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Montag, 19. Februar 2018

Nutella Cake Balls




Heute möchte ich ein ganz besonderes Ereignis mit dir teilen. Ganz klammheimlich ist mein Bauch in den letzten Monaten stetig gewachsen, und das nicht etwa von zu viel Backwaren. Ein kleines grosses Wunder hat sich auf den Weg in unsere Familie gemacht, und seit dem 8. Februar 2018 dürfen wir ihn endlich in unseren Armen halten: unseren Sohn Elias Noel 😍. Wir sind überglücklich und geniessen die Familienzeit in vollen Zügen, kuscheln ganz viel und sind unendlich dankbar. Als kleines Begrüssungs-Posting musste in meiner Backstube zu diesem Anlass natürlich etwas Blaues her, und deshalb habe ich mal wieder Cake Balls gemacht.

Viele scheuen den Aufwand, Cake Balls oder Cake Pops zu machen, weil dafür normalerweise ein Frosting zubereitet werden muss. Bei diesen Nutella Cake Balls ist das nicht nötig: Nutella ersetzt das Frosting vollständig und schmeckt ausserdem waaaahnsinnig lecker. Wenn du also das nächste Mal z. B. schnelle Schokomuffins backst, dann mach' doch gleich ein zweites Blech und zerkrümle, was übrig bleibt. Mit Nutella gemischt und Schokoglasur überzogen hast du in kürzester Zeit Cake Balls zubereitet, die einfach tolle Hingucker sind - sowohl als Nachtisch wie auch zum Verschenken.

Unsere Aufmerksamkeit gilt im Moment ganz und ungeteilt unserem Sonnenschein Elias. Daher werde ich in den nächsten Wochen backtechnisch etwas kürzer treten, weil so ein kleines Freudenbündel natürlich ganz viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein neuer (oder eben kein😉) Rhythmus, Herausforderungen beim Stillen, Lernen was der kleine Mann für Bedürfnisse hat... Da ändert sich auf einen Schlag alles, und doch könnte es sich nicht besser anfühlen!

Auf dem Blog wird es in dieser Zeit aber keine Pause geben, denn ich darf dir in den kommenden Wochen liebe Foodblogger-Kolleginnen und -Kollegen aus der Schweiz vorstellen, die alle einen Gastbeitrag schreiben und dich mit neuer Backinspiration versorgen. So geht es für dich im gewohnten Rhythmus mit neuen Rezepten weiter, und ich verspreche dir jetzt schon viel Feines. Ich freue mich riesig, wenn du weiterhin regelmässig reinschaust, die mitgebrachten Kreationen meiner lieben Gastautoren und -autorinnen geniesst, und in ein paar Wochen auch mit mir wieder weiterbacken magst.


Zutaten für Nutella Cake Balls
Für die Nutella Cake Balls benötigst du einen schokoladigen Kuchen oder Muffins und genügend Nutella (oder einen anderen Nuss-Nougat-Aufstrich). Da ich häufig nicht einen ganzen Cake für Cake Balls oder Cake Pops zerbrösele, und weil die Bällchen unterschiedlich gross geformt werden können, kann ich dir nicht genau angeben, wieviele Cake Balls du aus einem ganzen Cake erhältst. Als Anhaltspunkt empfehle ich dir aber folgendes Mischverhältnis: auf 200g Kuchenbrösel (= ca. 15cm Cake) kommen ca. 100g Nutella (und ergibt ca. 7 Cake Balls). Nun kommt es natürlich aber noch darauf an, wie feucht deine gewählte Kuchengrundlage ist. Je feuchter, desto weniger Nutella ist nötig, je trockener, desto mehr. Verknete also am besten Schritt für Schritt: sobald die Masse sich gut formen lässt und nicht auseinanderfällt beim Kugeln formen, ist sie perfekt.
  • Schokoladen-Muffins, rsp. -Cake oder Schoko-Nuss-Muffins, rsp. -Cake
    Ich empfehle dir entweder die schnellen Schokomuffins oder den schnellen Tirolercake als Grundlage zu nehmen. Das sind beides Rezepte, die mit wenig Aufwand gebacken sind und toll zu Nutella passen. Wenn es noch schneller gehen muss, kannst du natürlich auch einen Schoko- oder Schoko-Nuss-Cake im Grossverteiler kaufen 😉.
  • genügend Nutella
  • dunkle Schokoladenglasur oder Kuvertüre
  • Zuckerstreusel, -perlen o.ä.

