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Freitag, 4. Mai 2018

Rhabapfel Quarkkuchen




Inzwischen ist er so richtig angekommen, der Frühling. Und mit ihm natürlich auch alle kulinarischen Frühlingsboten. So gehört der Rhabarber unbedingt in die saisonale Backstube, aber anstelle ihn wie so oft mit Erdbeeren zu kombinieren, welche in der Schweiz noch nicht erntebereit sind, habe ich ihn für einmal mit Äpfeln zusammengebracht. Und mhm, das passt wirklich wunderbar! Deshalb habe ich diesen Quarkkuchen spontan RHABAPFEL getauft, und klammheimlich wurde daraus nicht nur ein saftiger Quark-, sondern auch ein knuspriger Streuselkuchen.

Ich mag so herrlich saftige Kuchenstücke sehr, und zudem kannst du dieses Rezept einmal mehr im Voraus zubereiten. Er bleibt nämlich auch am zweiten und dritten Tag superlecker. Aufbewahren solltest du ihn in diesem Fall zugedeckt im Kühlschrank, aber denke daran ihn etwa 30 Minuten vor dem Servieren bei Zimmertemperatur stehen zu lassen. So schmeckt er immer noch erfrischend, aber bedeutend aromatischer als direkt aus dem Kühlschrank. Und wenn du andere Früchte als Einlage probieren möchtest - go for it! Ich könnte mir dieses Rezept sowohl mit Beeren als auch mit Steinobst sehr gut vorstellen.


Zutaten für eine Springform von 18-20cm Durchmesser
Für eine Springform von 24-26cm Durchmesser Zutaten verdoppeln - die Backzeit verlängert sich um etwa 15-20 Minuten.
  • Teig für Boden, Rand und Streusel
    - 125g weiche Butter
    - 50g Zucker
    - 1/2 Beutelchen Vanillezucker
    - 2 Prisen Salz
    - 1 Eigelb
    - 190g Mehl
    - 1 TL Backpulver
  • Quarkmasse
    - 300g Rahmquark
    - 200g Magerquark
    - 100g Zucker
    - 1 Ei
    - 1 Eiweiss
    - 1/2 Bio-Zitrone, nur abgeriebene Schale
    - 2 gestrichene EL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 1/2 Beutelchen Vanillezucker
    - 1 Prise Salz
  • Ausserdem
    - 1 Apfel (gerüstet und geschnitten ca. 80g)
    - 1 Stange Rhabarber (gerüstet und geschnitten ca. 80g)
  • Foto-Finish
    - wenig Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Zuerst den Teig für Boden, Rand und Streusel zubereiten: weiche Butter in einer Schüssel mit Zucker, Vanillezucker und Salz cremig verrühren. Dann das Eigelb dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist. Mehl und Backpulver mischen, dazugeben und alles zu einem Teig zusammenfügen. In Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Währenddessen die Springform einfetten und bemehlen, oder Backpapier in passender Grösse zurecht legen (Form noch nicht schliessen!). Zudem Apfel und Rhabarber waschen, rüsten und schälen. Den Apfel achteln und dann in Scheibchen schneiden, den Rhabarber der Länge nach halbieren und anschliessend ebenfalls in Scheibchen schneiden.
  3. Für die Quarkmasse alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schwingbesen gründlich zu einer flüssigen Masse verrühren.
  4. Kuchen zubereiten: Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ungefähr einen Drittel des Teigs ca. 1-2mm dünn ausrollen - am besten zwischen einem aufgeschnittenen Frischhaltebeutel oder zwischen Backpapier - und den Boden der Springform damit auslegen. Teig passend rund abschneiden und den Abschnitt zum übrigen Teig zur Seite legen. Springform schliessen. Dann den restlichen Teig halbieren und aus der einen Hälfte eine ca. 55cm lange Rolle formen, innwändig an den Rand der Springform legen und mit den Fingern zu einem Kuchenrand andrücken und hochziehen - ca. 4-5cm hoch. Tipp: das muss von innen nicht besonders schön aussehen, die Fingerrillen dürfen absolut noch zu sehen sein. Achte darauf, dass der Rand rundherum ungefähr gleich hoch wird. Tipp: natürlich könntest du den Rand auch ausrollen und einlegen, aber der Teig ist etwas brüchig. Daher mein Rat mit der Rolle, den du dann mit den Fingern viel besser formen kannst. Dann erst die Apfel- und Rhabarberscheibchen auf den Kuchenboden geben, dann die Quarkmasse darübergiessen. Tipp: fülle die Quarkmasse bis ca. 1-2mm unter den Teigrand, also ziemlich weit rauf. Die Quarkmasse geht beim Backen nicht auf. Anschliessend nimmst du den noch übrigen Kuchenteig und krümelst ihn grob über die Quarkmasse. Achte darauf, dass die Streusel bis zum Rand gehen und nicht nur in der Mitte liegen.
  5. Backen: ca. 65 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte, bis die Streusel schön goldbraun sind. Die Quarkmasse darf ruhig etwas dunkler werden, wie du auf dem Foto siehst. Aber natürlich nicht schwarz 😁 !
  6. Kuchen herausnehmen, ca. 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann die Springform lösen, den Kuchen vorsichtig auf ein Kuchengitter ziehen und vollständig auskühlen lassen. Es ist übrigens ganz normal, dass der Kuchen in der Mitte leicht einsinkt - das kommt von der Quarkmasse. 
  7. Vor dem Servieren mit wenig Puderzucker bestreuen.



