokolade
  • 125g Butter
  • 3 Eier
  • 150g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 80g Ovomaltine Crunchy Brotaufstrich
  • 100g Mehl
  • 100g Baumnüsse, grob gehackt
  • 0.5 TL Backpulver
  • nach Belieben zum Bestäuben:
    - Ovomaltine Pulver. Alternativ: anderes Schokoladenpulver oder Puderzucker



Zubereiten und Backen
  1. Brownieform oder anderes Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Backpapier auslegen.
  2. Beide Ovomaltine Schokoladen grob hacken und zusammen mit der Butter in einer Pfanne behutsam schmelzen.
  3. Währenddessen Eier mit Zucker und Salz in einer Schüssel 5-10 Minuten schaumig schlagen.
  4. Geschmolzene Schokolade-Butter-Mischung zusammen mit dem Ovomaltine Crunchy Brotaufstrich unter die Eimasse mischen.
  5. Zum Schluss Mehl, gehackte Baumnüsse und Backpulver vermischen und ebenfalls unter die Masse rühren.
  6. Teigmasse in die Backform füllen und glatt streichen.
  7. Backen: 25-30 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Tipp: die Browniemasse ist noch recht weich, wenn du sie aus dem Ofen nimmst; sie verfestigt sich erst beim Abkühlen. Achte also auf die Ränder: wenn sie Farbe angenommen haben, sind die Brownies fertig. Die Stäbchenprobe funktioniert aufgrund des hohen Schokoladengehaltes nur bedingt.
  8. Blech herausnehmen, vollständig auskühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen und in gleichmässige Quadrate oder Rechtecke schneiden. Kurz vor dem Servieren (s. nächster Tipp) mit Ovomaltine Pulver, Schokoladenpulver oder Puderzucker bestäuben. Tipp: Ovomaltine Pulver zieht Feuchtigkeit und wird klebrig wenn du es zu lange vor dem Servieren aufstäubst. Tipp: selbstverständlich kannst du die Brownies auch mit einer dunklen Schokoglasur besprenkeln, oder du lässt sie ganz "nature" ohne ein Topping.


Tipps für alternative Zutaten und andere Form
Wenn du nur runde Backbleche zu Hause hast, nutze eine Form von 24cm Durchmesser für dieses Rezept und schneide normale Kuchenstücke anstelle der Brownie-Quadrate. Mit etwas Schlagrahm / -sahne serviert hast du aus dem Brownie-Rezept ganz einfach einen tollen, schnellen Ovomaltine-Blechkuchen gezaubert. Lecker!
Wenn du magst kannst du auch normale Milch- und Zartbitterschokolade anstelle der Ovomaltine Schokoladen für dieses Rezept nutzen, und/oder sogar die ganzen 160g mit Zartbitter- oder Ovomaltine Schokolade noir besetzen.
Kein Ovomaltine Crunchy Aufstrich zu Hause? Dann kannst du auch Nutella verwenden. Wenn du das Rezept noch etwas mehr "nutellaiger" gestaltet möchtest, ersetzt du die Baumnüsse durch grob gehackte Haselnüsse.




Sonntag, 22. Januar 2017

Dattel Baumnuss Streuselmuffins




Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass mein letztes veröffentlichtes Muffins-Rezept tatsächlich schon ganze zehn Monate zurück liegt. Zehn Monate! Wie konnte ich bloss ohne die kleinen Süssen auskommen; sind sie doch die ideale Kuchenportion, praktisch aus der Hand zu essen und schnell zubereitet. Man kann sie gut mitbringen, vorbereiten, einfrieren... Und die Möglichkeiten bei den Aromen sind schier unbegrenzt. Höchste Zeit also, dich endlich mit einem weiteren Muffins-Rezept zu inspirieren. Heute im Mittelpunkt: Datteln und Baumnüsse.

Datteln und Baumnüsse sind für mich genauso ein Aroma-Powerpärchen wie Apfel und Zimt oder Tomate und Basilikum. Zur Weihnachtszeit sind die sogenannten Nussdatteln (mit einer Baumnusshälfte gefüllte Datteln) fast überall zu finden und gehören schon fast in die Kategorie "Soulfood" - sie erinnern mich intensiv an meine Lehrzeit. Hach, die guten alten Zeiten... 😉

Um die Aromen zu verfeinern habe ich etwas Orangenschale und Kirsch dazu kombiniert, und das Ergebnis ist ein fast schon seelenschmeichelnder Muffin, der beim Backen herrlich schön aufgeht und richtig lecker "kuchig" ist. Und die Streusel? Naja, alles ist besser mit Streusel, nicht wahr?