Zubereiten
Wenn du anstelle von Cake Balls Cake Pops machen möchtest, dann schau dir doch meinen Schokoladen Cake Pops Post an. Er ist zwar schon etwas älter und nicht so attraktiv gestaltet, aber es ist voller guter Tipps und Tricks damit dir die Cake Pops auf Anhieb gelingen.
  1. Kuchen oder Muffins nach Wahl in einer Schüssel von Hand fein zerbröseln.
  2. Nutella Schritt für Schritt dazugeben und alles zu einer gut formbaren Masse verkneten. Die Masse ist perfekt wenn sie nicht auseinanderbricht, wenn du mit beiden Händen "Teigklumpen" zu Kugeln drehst.
  3. Für Cake Balls, die in ein kleines Muffins-Papierförmchen passen, machst du die Kugeln ca. 40g schwer. Machst du Cake Pops am Stiel, sollten die Kugeln ca. 20g schwer sein, damit sie dir nicht vom Stängel fallen. Cake Balls nach dem Formen ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, dann aber wieder rausnehmen und 10 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
  4. Während der 10 Minuten Schokoglasur oder Kuvertüre langsam schmelzen. Tipp: wenn du dich ans langsame Schmelzen hältst, behält die Schokolade ihren Glanz und das Ergebnis sieht besonders schön aus.
  5. Anschliessend die Kugeln mit einer Gabel vorsichtig in die Glasur tauchen, abtropfen lassen und dann auf ein Backpapier setzen. Solange die Glasur noch feucht ist, kannst du beliebig Zuckerstreusel, -perlen oder andere Dekoelemente aufkleben. Sobald die Glasur trocken ist können die Cake Balls in die Förmchen gelegt und nach Wunsch hübsch verpackt werden.


Cake Balls vorbereiten?
Ja, das geht. Wenn du sie nur 1-2 Tage früher vorbereiten möchtest, dann achtest du einfach darauf dass die Masse wirklich nicht zu trocken wird und lagerst die fixfertigen Cake Balls solange in einer gut schliessenden Dose im Kühlschrank. Wenn du etwas einfrieren möchtest, dann geht das nur mit den noch nicht mit Glasur überzogenen Bälle. Forme also die Cake Balls zu runden Bällen und friere sie dann ein. Wenn du sie fertigstellen möchtest, lässt du sie bei Zimmertemperatur auftauen und überziehst sie erst dann mit Schokoglasur.






Montag, 14. April 2014

Küken Cake Balls




Alles ist schon in Osterstimmung: die Regale in den Supermärkten sind randvoll mit Schokohasen, am Wochenende war schon Stau vor dem Gotthard-Tunnel und das Frühlingswetter zeigt sich von der schönsten Seite. Gelegenheit also für eine weitere Idee für eure Ostertafel. Ich dachte dieses Mal an Küken statt an Hasen und probierte mich mal an Cake Balls aus. Der Unterschied zu Cake Pops ist ziemlich klein: Cake Balls haben keinen Stiel. Deshalb kann man diese Küken auch hübsch auf Servietten, ins Osternest oder neben ein Schälchen Dessertcreme setzen. Damit das Federkleid der Küken nicht so glatt wirkt, habe ich die Balls nach dem Überziehen mit Glasur noch in Kokosflocken gewälzt. Die lassen sich problemlos einfärben und bringen Farbe auf den Ostertisch. Und weil er so gut mit Kokosnuss harmoniert, habe ich als Grundlage einen einfachen Schokocake genommen. Übrigens habe ich kürzlich noch einen tollen Tipp von einer lieben Arbeitskollegin aufgeschnappt, die ihre Cake Pops jeweils mit Mascarpone Frosting zubereitet. Bei Cupcakes verwende ich auch ab und zu Mascarpone im Frosting, bei den Cake Pops blieb ich aber immer beim Philadelphia Frischkäse. Geschmacklich ist Mascarpone neutraler als Frischkäse und deshalb auch in den Cake Pops top, unbedingt ausprobieren :) !