 

Sonntag, 21. Mai 2017

Erdbeer Rhabarber Roulade / Biskuitrolle




Beim Blick auf mein Rezepte A-Z habe ich kürzlich brüskiert festgestellt, dass ich während meiner ganzen Backstuben-Zeit noch kaum Rouladen gemacht habe. Dabei sind die langgerollten Torten - so könnte man sie ja auch betrachten😊 - eigentlich so erfrischend und elegant, dass sie für besondere Anlässe und Wochenenden total passend sind. Ich gebe zwar zu, dass mir der Aufwand für ein "normales" Kaffeekränzchen oftmals zu gross ist. Aber nach jeder Roulade, die ich zubereite, denke ich mir "das mache ich jetzt öfter" weil es einfach so fein schmeckt. Vielleicht schaffe ich es jetzt vermehrt an die Roulade zu denken und mein Repertoire auch hier noch etwas zu erweitern. Vielleicht backe ich auch am besten mal ein paar Biskuitteige auf Vorrat und friere sie ein, dann habe ich wirklich keine Ausreden mehr!

Für diese feine Frühlings Roulade habe ich einen ganz konventionellen Biskuitteig gewählt. Einfach und gelingsicher. Selbstverständlich würde aber auch der Mandelbiskuit von der Zwetschen Roulade toll passen. Und noch spezieller: nimm' anstelle der Mandeln Pistazien für den Biskuit! Oh ja, das wäre ganz bestimmt nicht nur lecker, sondern auch optisch ein Hingucker. Die Füllung habe ich an ein Rezept aus einer alten Le Menu Ausgabe angelehnt, damit die Verhältnisse auch ja passen und die Füllung gut fest wird. Ein Schlachtfeld wird bei mir das Roulade wickeln aber trotzdem immer wieder... Übrigens: zubereitet habe ich die ganze Roulade an einem Samstag Nachmittag und Abend, habe sie mit Frischhaltefolie gut verpackt in den Kühlschrank gestellt und dann am Sonntag frisch beschnitten und bestäubt (hihi 😂) serviert. Normalerweise sagt man ja, dass man Rouladen frisch essen soll, aber am nächsten Tag war die Roulade immer noch suuuuuperlecker. Ich würde es also sofort wieder so planen.


Zutaten für eine Roulade / Biskuitrolle
(Grösse meines Backblechs für den Biskuit: 40x34cm)
  • für den Biskuit
    - 95g Zucker
    - 4 Eigelb
    - 1.5 EL heisses Wasser
    - 4 Eiweiss
    - 1 Prise Salz
    - 2.5 EL Zucker
    - 95g Mehl
  • für die Füllung
    - 150g Rhabarber, in Würfel geschnitten
    - 100g Zucker
    - 1 Vanillestängel, längs aufgeschnitten
    - 1 TL Zitronensaft
    - 6 Blatt Gelatine, in kaltem Wasser eingeweicht
    - 200g Erdbeeren, 150g davon in kleine Würfel geschnitten
    - 1 gestrichener EL Stärke (z. B. Maizena)
    - 150g Rahmquark
    - 2dl Vollrahm / Sahne, mit 1 Beutelchen Rahmhalter / Sahnesteif steif geschlagen
  • zum Bestäuben
    - etwas Puderzucker



