Posts mit dem Label Zucchetti werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zucchetti werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 17. Oktober 2017

Schnelle Apéro-Schiffchen




Apéro-Gebäck ist einfach was Feines: der perfekte Auftakt für einen gelungenen Abend mit Gästen, oder ein kulinarischer Wartezeit-Verkürzer auf das sorgfältig geplante Menü. Zwar besteht durchaus die Gefahr, dass man sich bei einem feinen Apéro schon zu fest den Bauch vollschlägt 😄, aber dafür dürfen dann die Portionen der einzelnen folgenden Gerichte gerne etwas kleiner ausfallen. Manchmal trifft man sich auch nur so zum gemütlichen Beisammensein, und bei vorgerückter Stunde meldet sich klammheimlich ein kleines Hüngerlein. Dann ist es ebenfalls Zeit für Apéro!

Heute habe ich eine neue Idee für dich und deine Gäste, die schnell gemacht ist und dir ganz viel Spielraum für eigene Variationen gibt. Ich habe mir mal drei verschiedene Varianten an Apéro-Schiffchen ausgedacht, aber vielleicht sieht dein Wunschbelag total anders aus. Eigentliches Novum ist der schnelle Pizzateig ohne Hefe, den ich als Grundlage verwendet habe. Das Rezept ist spontan an einem Sonntag Abend entstanden, als (vor allem) mich und (aus Solidarität auch) meinen Mann der "Gluscht" auf etwas Warmes, Salziges packte. Und zwar möglichst sofort 😂. Der Teig ist im Nu zusammengeknetet, geht schön auf und wird innen fein brotig und aussen knusprig. Super praktisch! Natürlich könntest du dieses Rezept auch mal für eine Last-Minute-Pizza verwenden.

Für die Apéro-Schiffchen kommt der schnelle Pizzateig jedenfalls gerade recht, und passende Zutaten finden sich eigentlich immer irgendwo im Vorrat: geriebener Käse im Tiefkühlfach, Crème Fraîche im Kühlschrank, Pesto oder Tomatenpüree im Keller, die halbe Peperoni im Gemüsefach... Nutze was du magst, und wenn du rechtzeitig planst kannst du eine ganze Palette auftischen. So macht Apéro besonders viel Spass!


Zutaten für 8 Apéro-Bötchen
  • Schneller Pizzateig ohne Hefe
    - 200g Mehl
    - 1.5 dl Milch
    - 1 EL Olivenöl
    - 0.5 TL Salz
    - 1.5 TL Backpulver
  • pro Pizza-Schiffchen
    - 1 TL Tomatenpüree (oder Tomaten- / Pizzasauce)
    - 2 TL fein gehackter Mozzarella oder Pizza-Käsemix (diesen habe ich immer im Tiefkühler)
    - weiteres nach Wunsch (z. B. Peperoni-, Schinken-, Salamiwürfel etc.)
  • pro Pesto-Schiffchen
    - 1 TL grünes Pesto
    - 2 TL Parmesan oder anderer Reibkäse nach individuellem Geschmack
    - weiteres nach Wunsch (z. B. klein geschnittene Pilze, Zucchetti etc.)
  • pro Flammkuchen-Schiffchen
    - 1 TL Crème Fraîche
    - 1 TL Speckwürfelchen
    - 1 TL fein gehackte (Frühlings-) Zwiebel
    - weiteres nach Wunsch (z. B. klein gehackte frische Feigen, Kräuter, Rucola etc.)
  • zum Bestreichen
    - wenig Olivenöl
    - wenn gewünscht getrocknete Kräuter (z. B. Oregano)