Zutaten
  • 1 Schokoladencake, vollständig ausgekühlt
    Wenn es um Schokocake geht werde ich nie müde, dieses Rezept von Betty Bossi zu empfehlen: Mutter's Schokoladencake. Er gelingt immer und ist schokoladig-lecker. Wer keine Zeit hat zu backen, kann natürlich auch auf einen fixfertigen Kuchen aus dem Supermarkt zurückgreifen.
  • Für das Frosting:
    - 60g weiche Butter
    - 70g Puderzucker
    - 140g Mascarpone
  • Für die Dekoration:
    - Candy oder Colour Melts in Gelb und Weiss
    - ca. 200-300g Kokosflocken (je nach dem wieviele Küken ihr zubereiten möchtet)
    - flüssige Lebensmittelfarbe in Gelb
    - Marzipan oder Rollfondant in Orange und Rot
    - Zuckeraugen (z. B. von hier) oder weisse und dunkle Schokoglasur, um Augen aufzuspritzen
    - evt. Lebensmittelkleber


Zubereiten und Dekorieren
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt Anleitung für Cake Pops mit vielen Tipps und Tricks, die auch für Cake Balls gelten, findet ihr beim Rezept zu den Schokoladen Cake Pops. Hier gebe ich einfach noch einmal die wichtigsten Schritte an, die für die Cake Balls wichtig sind:
  1. Den Schokoladen-Cake mit den Händen sehr fein in eine Schüssel krümeln. Etwaige harte Ränder des Cakes vorgängig wegschneiden.
  2. Wenn gewünscht die Kokosflocken mit flüssiger gelber Lebensmittelfarbe verrühren und -kneten. Dazu braucht man keine teuren Pastenfarben - die handelsüblichen Lebensmittelfarben aus dem Grossverteiler tun es auch. Ich habe z. B. Dr. Oetker Back- und Speisefarbe benutzt, und das Gelb hat wirklich sehr schön gefärbt. Anschliessend Kokosflocken trocknen lassen.
  3. Frosting: weiche Butter und Puderzucker in einer Schüssel gut verrühren, dann Mascarpone dazugeben und kurz zu einer geschmeidigen Masse weiterrühren. Tipp: Mascarpone ist etwas empfindlicher als anderer Frischkäse wie z. B. Philadelphia und soll deshalb nicht zu lange gerührt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Mascarpone von Hand unter die Butter-Puderzucker-Masse rühren.
  4. Nun löffelweise vom Frosting zum zerkrümelten Cake geben. Die Masse soll gut formbar werden wie Knete, darf aber nicht zu feucht werden, weil die Bälle sonst auseinanderfallen. Anschliessend aus dieser Cake-Masse baumnussgrosse Kugeln formen und im Kühlschrank für mindestens 30 Minuten fest werden lassen. Dann die Kugeln wieder aus dem Kühlschrank nehmen für den nächsten Schritt.
  5. Normalerweise würde man nun für Cake Pops die Stiele mit Candy oder Colour Melt Glasur in die Bälle stecken. Da man für Cake Balls die Stiele sowieso zum Ende wieder rausnimmt, habe ich diesen Schritt weggelassen und die Balls einfach so aufgespiesst. Das bedeutet aber auch, dass man beim anschliessenden Eintauchen besonders vorsichtig sein muss, damit die Bälle nicht von den Stielen fallen.
  6. Inzwischen die Candy oder Colour Melt Glasur nach Vorschrift schmelzen. Die Cake Balls mit Glasur überziehen und gut abtropfen lassen, bis nur noch eine dünne Schicht Glasur zurückbleibt. Anschliessend in den Kokosflocken wälzen, rsp. mit Kokosflocken bestreuen und in Styropor/Sagex stecken zum Trocknen. Anschliessend die Stiele durch leichtes und vorsichtiges Drehen lösen und herausziehen. Tipp: einer meiner Lieblings-Backshops Kitschcakes hat neu Colour Melts von Renshaw an Lager (hier zu finden). Weil ich schon vom Rollfondant der Marke Renshaw begeistert bin, musste ich die kleinen Kübelchen natürlich gleich ausprobieren und kann sie echt nur loben. Ich kam zwar auch mit den Candy Melts von Wilton und Kollegen gut klar, man musste aber je nach Farbton doch mal mit Kokosfett nachhelfen, damit sie schön flüssig wurden. Die Colour Melts hingegen werden innert kürzester Zeit wunderbar geschmeidig, lassen sich schön glatt rühren und trocknen gut. Das kleine Kübelchen ist Mikrowellen geeignet und deshalb braucht man die Colour Melts gar nicht erst umfüllen zum Schmelzen. Einfacher gehts fast nicht!
  7. Dekoration: aus orangem und/oder rotem Rollfondant/Marzipan Schnäbel, Kämme und Füsse formen und mit etwas Lebensmittelkleber oder Candy-/Colour-Melt Glasur an den Küken befestigen. Genau gleich mit den Zuckeraugen verfahren, oder erst weisse, dann dunkle Schokoladenglasur als Augen aufspritzen.