Zubereiten und Backen
Als erstes den Biskuit zubereiten:
  1. Zucker, Eigelb und heisses Wasser in einer Schüssel fünf Minuten schaumig schlagen.
  2. Währenddessen in einer separaten (fettfreien!) Schüssel Eiweiss mit Salz steif schlagen, dann den Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse glänzt.
  3. Anschliessend das Mehl und den Eischnee lagenweise auf die Eigelb-Masse geben und behutsam von Hand mit einem Gummischaber unterheben, bis alle Zutaten gerade so vermischt sind.
  4. Biskuitteig gleichmässig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und sofort backen.
  5. Backen: ca. 6-8 Minuten bei 220°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe! 
  6. Und jetzt gilts ernst - so bleibt der Biskuit elastisch und bricht nicht beim Rollen: Biskuit aus dem Ofen nehmen, vorsichtig auf ein frisches Backpapier stürzen, mit einem feuchten Lappen über das obere Papier streichen und es dann sorgfältig abziehen. Dann den Biskuit mit dem heissen Backblech ganz zudecken und so vollständig auskühlen lassen. Tipp: wenn der Biskuit vollständig ausgekühlt ist lange bevor du mit der Füllung soweit bist, kannst du den Biskuit direkt mit dem frischen Backpapier aufrollen und bei Zimmertemperatur aufbewahren bis zum Füllen. Auf diese Weise eingerollt kann man fertig gebackenen Biskuitteig übrigens auch einfrieren - habe ich gehört, aber selbst noch nie ausprobiert 😊.
Dann die Füllung zubereiten:
  1. Rhabarberwürfel, Zucker, Vanillestängel und Zitronensaft unter gelegentlichem Rühren in einer Pfanne aufkochen bis es zischt, zudecken und 2-3 Minuten bei kleiner Stufe ziehen lassen, bis alles weich ist. Vanillestängel herausnehmen.
  2. Gelatineblätter gut ausdrücken und direkt im heissen Rhabarberkompott auflösen, dann die ganze Masse in einen hohen Becher geben und zusammen mit 50g Erdbeeren und der Stärke pürieren. Kühl stellen, bis die Masse am Rand leicht fest wird.
  3. Masse aus dem Kühlschrank nehmen, glatt rühren und Rahmquark einrühren. Dann den steif geschlagenen Rahm / Sahne behutsam unterheben.
Roulade / Biskuitrolle fertigstellen:
  1. Biskuitteig ausrollen und die Füllung auf der ganzen Fläche gleichmässig verteilen; nur am unteren langen Rand etwa 6-7cm frei lassen.
  2. 150g fein gewürfelte Erdbeeren über die Füllung verteilen, dann die Biskuitrolle zum freien Rand hin sorgfältig satt einrollen und direkt auf eine geeignete Tortenplatte rollen, Verschluss nach unten.
  3. Roulade / Biskuitrolle 2-3 Stunden oder über Nacht zugedeckt im Kühlschrank fest werden lassen, dann allenfalls Enden begradigen, mit etwas Puderzucker bestäuben und sofort servieren.



Donnerstag, 20. April 2017

Erdbeer Rhabarber Wähe




Apfel und Zimt, Heidelbeere und Vanille, Orangen und Zartbitterschokolade... alles aromatische Traumpartner, welche die Basis für so manches feines Gebäck bilden. Und im Frühling hat ein weiteres Power Pärchen Saison: Erdbeere und Rhabarber. Beide schmecken schon alleine als Hauptdarsteller einfach super, aber in der Kombination harmonieren die Süsse der Erdbeeren und die Säure des Rhabarbers einfach herrlich. Und nebst Konfitüre lässt sich das Duo auch in ganz viel Gebäck verwenden. Heute stelle ich dir deshalb eine feine Erdbeer Rhabarber Wähe vor, die so wunderbar saftig, frisch und lecker schmeckt, dass ich sie besser gleich gross gebacken hätte, so schnell war sie aufgefuttert.

Beim heutigen Rezept handelt es sich aber nicht um eine 08/15 Wähe; Boden und Rand bestehen aus einem feinen Quarkteig mit Mandeln, und der Guss enthält - halt' dich fest - Marzipan!! Wenn du Marzipan überhaupt nicht magst, dann ist das heutige Rezept nicht deins, denn man schmeckt ihn durch. Wenn du aber Angst hast, dass das Ergebnis zu süss oder der Marzipan übermächtig ist, dann kann ich dich beruhigen. Denn ich selbst mag Marzipan zwar sehr gerne, mein Mann aber lieber nur kleine Dosen. Und wir beide waren mit dem Ergebnis sehr, sehr glücklich...!

Noch ein kleiner Ausschweifer rund ums Backen (keine Werbung, alles selbst bezahlt und ausprobiert): bisher habe ich meine Wähen immer in normalen runden Backblechen gebacken. Bei meiner letzten Bakeria-Bestellung - ich brauchte Rollfondant für die Geburtstagstorte meiner Nichte - habe ich mir aber gleich zwei Dinge gegönnt. Einerseits die uuuuh tolle Tortenplatte, die du auf den Fotos siehst. Sowas habe ich mir schon lange gewünscht und mir nun endlich geleistet (gibt's auch in gross). Und ausserdem habe ich mir ein rundes Quiche-Backblech gekauft, das ein paar tolle Vorteile hat, die ich nun selbst absolut bestätigen kann: es ist doppelt antihaftbeschichtet und muss deshalb nicht eingefettet werden (funktioniert), durch die vielen Luftlöcher wird der Teig besonders knusprig (tatsächlich) und der Boden ist herausnehmbar, weshalb die Wähe nach dem Abkühlen ohne Probleme auf die Tortenplatte rutscht (praktisch). Auch diese Form gibt es in verschiedenen Grössen und ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die gerne und regelmässig Wähen, Pies und Quiches backen, die noch Platz in den Küchenschränken haben und deren Mann die Sucht nach Backartikeln akzeptiert 😄.