Zutaten für 10 Streuselmuffins
  • 100g weiche Butter
  • 140g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1 Bio-Orange, nur abgeriebene Schale
  • 4 EL Kirsch (für eine alkoholfreie Variante siehe Tipp bei Punkt 6 unten)
  • 100g Datteln (entsteint gewogen), fein gehackt
  • 80g Baumnüsse, gehackt
  • 180g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • für die Streusel
    - 20g kalte Butter
    - 20g Zucker
    - 30g Mehl
    - 20g Baumnüsse, gehackt


Zubereiten und Backen
  1. 10 Vertiefungen einer Muffinsform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder 10 Vertiefungen mit Papierbackförmchen auslegen.
  2. Zuerst die Streuselmasse zubereiten. Hierzu alle 4 Zutaten in einer Schüssel von Hand verkneten und kühl stellen.
  3. Dann den Muffinsteig zubereiten:
  4. Butter, Zucker und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
  5. Eier nacheinander dazugeben und alles einige Minuten luftig rühren.
  6. Orangenschale, Kirsch und fein gehackte Datteln gründlich darunterrühren. Tipp: für eine alkoholfreie Variante ersetzt du den Kirsch durch die gleiche Menge Orangensaft. Das Endergebnis wird zwar etwas "orangiger", harmoniert aber wunderbar mit den Datteln und Baumnüssen.
  7. Gehackte Baumnüsse mit Mehl und Backpulver mischen, dann ebenfalls dazugeben und alles gut verrühren.
  8. Teig in die 10 Vertiefungen des Muffinsblech verteilen, ca. 3/4 voll. Dann die Streuselmasse darüberkrümeln.
  9. Backen: 20-25 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  10. Muffins herausnehmen, einige Minuten im Backblech abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Muffins einfrieren
Auch diese Muffins lassen sich - wie so viele andere auch - problemlos auf Vorrat einfrieren. Dazu die Muffins erst vollständig auskühlen lassen, dann in einen Tiefkühlbeutel geben und gut verschlossen einfrieren. Wenn dich der Süsshunger packt, oder sich spontan Besuch anmeldet, nimmst du die gewünschte Anzahl Muffins aus dem Beutel, stellst sie auf ein Kuchengitter und nach ca. 30-45 Minuten sind sie genussbereit.





Dienstag, 13. Dezember 2016

Randen Brötchen mit Baumnüssen




Der Duft von frischgebackenen Brötchen ist doch kaum zu überbieten, nicht wahr? Auch mein Mann hat gleich gestrahlt als er nach der Arbeit zur Tür hineinkam und ihm ein verheissungsvoller Duft in die Nase stieg. Als er dann diese rosa Brötchen entdeckte war er erst skeptisch, dann neugierig: was zum Geier sind das für Brötchen?!? Nichts Künstliches färbt die kleinen Runden so intensiv, sondern eine ganz und gar gesunde Zutat, nämlich Rande, bzw. rote Bete. Stell' dir mal die "Oh's" und "Ah's" deiner Gäste vor, wenn du diese leckeren Brötchen zum Salat deines Weihnachtsmenüs reichst, oder ins Brotkörbchen zum Weihnachtsbrunch legst! Auch das besonders wählerische Töchterchen wirst du mit einem "Prinzessinnen-Brötchen" zum Frühstück überzeugen können 😊.

Kompliziert ist der Teig überhaupt nicht, aber er braucht etwas Zeit - wie immer wenn man mit Hefeteig hantiert. Das Ergebnis lohnt allemal den Aufwand, denn die Randenbrötchen schmecken einfach herrlich und die Rande ist sehr zurückhaltend, spendet aber die tolle Farbe und genau die richtige Feuchtigkeit für ein perfektes Brötchen. Wenn du keine Baumnüsse magst, kannst du natürlich auch Pekan- oder Haselnüsse grob hacken und einarbeiten. Und wenn du nicht schon morgens um 4.00 Uhr aufstehen magst für ofenfrische Brötchen, oder alles stressfrei am Vortag vorbereiten möchtest, solltest du dir den Tipp am Ende dieses Posts anschauen. Damit zauberst du die Brötchen nämlich auch an Tag 2 wieder backfrisch auf den Tisch - wenn denn noch nicht alle wegschnabuliert sind!

In diesem Sinne: think pink - und guten Appetit 💗 .