Problemlos vorzubereiten
Genau wie Cake Pops kann man auch diese Cake Balls wunderbar vorbereiten. So geratet ihr am Ostersonntag nicht in Stress und könnt die Zeit mit euren Gästen geniessen. Cake Balls sind gekühlt gelagert gute 3-4 Tage haltbar.





Freitag, 24. Januar 2014

Cake Pop Schneemännchen




Mein heutiger Post ist eine reine Deko-Schritt-für-Schritt-Anleitung, weil ich euch an Rezepten ausnahmsweise mal nichts Neues vorstelle. Es handelt sich beim saftigen Kern der Cake Pop Schneemännchen nämlich um Vanille Cupcakes, die ich auch schon als Grundlage für die Cake Pop Schweinchen gebacken habe (zum Post/Rezept gehts hier lang). Auch das Vanille Frosting Rezept habe ich schon damals veröffentlicht, und ihr könnt es 1 zu 1 übernehmen. Natürlich eignet sich jeder andere Rührteig-Cake ebenfalls als Basis. Weil der Überzug der Schneemännchen aber weiss ist, würde ich in jedem Fall eine helle Farbe bevorzugen. Auf ins Schneegestöber!


Material für die Deko der Schneemännchen
  • weisse oder superweisse Candy Melts
  • farbige Schokolinsen
  • saure Gummibänder
  • farbiger Rollfondant oder Marzipan
  • schwarze Lebensmittelfarbe und ein feiner Pinsel
  • evt. Lebensmittelkleber