Zutaten für ein rundes Kuchenblech von 18cm Durchmesser
(für 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, für 30cm Durchmesser Zutaten verdreifachen)
  • Quarkteig
    - 60g Mehl
    - 20g gemahlene Mandeln
    - 1 Prise Salz
    - 1 EL Zucker
    - 25g kalte Butter, in Stücken
    - 60g Halbfettquark
  • Wäheneinlage
    - 120g Rhabarber (gerüstet gewogen)
    - 1 EL Zucker
    - 120g Erdbeeren (gerüstet gewogen)
    - 2 EL gemahlene Mandeln
  • Marzipan-Guss
    - 1 Ei
    - 1/2 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
    - 5 EL Vollrahm / Sahne
    - 1 leicht gehäufter TL Stärke (z. B. Maizena)
    - 100g Marzipan, in kleinen Stücken
  • Ausserdem
    - 1-2 EL Mandelblättchen (kann auch weggelassen werden)
    - etwas Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Als erstes Teig zubereiten: Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren. Kalte Butter dazugeben und alles zu einer krümeligen Masse verreiben. Dann den Quark dazugeben, rasch zu einem leicht feuchten Teig vermischen ohne ausgiebig zu kneten und dann den Teig in Frischhaltefolie eingepackt für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Inzwischen die Rhabarbern waschen, wenn nötig äusserste Haut abziehen und in 1cm kleine Stücke schneiden. Mit 1 EL Zucker vermischen und zugedeckt mind. 15 Minuten zur Seite stellen. Auch die Erdbeeren in 1cm kleine Stücke schneiden und zur Seite stellen.
  3. Guss vorbereiten: Ei, Vanillemark, Rahm/Sahne und Stärke in einen hohen
    Messbecher geben und mit dem Pürierstab kurz vermischen. Dann das Marzipan
    dazugeben und alles zu einer glatten Masse pürieren.
  4. Rundes Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. 
  5. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf wenig Mehl in der Grösse des Backblechs (inkl. Ränder) ausrollen, anschliessend die Form damit auskleiden. Tipp: wenn du keine Wähenform mit gelochtem Boden besitzt, stich' den Teig im Backblech einige Male mit einer Gabel ein.
  6. 2 EL gemahlene Mandeln auf den Wähenboden streuen, dann die Rhabarberstücke abgiessen und zusammen mit den Erdbeeren auf dem Wähenboden verteilen.
  7. Marzipanguss darübergiessen und zum Schluss mit Mandelblättchen bestreuen.
  8. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Unter- und Oberhitze), untere Ofenhälfte, bis die Wähe schön goldbraun und der Guss gestockt ist.
  9. Wähe herausnehmen und auskühlen lassen, kurz vor dem Servieren mit wenig Puderzucker bestreuen.




Sonntag, 26. März 2017

Rhabarber halbhalb Blechkuchen




Hach Frühling, ich mag dich 💓 ! Auch wenn ich jeder Jahreszeit etwas Schönes abgewinnen kann, so ist der Frühling schon besonders schön. Nach dem Winter geniesse ich jede Minute, die es täglich länger hell wird, liebe den Vogelgesang am frühen Morgen, die wohltuenden Sonnenstrahlen im Gesicht und die zunehmende Wärme, die nach einem kalten Winter bis tief ins Mark wohltut. Und auch kulinarisch bringt der Frühling viel Feines: endlich ist wieder Rhabarber- und Spargelsaison! Zeit also, für ein erstes neues Frühlingsrezept.

Dass ich Blechkuchen gerne mag ist inzwischen ein offenes Geheimnis. Es ist eine schnelle und einfache Art Kuchen zu backen. Unaufgeregt, aber immer hübsch und passend. Für mein heutiges Rezept habe ich einen Mandelkuchen mit Frischkäsemasse à la NY Cheesecake kombiniert, weil ich mir fluffig und cremig in der Kombination mit süss-saurem Rhabarber einfach gut vorstellen konnte. Mhm, und das Ergebnis ist wirklich mega lecker, ein richtiger Verwöhnkuchen. Beim Namen war ich allerdings etwas aufgeschmissen; es ist nicht "nur" ein Kuchen, aber auch kein Cheesecake. Rhabarber war irgendwie gesetzt, und nun wurde aus dem Rest halt einfach halbhalb. Ganz egal ob du den Namen übernimmst oder nicht: backen solltest du diesen Blechkuchen unbedingt, denn er ist einfach leckerschmecker herrlich fein 😊 !