Zutaten für 8 Brötchen
Ein Hefeteig wird aufgezogen
Quelle: www.schweizerfamilie.ch,
Foto von Andreas Thumm
  • 150g Vollkornmehl
  • 150g Weissmehl + etwas mehr zum Bestäuben
  • 1 TL Salz
  • 1/4 Würfel frische Hefe (ca. 10g)
  • 1.5dl handwarmes Wasser
  • 90g gekochte und geschälte Randen (= rote Bete), an der Bircherraffel gerieben
  • 50g Baumnüsse
  • 1 EL Joghurt Nature
  • 1 TL flüssiger Honig


Zubereiten und Backen
  1. Mehle und Salz in einer Schüssel mischen und eine Mulde eindrücken.
  2. Hefe in das handwarme (nicht wärmer, weil sonst die Hefe zerstört wird!) Wasser bröckeln und auflösen, dann mit allen restlichen Zutaten in die Mehlmulde geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Tipp: dieser Teig bleibt etwas klebrig. Wenn du aber das Gefühl hast, dass der Teig deutlich zu feucht ist (z. B. Teig läuft stark auseinander und lässt sich kaum formen), kannst du noch weitere 25-50g Mehl Löffel für Löffel dazugeben.
  3. Teig zugedeckt bei Raumtemperatur 1 - 1.5 Stunden gehen lassen. Dann den Teig aufziehen: am einen Rand packen, in die Luft ziehen bis ein langer Teigstrang entsteht, dann wieder zusammenlegen. Ein Beispielfoto, wie das aussehen soll, habe ich dir oben rechts eingefügt. Dann den Teig weitere 30 Minuten gehen lassen.
  4. Ofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein backofenfestes Töpfchen mit Wasser reinstellen. Tipp: wenn dein Ofen eine "Feuchtigkeit im Ofen halten"-Funktion hat, ist jetzt die Gelegenheit, diese zu aktivieren.
  5. Tischoberfläche mit wenige Mehl bestäuben, Teig darauf legen und in 8 gleichgrosse Portionen teilen. Diese zu Brötchen formen, mit wenig Mehl bestäuben und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, Oberfläche mit einem guten Messer ca. 1cm tief einschneiden.
  6. Jetzt die Brötchen ohne weiteres Gehenlassen in den Ofen schieben und den Ofen auf 200°C zurückstellen.
  7. Backen: 18-20 Minuten, Ofenmitte. Die Brötchen sind fertig gebacken, wenn es leicht hohl klingt wenn du auf den Brötchenboden klopfst.
  8. Brötchen rausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Der Aufback-Tipp für alle Nicht-Frühaufsteher
Frisch gebacken schmecken Brot und Brötchen einfach am besten. Egal wie perfekt das Rezept auch sein mag; am nächsten Tag ist die Kruste nicht mehr gleich knusprig. Mit folgendem Tipp verleihst du deinen am Vortag gebackenen Brötchen einen Frischekick: besprühe sie leicht mit Wasser (wenn du keine Sprühflasche hast betupfst du sie leicht mit einem nassen Pinsel) und backe sie für 4-5 Minuten im 200°C warmen Ofen auf. Ganz ohne Aufwand geht der folgende Knusper-Trick: Brötchen halbieren und in den Toaster stecken 😀 .






Freitag, 9. Oktober 2015

Birnen Walnuss Blechkuchen




Obwohl viele Lagersorten von Birnen das ganze Jahr über erhältlich sind, ist jetzt die Gelegenheit da frische Birnen zu kaufen. Eine sogenannte Herbstsorte ist zum Beispiel die Williams-Birne, und sie hat noch bis Ende Oktober Saison. Aus ihr lässt sich nicht nur lecker Likör brennen, sondern auch tolle saftige Kuchen backen. Weil die Birne so mild süss schmeckt und nur wenig Säure enthält, passt ein aromatischer Partner zum Kernobst. Ich habe mich für Walnüsse - bei uns in der Schweiz auch Baumnüsse genannt - entschieden, die dem Kuchen noch mehr herbstliches Flair verleihen. Schliesslich haben auch die Walnüsse gerade Hochsaison. Ein Hauch Williams Likör darf natürlich nicht fehlen, wie immer gibt es aber Alternativen für eine alkoholfreie Variante. Auch wenn ich noch ganz wenig der vergangenen Beerensaison nachtrauere: Herbst, du schmeckst einfach wunderbar!