Schneemännchen formen und dekorieren
  1. Wenn die Vanille Cupcakes abgekühlt sind und ihr das Vanille Frosting zubereitet habt, geht ihr ganz nach "Schema F" vor: Cupcakes in einer Schüssel fein zerkrümeln, löffelweise soviel Frosting dazugeben bis die Masse gut formbar ist, aber nicht an den Händen klebt.
  2. Aus dieser Masse formt ihr nun Schneemann-Körper: supereinfach geht es mit dieser Cake-Pop-Form. Ich habe mir kürzlich so eine zugelegt und habe schon einige Ideen, was man daraus sonst noch so alles machen könnte. Wenn ihr keine solche Form kaufen möchtet, gelingen euch die Schneemännchen trotzdem: formt etwas grössere Kugeln für den Körper, etwas kleinere Kugeln für den Kopf und klebt sie dann mit geschmolzenen Candy Melts zusammen,
    kurz bevor ihr die Schneemännchen-Rohlinge mit den Stilen aufspiesst.
  3. Rohlinge kühl stellen, damit sich die Butter wieder verfestigt und die Pops später nicht vom Stil fallen. Candy Melts in weiss oder superweiss inzwischen nach Anleitung schmelzen. Tipp: wird die Candy Melt Glasur zu wenig flüssig, könnt ihr stückweise etwas Kokosfett mitschmelzen, bis die Masse die gewünschte Konsistenz hat.
  4. Cake-Pop-Rohlinge aus dem Kühlschrank nehmen, Stile etwa 1cm in geschmolzene Candy Melts tauchen und die Schneemännchen aufspiessen. Nochmals kurz kühl stellen, damit die Stile gut halten, und dann wieder herausnehmen. Wie immer hier mein Tipp: überzieht die rohen Cake Pops nicht sofort mit Candy Melts, wenn ihr sie gerade erst aus dem Kühlschrank genommen habt. Die Glasur bricht sonst leicht auf und die Pops sehen nicht mehr ganz so schön aus.
  5. Schneemännchen nun in die geschmolzenen weissen Candy Melts tauchen, überschüssige Glasur abtropfen lassen und die Schneemännchen zum Trocknen in etwas Sagex/Styropor oder ähnliches stecken. Sobald die weisse Glasur gut getrocknet ist, gehts ans Dekorieren - juhu!
  6. Schal: sauere Bänder in verschiedenen Farben der Länge nach halbieren und auf die ge-
    wünschte Länge zuschneiden, evt. Fransen in die Enden schneiden. Mit etwas weisser Candy Melt Glasur oder Lebensmittelkleber bestreichen und um den Hals des Schneemännchens legen. Als Knopf in die Mitte des Schals eine Schokolinse kleben. Mit Candy Melts halten die Linsen anfangs schlecht. Wenn ihr etwas ungeduldig seid, klebt ihr wenig farblich passenden Rollfondant oder Marzipan in die Mitte und dann erst die Schokolinse drauf, das klappt sehr gut.
  7. Ohrwärmer: aus farbigem Rollfondant oder Marzipan sehr dünne Stränge formen und als Reif über den Kopf legen, ganz leicht andrücken. Auf farblich passende Schokolinsen einen Tropfen Candy Melt Glasur oder Lebensmittelkleber geben und an beiden Enden des Reifs andrücken.
  8. Nase: kleine Rübennasen aus orangem Rollfondant oder Marzipan formen und mit etwas Candy Melt Glasur oder Lebensmittelkleber ankleben.
  9. Augen, Mund und Knöpfe: mit einem für Lebensmittel reservierten Pinsel schwarze Punkte mit Lebensmittelfarbe aufmalen.
  10. Alles gut trocknen lassen, bevor ihr die Schneemännchen evt. verpackt. Und wenn ihr den süssen Kerlen nicht sofort den Kopf abbeissen möchtet, könnt ihr sie gut bis zu drei Tagen gekühlt aufbewahren. Witzig: die Schneemännchen machen Gross und Klein besonders viel Spass beim Essen, weil man erst die Schokolinsen abknabbern, dann die saure Gummischlange weggessen kann und schlussendlich in das zarte Innere beisst.