Zutaten für ein rundes Backblech von 18cm Durchmesser
Für ein rundes Backblech von 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln.
  • 75g weiche Butter
  • 75g Zucker
  • 1/4 TL Vanillepulver, alternativ ausgekratztes Mark von 1/2 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 1.5 EL Milch
  • 25g Mandeln
  • 75g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • für das Cheesecake-Bett
    - 120g Doppelrahmfrischkäse (z. B. Philadelphia)
    - 1.5 EL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 2-3 EL Zucker, je nach persönlichem Belieben
  • ca. 150g frischer Rhabarber, geputzt und geschält, in ca. 1cm kleine Stücke geschnitten
  • zum Bestäuben:
    - wenig Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder Boden mit Backpapier auslegen und nur Rand einfetten und -mehlen. Bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.
  2. Butter, Zucker, Vanillepulver oder -mark und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
  3. Ei und und Milch dazugeben, gründlich unterrühren.
  4. Mandeln, Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen, zur Masse geben und ebenfalls zügig darunterrühren.
  5. Teig ins vorbereitete Backblech füllen, den Rand etwas höher und die Mitte etwas tiefer gestalten.
  6. Für das Cheesecake-Bett alle Zutaten kurz zu einer cremigen Masse verrühren (mit dem Mixer oder einem Schwingbesen), in die Mitte des Backblechs auf die Teigmasse geben und behutsam mit einem feinen Spatel oder normalen Tafelmesser gleichmässig rund verstreichen, so dass sowohl unter der Cheesecake-Masse wie auch am Rand normale Kuchenmasse verbleibt.
  7. Rhabarberstücke auf dem ganzen Kuchen verteilen und etwas eindrücken.
  8. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe am Rand: der Kuchen muss durch sein, die Cheesecake-Mitte bleibt im ersten Moment cremig, verfestigt sich aber beim Abkühlen, so dass der Kuchen anschliessend problemlos angeschnitten werden kann. Tipp: evt. Kuchen während der letzten 5 Minuten Backzeit mit etwas Alufolie zudecken, wenn der Rand schon schön gebräunt ist, die Mitte aber noch sehr "wabbelig" ist.
  9. Kuchen herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.


Übrigens...
Dieser Kuchen schmeckt auch am zweiten und dritten Tag noch herrlich lecker. Grund dafür ist natürlich die geschmeidige Frischkäsemasse und die Saftigkeit der Rhabarberstücke. Denke aber trotzdem daran, die Schnittflächen jeweils gut mit Folie abzudecken, damit der Kuchenteil nicht austrocknet. Ausserdem: selbstverständlich kannst du auch gemahlene Haselnüsse anstelle der gemahlenen Mandeln nehmen, und wenn du kein Rhabarber vorrätig hast, würde ich dieses Rezept auch z. B. mit (allenfalls gefrorenen) Himbeeren wagen.




Freitag, 15. Mai 2015

Rhabarber Mandel Gugelhopf




Der Rhabarber hat sich in meiner Backstube zu einem wahren Allrounder gemausert. Früher habe ich mit dem süss-sauren Stangengemüse kaum gebacken, und inzwischen reicht die Saison schon fast nicht mehr aus, um alle Ideen auszuprobieren. Ein Gugelhopf stand aber schon länger ganz oben auf meiner Wunschliste, und das Ergebnis ist einfach wunderbar: zart und luftig, mit saftigen Rhabarberstückchen und knackigen Mandeln. Wenn du also ein ultimatives Frühlingsgebäck suchst, dann solltest du diesem Gugelhopf unbedingt eine Chance geben. Denn nebst dem, dass er unglaublich lecker schmeckt, ist so ein Gugelhopf doch was besonders Hübsches zu Kaffee und Tee, oder?



Zutaten für eine kleine Gugelhopfform von ca. 16-17cm Durchmesser
(für eine grosse Gugelhopfform von 22-24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln)
  • 120g Rhabarber, gewaschen und gerüstet, in kleine Stücke geschnitten
    und mit 1 TL Zucker bestreut
  • 50g geschälte Mandeln, grob gehackt
  • 125g weiche Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 200g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 5 EL Milch
  • für die Glasur:
    - 200g Puderzucker
    - 2-3 EL Wasser / Zitronensaft / Kirsch
    - Dekoartikel / Streusel nach Wunsch



Zubereiten und Backen
  1. Die Gugelhopfform mit Butter ausreiben und in den Kühlschrank stellen.
  2. Butter, Zucker und Salz cremig rühren.
  3. Ein Ei nach dem anderen dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  4. Mehl und Backpulver mischen, zusammen mit der Milch zum Teig geben und alles gut verrühren.
  5. Rhabarber und Mandeln dazugeben und gründlich unterheben.
  6. Gugelhopfform aus dem Kühlschrank nehmen und den Teig gleichmässig einfüllen, glatt streichen.
  7. Backen: 30-40 Minuten bei 180°C, Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Gugelhopf herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.
  9. Für die Glasur Puderzucker mit der gewünschten Flüssigkeit verrühren, bis sie zähflüssig giessbar und streichbar ist. Dann über den Gugelhopf giessen oder den gesamten Gugelhopf einstreichen. Solange die Glasur noch feucht ist, können Streusel, Blumen oder andere Dekoartikel angeklebt werden.