Zutaten für ein Kuchenblech von 18cm Durchmesser
(für ein Blech von 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, für 30cm Durchmesser Zutaten verdreifachen)
  • 75g weiche Butter
  • 75g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 1.5 EL Williams (Birnen Likör)
  • 40g Baumnüsse, gemahlen
  • 75g Mehl
  • 0.5 TL Backpulver
  • 1 grosse Birne
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben


Zubereiten und Backen
  1. Kuchenblech mit Backpapier auslegen und Rand bebuttern, oder ganze Form mit Butter ausreiben.
  2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
  3. Ei und Williams dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist. Tipp: anstelle von Williams könntest du auch 1 EL Kirsch nehmen, oder für eine alkoholfreie Variante 1.5 EL Milch.
  4. Gemahlene Baumnüsse, Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen und dann zur Teigmasse geben, alles zu einer geschmeidigen Masse verrühren. Tipp: wenn du keinen Cutter zu Hause hast, um die Baumnüsse selbst frisch zu mahlen, kannst du im Reformhaus gekaufte Baumnüsse oftmals gleich vor Ort mahlen lassen. Dann solltest du sie aber innert 1-2 Tagen verwenden, weil sie sonst ranzig werden. Gemahlene Baumnüsse halten sich durch ihren hohen Fettgehalt nicht so lange wie Haselnüsse oder Mandeln.
  5. Teigmasse ins vorbereitete Kuchenblech geben und glatt streichen, dann die Birnenspalten nach Wunsch in die Teigmasse drücken.
  6. Backen: ca. 25-30 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  7. Kuchen herausnehmen, vollständig auskühlen lassen und kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.


Tipps und Tricks
Dieses Rezept lässt sich sehr leicht variieren. So kannst du beispielsweise anstelle der gemahlenen Baumnüsse auch Haselnüsse oder Mandeln verwenden. Für einen Hauch Würze können Nelken und Sternanis, Zimt oder Ingwer sorgen - sie alle passen zur milden Birne. Übrigens: Birnen nie neben Äpfeln lagern, sie werden schnell zu weich.




Samstag, 26. September 2015

Pflaumen Baumnuss Cookies




Seit meinem letzten Rezeptepost ist bereits etwas Zeit vergangen. Viel Arbeit und etwas Ferien :) haben so viel Zeit und Energie in Anspruch genommen, dass ich einfach nicht zum Backen kam. Jetzt wo der Spätsommer dem Herbst Platz gemacht hat und all die feinen Gewürze wieder aktuell werden, bin ich aber mit vielen Ideen zurück in meiner Backstube. Los gehts mit einfachen und herrlich wandelbaren Pflaumen Baumnuss Cookies. Vor dem überzeugenden Backresultat habe ich mein Glück erst mit frischen Früchten probiert, was am ersten Tag sehr gut geschmeckt hat, aber ab dem zweiten Tag wurden die Cookies viel zu weich. Mit getrockneten Pflaumen sieht das ganz anders aus, und die grob gehackten Baumnüsse sorgen für den knackigen Kontrast. Zimt schlussendlich passt zu Pflaumen wie Deckel auf Pfanne, und wer kein Zimt-Junkie ist wie ich, ersetzt das Gewürz einfach durch Vanillepulver oder -zucker.



Zutaten für ca. 36 Cookies
  • 100g weiche Butter
  • 150g brauner Zucker
  • 60g weisser Zucker
  • 0.5 TL Salz
  • 1 Ei
  • 1 TL Zimt
  • 240g Mehl
  • 0.5 TL Natron
  • 1 TL Maisstärke (z. B. Maizena)
  • 100g Baumnüsse, grob gehackt
  • 100g getrocknete Pflaumen, entsteint, grob gehackt


Zubereiten und Backen
  1. Weiche Butter mit braunem, weissem Zucker und Salz cremig rühren.
  2. Ei dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  3. Zimt, Mehl, Natron, Maizena und gehackte Baumnüsse in einer separaten Schüssel mischen, dann zusammen mit den grob gehackten Pflaumen zur Teigmasse geben und alles verrühren.
  4. Cookie-Teig etwa 30 Minuten zum Ruhen in den Kühlschrank stellen.
  5. Gut gehäufte Teelöffel von der Cookie-Teigmasse abstechen, zu Kugeln formen und mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, dann etwa fingerdick flach drücken.
  6. Backen: ca. 11 Minuten bei 170°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte.
  7. Cookies herausnehmen, 3-5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen und dann auf ein Gitter zum vollständigen Auskühlen legen.


Tipps und Variieren
Diese Cookies bleiben in einer geeigneten Keksdose verpackt problemlos mehrere Tage frisch. Wenn sie dir optisch so zu langweilig sind, kannst du sie zum Beispiel mit geschmolzener Schokoladenglasur besprenkeln, sobald sie vollständig abgekühlt sind. Anstelle der Baumnüsse kannst du natürlich auch andere Nüsse verwenden: Haselnüsse, Mandeln, Pekannüsse... Alle sind geeignet, du musst sie einfach nur grob hacken. Wenn du die Cookies etwas "vollkorniger" machen möchtest, kannst du maximal einen Drittel des Mehls durch feine Haferflocken ersetzen. Keine getrocknete Pflaumen im Haus? Dann kannst du je nach Belieben auch getrocknete Cranberries, Sultaninen oder Aprikosen verwenden.