Ein paar Tipps und Anmerkungen zum Dekomaterial
Mit geeigneten Lebensmittelfarben könnt ihr Marzipan und weissen Rollfondant selbst einfärben, damit ihr nicht jede Farbe einzeln kaufen müsst. Ich selbst verwende Pastenfarben, da sie sehr intensiv färben, man dementsprechend nur äussert wenig braucht und das Marzipan/der Rollfondant nicht "glibberig" wird. Sollte euch das mit anderen Farben trotzdem passieren, knetet ihr etwas Puderzucker mit rein und der Fondant wird wieder fest und formbar. Knetet Rollfondant immer in sich selbst - nicht überschlagen wie einen Brot- oder Zopfteig. Ansonsten würdet ihr viel Luft reinkneten, und der Rollfondant erhält kleine Bläschen. Diese kann man zwar mit einer feinen Nadel aufstechen, was bei kleinen Dekorationen nicht weiter auffällt. Wenn ihr aber grössere Flächen überzieht, sieht das nicht so schön aus. Rollfondant immer sehr gut verpackt in Frischhaltefolie und Plastikdosen aufbewahren, damit er nicht aushärtet. So könnt ihr ihn weiterhin solange verwenden, wie das Haltbarkeitsdatum angibt. Und: zuviel Candy Melt Glasur geschmolzen? Giesst die Glasur auf ein Backpapier und lasst sie fest werden. Dann könnt ihr die Glasurplatte in Stücke brechen und bis zum nächsten Gebrauch aufbewahren, solange das Haltbarkeitsdatum noch gut ist. Bei Bedarf erneut wie gewohnt schmelzen.



Sonntag, 29. Dezember 2013

Cake Pop Glücksschweinchen




Dieses Wochenende habe ich mal die Sau, bzw. die Schweinchen rausgelassen! Wenn auch ihr auf der Suche nach etwas Lustigem für die Silvester-Tafel seid, findet ihr hier vielleicht die Inspiration dazu. Der weiche Kern dieser Cake-Pops besteht aus einfachen und schnell gebackenen Vanille-Cupcakes, die Deko aus rosafarbenen Candy Melts und Rollfondant. Ihr habt keine rosa Dekomaterialien zu Hause? Dann werden die süssen Kleinen bestimmt auch hübsch in einer anderen Farbe. Ich wünsche euch allen ein tolles Fest, einen guten Rutsch, und für das neue Jahr ganz viel Glück und beste Gesundheit. Und - natürlich - viel Zeit zum Geniessen.


Zutaten Vanille-Cupcakes (ergibt 12 Stück)
  • 60g weiche Butter
  • 210g Zucker
  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark) 
  • 180g Mehl
  • 1,5 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz 
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1,5 dl Milch

Zubereiten und Backen der Vanille-Cupcakes
  1. Muffinsblech einfetten oder mit Papierbackförmchen belegen.
  2. Weiche Butter rühren, bis sich Spitzchen bilden. Zucker, Salz, Vanillemark und Eier nacheinander zur Masse geben und rühren, bis die Masse luftig und heller ist.
  3. Milch dazugiessen. Backpulver mit Mehl mischen, der Masse beigeben und zu einem glatten Teig verrühren.
  4. Teigmasse gleichmässig in die 12 Vertiefungen verteilen.
  5. Backen: ca. 20 Minuten in der Ofenmitte, 180°C. Cupcakes nach dem Backen vollständig auskühlen lassen.

Zutaten Fertigstellung Schweinchen-Cake-Pops
  • 1 Portion Vanille-Frosting
    Rezept:
    30g weiche Butter mit 35g Puderzucker, 70g Doppelrahm-frischkäse (z. B. Philadelphia Klassisch oder fettreduziert mit Joghurt) und ¼ TL Vanillepulver oder dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote gründlich verrühren, bis eine gleichmässige Masse entsteht.
  • Rosarote Candy Melts
  • Rosarotes Marzipan oder rosaroter Rollfondant (evt. selbst gefärbt/gemischt)
  • Fixfertige Zuckeraugen (hier gibt es eine tolle Auswahl), oder dunkle/helle Schokoladenglasur
  • Stäbchen für Cake-Pops, evt. Modellierwerkzeug