Aufbewahren und Tiefkühlen
Der Gugelhopf bleibt 2-3 Tage lang frisch, wenn seine Schnittfläche immer gut abgedeckt wird. Geschnittene Gugelhopf-Stücke können übrigens auch sehr gut eingefroren werden, solange noch keine Glasur über den Kuchen gegossen wurde. Die Stücke einzeln gut in Gefrierbeutel verpacken und in den Tiefkühler legen. Wenn dich plötzlich die Süsslust packt, sind die Stücke innert 20-30 Minuten bei Raumtemperatur aufgetaut und dem Kuchengenuss steht nichts mehr im Weg :) .





Samstag, 25. April 2015

Rhabarber Streuselschnitten




Endlich wieder Rhabarbersaison! Als ich beim letzten Wocheneinkauf durch die Gemüseregale streifte, entdeckte ich ihn direkt neben den Spargeln und wusste: jetzt ist der Winter definitiv vorbei! Denn beide gesunden Kollegen sind untrügliche Frühlingsboten - und lecker dazu. Mit Rhabarber gibt es schon einige Rezepte zu finden auf meinem Blog, und doch habe ich noch so einige Ideen mit dem sauren Stielgemüse. Die heutigen Streuselschnitten sind unkompliziert und schnell gemacht, herrlich knackig durch die Streusel und supersoft mit dem feinen Vanilleteig. Wenn du magst, kannst du die Hälfte der Rhabarber-Menge auch durch Erdbeeren ersetzen, oder nur Beeren deiner Wahl aufstreuen. Wenn du dafür tiefgekühlte Früchte und Beeren verwendest, solltest du sie noch tiefgekühlt aufstreuen und anschliessend sofort backen, sonst wird das Ergebnis matschig. Nun denn: holt euch bald eine grosse Portion Rhabarber, denn die Saison dauert nur bis Mitte/Ende Juni.


Zutaten für eine Brownie-Form von ca. 28 x 18cm
(oder eine andere Form von ähnlichem Inhalt)
  • 125g weiche Butter
  • 125g Zucker
  • 1 Beutelchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 1 EL Milch
  • 200g Mehl
  • 0.5 TL Backpulver
  • 300g Rhabarber + 1 EL Zucker
  • für die Streusel:
    - 25g gemahlene Mandeln (geschält oder ungeschält)
    - 75g Mehl
    - 30g Zucker
    - 50g kalte Butter


Zubereiten und Backen
  1. Backform mit Butter ausreiben oder mit Backpapier auslegen.
  2. Weiche Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel einige Minuten cremig rühren.
  3. Eier und Milch dazugeben und widerum einige Minuten weiterrühren, bis die Masse heller ist. Tipp: keine Panik wenn dir die Masse jetzt gerinnt - das passiert, wenn du die Eier direkt aus dem Kühlschrank verwendet hast (Temperaturunterschied der Zutaten). Sobald du zum nächsten Punkt kommst, bindet die Masse wieder.
  4. Mehl und Backpulver mischen, ebenfalls zur Masse geben und gut unterrühren. Es soll eine zähflüssige Teigmasse entstehen.
  5. Die Teigmasse in die Backform füllen und glatt streichen. Rhabarber auf dem Teig verteilen und leicht andrücken.
  6. Für die Streusel gemahlene Mandeln, Mehl und Zucker vermischen. Dann die kalte Butter in Stücken dazugeben und alles zwischen den Fingern bröselig verreiben. Anschliessend alles über die Rhabarberstücke krümeln.
  7. Backen: ca. 35 Minuten bei 180°C, Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Streuselschnitten herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Anschliessend in Quadrate oder andere beliebige Formen schneiden, mit etwas Puderzucker bestäuben und servieren.





Dienstag, 10. Juni 2014

Rhabarber Honig Täschli




Manchmal braucht man einfach etwas kleines Süsses zwischendurch, geht euch das auch so? Blätterteigtäschchen sind dafür wie geschaffen und wahnsinnig wandelbar. Ich mache öfters solche Variationen, mal süss und mal herzhaft. Das Praktische an Blätterteigtäschchen ist - nebst dem, dass sie schnell gemacht sind - dass man sie einfrieren und bei Bedarf noch gefroren in den Backofen schieben kann. Meldet sich unerwartet Besuch an, hat man immer etwas Feines aus dem Ofen parat. Dass ich Rhabarber sehr mag wisst ihr inzwischen, denn fünf Rhabarber-Rezepte habe ich euch diesen Frühling schon vorgestellt. Heute gibt es nun einen Rhabarber-Nachschlag in Täschchenform: toller Fingerfood und herrlich fruchtig-süss.