Zubereiten und Backen
  1. Erst den schnellen Pizzateig zubereiten: alle Zutaten in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten. Ist der Teig zu klebrig: wenig Mehl hinzufügen. Ist der Teig zu trocken und hält nicht zusammen: wenig Wasser hinzufügen. Teig anschliessend sofort weiterverwenden; der schnelle Pizzateig braucht weder Kühl- noch Ruhezeit!
  2. Teig auf wenig Mehl ca. 2mm dünn ausrollen und 8 Rondellen von ca. 11cm Durchmessern ausstechen. Rondellen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  3. Rondellen nach eigenem Wunsch bestreichen: erst die Sauce (Tomatenpüree, Pesto oder Crème Fraîche) auf der ganzen Rondelle verstreichen, dann die
    Eine ganze Ladung Pizza-Schiffchen 😊
    übrigen Zutaten mehrheitlich mittig darauf verteilen. Rondellen in der Mitte zusammenfalten und etwas andrücken, evt. Teigränder an der überlappenden Stelle mit etwas Wasser "ankleben". Dann die Oberfläche der entstandenen Schiffchen mit wenig Olivenöl bestreichen und, wenn gewünscht, mit getrockeneten Kräutern bestreuen.
  4. Backen: ca. 10 Minuten bei 220°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Schiffchen schön gebräunt sind.
  5. Bötchen herausnehmen und sofort servieren.


Apéro-Gebäck auf Vorrat
Die Apéro-Schiffchen lassen sich mit jedem Belag problemlos einfrieren. Lege sie dazu erst auf ein Blech oder Brett, schütze sie gut mit gefrierfester Folie und friere sie durch. Nach einigen Stunden kannst du sie dann zusammen in einen Gefrierbeutel packen und einige Wochen aufbewahren. Wenn du spontan Apéro-Gebäck brauchst legst du die gefrorenen Schiffchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech und bäckst sie wie oben beschrieben, die Backzeit verlängert sich um 4-5 Minuten.



Donnerstag, 24. August 2017

Zucchetti Käse Zopf




Sie hält immer noch an, die Zucchetti-Flut, und daher kann man meiner Meinung nach einfach nie genug Rezepte mit Zucchetti haben. Nachdem es schon viele süsse Ideen gibt mit dem feinen Kürbisgewächs, habe ich dir heute eine herzhafte Variante. Auf die Idee kam ich, weil es mich kürzlich nach Russenzopf "gluschtete" - du kennst den fein-feuchten Hefezopf mit Haselnussfüllung bestimmt - aber irgendwie passt der einfach nicht so in den Sommer. Daher dachte ich mir, was süss geht, funktioniert herzhaft bestimmt auch. Und mhm, das Ergebnis war wirklich lecker, vor allem wenn der Zopf noch heiss oder warm ist 💗.

Ich finde der Zucchetti-Käse-Zopf macht sich auch optisch toll, etwa bei einer Grillparty, bei einem ausgiebigen Apéro oder als Beilage zum Salatteller. Du kannst mit eigenen Gewürz- und Kräuterideen eine ganz eigene Note reinzaubern, und wenn du anstelle des milden Gouda einen rezenten Käse wählst, bekommt er noch mehr Rasse. Natürlich kannst du aber auch einen anderen "milden" Käse, wie etwa Mozzarella verwenden. Du entscheidest, was dir am besten schmeckt, und vielleicht beginnst du sogar mit anderem Gemüse zu experimentieren. Die Kürbissaison steht ja schon vor der Tür...



Zutaten für eine Kastenform von 25cm Länge
  • für den Hefeteig
    - 300g Dinkelmehl mit Schrot (z. B. Halbweissmehl mit 25% Schrot,
       alternativ 150g helles Dinkel- oder Weissmehl und 150g Vollkorn-Dinkel-
       oder Weizenmehl).
    - 1 TL Salz
    - 1/4 Würfel frische Hefe
    - 1 TL Honig
    - 1.5dl handwarmes Wasser
    - 1 EL Joghurt Nature
    - 90g Zucchetti, gewaschen, an der Röstiraffel gerieben und leicht ausgedrückt
  • für die Knoblauchbutter, zum Bestreichen (kann auch weggelassen werden)
    - 40g sehr weiche Butter
    - 1 bis max. 2 Knoblauchzehen, je nach Geschmack, gepresst
    - Salz und Pfeffer
  • für die Füllung
    - 100g Zucchetti, gewaschen, an der Röstiraffel gerieben und leicht ausgedrückt
    - 100g Gouda, an der Röstiraffel gerieben (nach Wunsch anderer Käse)
    - frische oder getrocknete Kräuter nach Wunsch, z. B. Thymian