Anleitung für die Schweinchen-Deko
  1. Die ausgekühlten Vanille-Cupcakes in einer Schüssel fein zerkrümeln.
  2. Löffelweise soviel Vanille-Frosting beigeben, bis aus dem Teig eine gut form- und knetbare Masse entsteht, die aber nicht an den Händen klebt.
  3. Gleich grosse Kugeln formen, auf Stile aufspiessen und mit geschmolzenen rosa Candy Melts überziehen. Ohne weitere Dekoration trocknen lassen. Tipp: eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie euch die Cake-Pops bis hierhin gut gelingen, findet ihr in meinem Post zu Schokoladen-Cake-Pops. Tipp: Candy Melts werden sehr unterschiedlich flüssig. Wenn die Masse zu dickflüssig bleibt, könnt ihr stückweise etwas Kokosfett mitschmelzen, bis die Glasur die richtige Konsistenz zum Überziehen hat. Kokosfett gibt es sehr günstig im Grossverteiler zu kaufen und ist geschmacksneutral. Versucht nie, Schokoladen- oder Candy Melt-Glasur mit Wasser zu verdünnen! Die Masse wird klumpig und ist nicht mehr zu gebrauchen.
  4. Dekoelemente
    - für die Nase: aus Rollfondant oder Marzipan eine kleine Kugel formen und mit dem Finger etwas flach drücken. Mit dem passenden Modellierwerkzeug - der Kopf einer Stecknadel tuts aber auch - zwei Vertiefungen für die Nasenlöcher eindrücken.
    - für die Ohren: Marzipan oder Rollfondant dünn auswallen oder flachdrücken, kleine Dreiecke ausschneiden. leicht in der Mitte falten und zu Ohren formen.
    - für die Augen: fixfertige Zuckeraugen bereitlegen, oder Schokoladenglasur verwenden. Variante 1: dunkle Schokoglasur schmelzen und Punkte direkt auf die Cake-Pops spritzen. Variante 2: helle Schokoglasur schmelzen und kleine Punkte auf ein Backpapier spritzen, antrocknen lassen. Dann dunkle Schokoglasur schmelzen und noch kleinere Pünktchen auf die hellen Punkte spritzen. So entstehen selbstgemachte Schoko-Augen.
    - für die Blümchen: Rollfondant oder Marzipan dünn auswallen oder flachdrücken, kleine Blümchen ausstechen, in die Mitte eine Zuckerperle setzen. Schön würden auch kleine Kleeblätter aussehen, aber ich hatte keine passende Form dafür :).
  5. Dekoelemente ankleben: hierfür könnt ihr die zum Überziehen verwendete Candy Melt Glasur nutzen. Elemente kurz in die geschmolzenen Candy Melts tauchen und direkt auf die Cake Pops kleben. Oder mit einem Mini-Spatel oder Zahnstocher etwas Candy Melt Glasur auf die Deko-Teile geben und dann ankleben. Tipp: Wem das Ankleben mit Candy Melt Glasur zu unordentlich ist - man sieht die Klebestellen - kann auch Lebensmittelkleber verwenden.

Nebenbei
Das Gestalten mit Marzipan oder Rollfondant braucht etwas Fingerspitzengefühl, und ihr solltet euch deshalb für die Schweinchen genügend Zeit nehmen. Praktisch ist, dass ihr die Cake Pops mit gutem Gewissen vorbereiten könnt, sie halten sich im Kühlschrank problemlos gute drei Tage. Hilfreich ist in jedem Fall eine Styropor-Platte, damit ihr die Cake-Pops zum Trocknen reinstecken könnt.




Sonntag, 1. Dezember 2013

Schokoladen Cake Pops




Sie sind lecker, hübsch anzusehen und lassen viel Raum für deine Deko-Fantasien. Ausserdem sind sie viel einfacher gemacht als sie aussehen; für das folgende Rezept brauchst du nicht mal eine Cake-Pop-Backform. Original werden die kleinen Kuchen am Stil nämlich aus einem ganz normalen Rührteig-Kuchen hergestellt. Heute zeige ich dir deshalb ein Rezept für ganz einfache aber leckere Schoko-Cake-Pops.