Zutaten für 12 Täschli
  • 1 ausgewallter Blätterteig (ca. 25 x 42cm)
  • 80g Rhabarber, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten
  • 80g Rahmquark
  • 80g gemahlene Mandeln
  • 2 EL flüssiger Honig
  • 1/2 EL Maisstärke, z. B. Maizena
  • 1/4 TL Ingwerpulver, alternativ wenig frisch geriebener Ingwer
  • 1 Ei, in Eiweiss und Eigelb getrennt


Zubereiten und Backen
  1. Für die Füllung alle Zutaten von Rhabarber bis und mit Ingwerpulver in einer Schüssel gut verrühren.
  2. Blätterteig ausrollen und der Länge nach halbieren, anschliessend beide Teiglängen vertikal in sechs gleichmässige Rechtecke schneiden. Tipp: falls diese Erklärung zu abstrakt war, findet ihr ein Schnittmuster bei den Kürbis-Mozzarella-Täschli.
  3. Auf die untere Hälfte der kleinen Rechtecke je einen gut gehäuften Teelöffel der Füllung geben.
  4. Die Ränder rund um die Füllung mit Eiweiss bestreichen und die Täschchen zuklappen. Mit einer Gabel Täschchen rundherum gut verschliessen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  5. Täschchen mit verquirltem Eigelb bestreichen, evt. mit einem Schuss Milch verdünnen.
  6. Backen: ca. 15-20 Minuten bei 180°C, Ofenmitte, bis die Täschchen goldbraun sind.
  7. Täschchen herausnehmen und lauwarm oder ausgekühlt servieren.

Einfrieren und gefroren backen
Wie bereits erwähnt kann man diese Täschchen problemlos einfrieren. Man legt sie dazu erst nebeneinander auf eine gefrierfeste Platte und gibt sie in den Tiefkühler. Sobald die Täschchen gefroren sind kann man sie miteinander in einen Gefrierbeutel füllen und wieder in den Tiefkühler legen. Möchte man sie dann backen, legt man sie noch gefroren auf ein mit Backpapier belegtes Blech, bestreicht sie mit verquirltem Eigelb und backt sie ebenfalls bei 180°C, Ofenmitte. Die Backzeit verlängert sich um etwa 5 Minuten.



 

Freitag, 9. Mai 2014

Rhubarb Crumble Brownies - Rhabarber Streusel Brownies




Rhabarberwoche Tag 5
Die letzte Rhabarbervariation für diese Woche wird so richtig schokoladig mit einem wunderbaren Brownierezept. Meine Ansprüche an Brownies sind jeweils ziemlich hoch: natürlich müssen sie zwingend schoko-schokoladig sein. Trotzdem mag ich sie nicht zu kompakt und schwer - ich hatte schon Brownies, die man fast mit Messer und Gabel hätte essen müssen. Dieses Rezept gelingt aber nach meinen Vorstellungen perfekt. Die Streusel sind schön knusprig, der Rhabarber bringt eine frische Note, und der Browniekern ist fluffig, zart und mmmmh-schokoladig. Für diese feinen Stücke vergisst man gerne alle guten Vorsätze und tut etwas richtig Gutes fürs Geniesserherz. Vielleicht verwöhnt ihr eure Mamas zum Muttertag mit dieser schokoladigen Kleinigkeit?



Zutaten für eine Browniesform von ca. 28x18cm oder ähnlichem Inhalt
  • 200g Butter
  • 150g dunkle Schokolade, gehackt
  • 4 Eier
  • 250g Zucker
  • 0.5 TL Salz
  • 150g Mehl
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1/4 TL Backpulver
  • 250g Rhabarber
  • für die Streusel: 90g Mehl, 50g Zucker, 50g Butter


Zubereiten und Backen
  1. Browniesform mit Butter ausstreichen und Mehl bestäuben, oder mit Backpapier belegen.
  2. Rhabarber waschen, rüsten und in Stücke schneiden.
  3. Für die Streusel: Mehl, Zucker und Butter mit den Händen zu einer krümeligen Masse verkneten, zur Seite stellen.
  4. Butter und Schokolade langsam unter gelegentlichem Rühren in einer kleinen Pfanne schmelzen, etwas abkühlen lassen.
  5. Eier, Zucker und Salz einige Minuten rühren, bis die Masse luftig und heller ist.
  6. Schokoladen-Butter-Masse dazugeben und kurz unterrühren.
  7. In einer separaten Schüssel Mehl, Kakao- und Backpulver mischen, zur Teigmasse geben und ebenfalls unterrühren.
  8. Teig in die Browniesform füllen und glatt streichen. Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen und zum Schluss die Streusel darüberkrümeln. Hinweis: Wenn ihr euch aufgrund des Bildes rechts fragt, was ich da für eine komische Backform für Brownies verwendet habe: ich wollte dieses eine Mal nur vier etwas grössere Stücke erhalten und habe deshalb die Rezeptmenge halbiert und den Teig in einer normalen Kastenform von ca. 28x10cm gebacken. Allerdings hätte ich besser die ganze Menge zubereitet - so schnell wie die weg waren...
  9. Backen: ca. 40-45 Minuten bei 180°C, untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  10. Brownies in der Form leicht abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Mit einem scharfen Messer in gleichmässige Würfel schneiden und kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.