Mittwoch, 29. Oktober 2014

Apfel Baumnuss Gugelhopf




Wusstet ihr's? Der Apfel ist die beliebteste Frucht der Schweizer, und ich bin mir sicher, dass auch unsere deutschsprachigen Nachbarn in Deutschland und Österreich auf den gesunden Hunger- und Durstlöscher stehen. Bei uns zu Hause kommt es praktisch nie vor, dass kein Apfel mehr in der Obstschale liegt. Und er ist nicht nur lecker, sondern versorgt und auch noch mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Nicht umsonst sagt das Sprichwort "an apple the day keeps the doctor away" (zu deutsch in etwa so: ein Apfel am Tag und der Arzt bleibt fern). Und obwohl es den Apfel das ganze Jahr über in verschiedenen Sorten zu erwerben gibt, steht er genau wie der Kürbis und die Marroni für den Herbst. Die aktuelle Saison beginne ich nun nicht mit einem Klassiker wie Apfelstreuselkuchen oder Apfelwähe, obwohl die genau so lecker sind und bestimmt noch folgen. Nein, heute stecken saftige Äpfel mit knackigen Baumnüssen in der Gugelhopfform. Das Ergebnis ist aromatisch und luftig; das ideale Gebäck fürs Tee- und Kaffeekränzchen.



Zutaten für eine kleine Gugelhopfform von ca. 16-17cm Durchmesser
(für eine grosse Gugelhopfform von 22-24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln)
  • 2 Eier
  • 140g Zucker
  • 160ml Sonnenblumenöl (oder anderes backfestes und neutrales Öl)
  • 2 mittelgrosse säuerliche Äpfel (je ca. 150g)
  • 1/2 Zitrone, 1 EL Saft und ganze abgeriebene Schale
  • 230g Mehl
  • 0.5 TL Backpulver
  • 0.5 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 0.5 TL Zimtpulver
  • 40g Baumnüsse/Walnüsse, grob gehackt



Zubereiten und Backen
  1. Gugelhopfform mit Butter ausstreichen und Mehl bestäuben, anschliessend bis zum Füllen in den Kühlschrank stellen.
  2. Äpfel schälen und an der Bircherraffel fein reiben. Der austretende Saft kann weggegossen werden, die Apfelmasse soll aber nicht ausgedrückt werden. Anschliessend mit Zitronensaft mischen.
  3. Eier und Zucker 5-10 Minuten schaumig schlagen.
  4. Öl dazugiessen und kurz weiterrühren, dann die geriebenen Äpfel und die abgeriebene Zitronenschale dazugeben und gut unterrühren.
  5. Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zimtpulver miteinander mischen und zusammen mit den grob gehackten Baumnüssen zur Teigmasse geben und von Hand unterheben, bis ein glatter und gleichmässiger Teig entsteht. Teig in die vorbereitete Gugelhopfform füllen.
  6. Backen: ca. 50 Minuten bei 180°C, Ofenmitte (für einen grossen Gugelhopf: untere Ofenhälfte). Stäbchenprobe!
  7. Gugelhopf aus dem Ofen nehmen und wenige Minuten abkühlen lassen. Dann den Gugelhopf vorsichtig auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.
  8. Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.



Ein anderes "Topping"...
Als ich diesen feinen Gugelhopf gebacken habe, wollte ich ihn natürlich vor dem Verspeisen fotografieren. Dummerweise stand die Sonne schon bedrohlich nahe dem Horizont und ich musste mich beeilen, damit ich noch gutes Licht für einigermassen ansprechende Fotos erwische (Notiz an mich: endlich Fotolampen einkaufen...). Deshalb habe ich mich für die schnelle Dekoration mit dem Puderzucker entschieden :) . Sehr lecker und süss ist aber auch Folgendes: fang' den beim Apfel-Reiben austretenden Saft auf und mische ihn mit soviel Puderzucker, bis eine dickflüssige Glasur entsteht. Entsteht dadurch zuwenig Glasur, kannst du die Flüssigkeitsmenge mit etwas Zitronensaft oder Wasser vergrössern und gibst erneut Puderzucker dazu. Dann träufelst du die Glasur über den Gugelhopf und lässt sie runterlaufen. Der Gugelhopf muss nicht zwingend ganz mit Glasur eingestrichen werden.