Zutaten:
  • 1 Schokoladencake, abgekühlt
    (wenn ihr dazu einen Rezepttipp benötigt - dieses gelingt immer: Mutters Schokoladen Cake von Betty Bossi)
  • 60g weiche Butter
  • 70g Puderzucker
  • 140g Philadelphia (oder ein anderes Frischkäse-Konkurrenzprodukt)
  • dunkle Schokoladenkuvertüre / dunkle Schokoladenkuchenglasur
  • Streusel, Perlen, Kokosflocken, etc.
  • ausserdem: Stäbchen für Cake-Pops

Zubereiten:
  1. Den vollständig ausgekühlten Cake in einer Schüssel fein und gleichmässig mit den Händen zerkrümeln. Tipp: wenn der Schokocake etwas fest gebacken wurde und harte Ränder hat, diese vorgängig abschneiden, sonst werden die Kuchenbällchen später klumpig und nicht schön rund.
  2. Weiche Butter, Puderzucker und Philadelphia in eine andere Schüssel geben, mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine gut verrühren bis eine gleichmässige glatte Masse entsteht.
  3. Die Frischkäse-Butter-Mischung löffelweise nach und nach dem zerkrümelten Cake beigeben und mit den Händen verkneten, bis die Masse gut formbar ist. Sie soll nicht zu feucht sein und beim Formen nicht an den Händen kleben, weil die Pops sonst später auseinanderfallen. Also nur soviel von der Frischkäse-Butter-Mischung beigeben, bis eine Art "Teig-Knete" entsteht, die gut zusammenhält, aber nicht matscht. Aus dieser Masse nun etwa baumnussgrosse Kugeln formen (ca. 20-24g) und 30 Minuten kühl stellen. So werden sie schön fest und können anschliessend besser aufgespiesst werden.
  4. Die Schokoladenkuvertüre langsam nach Vorschrift schmelzen. Tipp: lass Kuvertüre nie zu heiss werden, sonst verliert sie ihren Glanz. Die Schoko-Cake-Kugeln aus dem Kühlschrank nehmen. Jetzt einen Stiel nach dem anderen etwa 1 cm in die Kuvertüre tauchen und mittig in je eine Kugel stecken. Anschliessend nochmals kurz kühl stellen, damit die Kuvertüre um die Stiele richtig fest wird. Die Kugeln halten so besser an den Stielen und fallen beim späteren Überziehen mit Kuvertüre nicht ab. Wichtig allerdings: für den nächsten Schritt sollten die Cake-Pops nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, sonst bricht die Kuvertüre nach dem Überziehen auf. Lass die Cake-Pops also nochmals gute 15 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen, bevor du sie ganz mit Kuvertüre überziehst.
  5. Evt. die Kuvertüre wieder erwärmen, damit sie schön flüssig und geschmeidig wird. Die Kuchen am Stiel nun leicht schräg in die Kuvertüre eintauchen und soweit drehen, bis sie vollständig bedeckt sind. Dann rausnehmen und überschüssige Kuvertüre abtropfen lassen. Dabei immer langsam weiterdrehen, sonst entstehen unschöne "Nasen".
  6. Solange die Kuvertüre noch nicht getrocknet ist, kannst du die Pops ganz nach Belieben dekorieren. Kleb' Schokolinsen drauf, streu' Kokosflocken darüber, wälze sie in Zuckerstreusel etc. Lass' deiner Fantasie freien Lauf.

Die fertigen Cake-Pops kannst du ohne Probleme 2-3 Tage gut verpackt im Kühlschrank aufbewahren. Aus dem Kühlschrank schmecken sie ausserdem besonders knackig! Viel Spass mit den trendigen kleinen Kuchenlutscher, die übrigens nicht nur bei Kindern gut ankommen :).