Aufbewahren und mögliche Variationen
Brownies können sehr gut 3-4 Tage aufbewahrt werden wenn man sie gut verschliesst/einpackt und an einem kühlen Ort, evt. sogar im Kühlschrank lagert. Wer Nüsse liebt, kann den Brownies noch etwa 100g grob gehackte Baum- oder Pekannüsse hinzufügen. Das Rezept funktioniert anstelle der Rhabarberstücke z. B. auch mit Erdbeeren sehr gut, oder man lässt die Fruchtzutat ganz weg und geniesst das ultimative Schokoladenerlebnis pur :) .




Donnerstag, 8. Mai 2014

Rhabarber Jalousie





Rhabarberwoche Tag 4
Heute stecken saftige Rhabarberstücke in einem warmen und knusprigen Blätterteigmantel. Eine Kombination, die sich besonders gut als Dessert mit einem Stück Vanilleeis macht: heiss-kalte Rhabarberliebe! Die Jalousie ist schnell gemacht und bedeutend weniger aufwändig, als man auf den ersten Blick erahnen würde, vor allem wenn man wie ich auf den fixfertigen Blätterteig aus dem Kühlregal zurückgreift. Anstelle der Butterguetzli könnten übrigens auch gemahlene Mandeln zum Einsatz kommen, und wer schon frische Erdbeeren zu Hause hat, kann zu den Rhabarberstücken auch noch in Würfel geschnittene Erdbeeren schmuggeln. Jalousien sind besonders wandelbar, und allerspätestens im Herbst wird euch dieses Rezept in einer Apfel- oder Birnenvariation wohl wieder auf meinem Blog begegnen :) .



Zutaten
  • 1 ausgewallter Blätterteig (ca. 25 x 42cm)
  • 50g Crème Fraîche
  • 60g Erdbeerkonfitüre
  • 1 Bio-Zitrone, wenig abgeriebene Schale
  • 50g Butterguetzli, fein zerkrümelt (z. B. Sablé, Petit Beurre o.ä.)
  • 120g Rhabarber, in Stücke geschnitten
  • 1 EL Zucker
  • 1 Eigelb, evt. mit etwas Milch verrührt
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben 


Zubereiten und Backen
  1. Den Blätterteig ausrollen und der Länge nach in zwei lange Teigblätter halbieren. Die eine Hälfte auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und den Rand ca. 1cm breit mit Eigelb bestreichen. Die andere Teighälfte zurück in den Kühlschrank legen.
  2. Für die Füllung Crème Fraîche, Erdbeerkonfitüre, Zitronenschale und fein zerkrümelte Guetzli gut verrühren und anschliessend auf dem Teigboden streichen. Dabei rundherum mind. 1cm Rand frei lassen. Anschliessend Rhabarberstücke auf die Masse verteilen.
  3. Die zweite Teighälfte aus dem Kühlschrank nehmen und evt. mit einem Wallholz etwas verbreitern, dann mit einem spitzen Messer lamellenförmig Schlitze einschneiden. Hiervon kommt übrigens der Name "Jalousie" :) . Diese Teighälfte als Deckel über die Rhabarberstücke legen und Ränder rundherum gut andrücken.
  4. Jalousie mit Eigelb bestreichen und zum Abschluss mit 1 EL Zucker bestreuen.
  5. Backen: ca. 25 Minuten bei 200°C, Ofenmitte, bis die Jalousie schön goldbraun ist.


Servieren
Die Rhabarber Jalousie kann heiss, lauwarm oder ausgekühlt serviert und kurz vor dem Anrichten mit etwas Puderzucker bestreut werden. Ich persönlich mag sie heiss, rsp. warm am liebsten und richte sie gerne mit etwas Vanilleeis und Schlagrahm/Schlagsahne an; die heiss-kalte Kombination ist ein wunderbares Dessert und erinnert an warmen Apfelstrudel. Wer mag kann die Rhabarber Jalousie z. B. auch mit einem Vanillesaucespiegel servieren, oder mit etwas Erdbeerkompott, was auch sehr gut mit Rhabarber harmoniert. Als Idee: anstelle einer langen Jalousie können auch mehrere kleine Mini-Jalousien gebacken werden. Das sieht besonders hübsch aus und ist auch ein toller süsser Snack zum Mitnehmen und unterwegs Essen.