Zubereiten und Backen
  1. Als erstes den Hefeteig zubereiten. Dazu Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Honig und Hefe im handwarmen Wasser auflösen und dann zusammen mit dem Joghurt und der geriebenen Zucchetti zum Mehl geben. Alles zu einem gut formbaren, aber leicht klebrigen Teig verkneten, dann zugedeckt ca. 1 Stunde aufs Doppelte aufgehen lassen. Tipp: erscheint dir der Teig zu klebrig, gibst du einfach löffelweise etwas Mehl dazu und knetest solange weiter, bis der Teig formbar wird.
  2. In der Zwischenzeit die Knoblauchbutter herstellen. Dazu alle Zutaten gründlich vermischen und abschmecken nicht vergessen, damit sie deinem Gusto auch entspricht. Tipp: Knoblauchbutter kann man auch fixfertig im Laden kaufen. Anstelle von Knoblauchbutter könntest du auch Kräuterbutter verwenden wenn du das lieber hast. Und wenn du beides nicht magst, kannst du auch aufs Bestreichen verzichten, gibst aber bei der Teigzubereitung 0.5 TL mehr Salz dazu, sonst wird das Ergebnis etwas fade. Ausser dein Käse ist wirklich rezent; dann braucht es kein zusätzliches Salz.
  3. Kastenform mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder vollständig mit Backpapier auslegen.
  4. Teig aus der Schüssel nehmen und auf etwas Mehl zu einem Rechteck ausrollen. Mein Rechteck war ca. 40x30cm gross.
  5. Die Knoblauch- oder Kräuterbutter - wenn nicht weich genug - schmelzen und die ganze Teigfläche damit bestreichen. Dann erst die Zucchettiraspel, anschliessend ca. 80g vom geriebenen Käse und zum Schluss nach Wunsch die Kräuter über den Teig verteilen, dabei an der einen langen Kante einen Rand von etwa 2cm frei lassen.
  6. Nun den ganzen Teig längs zur frei gelassenen Kante satt aufrollen, die Enden evt. einfalten. Die entstandene Teigrolle wird jetzt der Länge nach halbiert, aber am einen Ende nicht ganz durchgeschnitten, so dass beide Stränge noch zusammenhalten. Nun die beiden entstandenen Teighälften übereinanderflechten und alles sorgfältig in die Kastenform transportieren. Tipp: das Flechten mit offenen Teigsträngen ist immer etwas knifflig, auch weil etwas Füllung rauspurzeln kann, aber hier brauchst du nicht lange herumzudoktern. Auch wenn beim Transportieren etwas schief geht: einfach gut zusammenschieben, und das Ergebnis kommt dann schon gut 😉. 
  7. Übrigen geriebenen Käse über den Zopf streuen und alles nochmals 20 Minuten ruhen lassen. 
  8. Backen: ca. 35 Minuten bei 220°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte, bis die Oberfläche schön gebräunt ist.
  9. Zopf herausnehmen und 10 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und noch heiss/warm oder später ausgekühlt geniessen.



 

Freitag, 11. August 2017

Zucchetti-Schoko-Cake




Zucchetti, auch Zucchini genannt, ist ein Gemüse das in der Saison fast immer in meinem Kühlschrank lagert. In der Regel esse ich sie alleine, denn mein Herzmann ist absolut kein Zucchini-Fan. Weder gedämpft, gebraten, gefüllt oder grilliert kann ich ihn von dem so saftig-leckeren Gemüse überzeugen. Wenn es aber um süsse Varianten geht, ist er schnell zu haben. Einerseits weil der Geschmack von Zucchini in Gebäcken überhaupt nicht dominant ist - man könnte ihn schon fast als "neutral" bezeichnen - aber jedes Gebäck von der Saftigkeit profitiert. So auch dieser feine Schokocake: er ist total schokoladig und gleichzeitig herrlich feucht. So schmeckt er nicht nur frisch gebacken toll, sondern lässt sich auch 1-2 Tage später noch ohne Qualitätseinbusse geniessen.

Wenn du ein richtiger Schokoholic bist, könntest du bei diesem Kuchen auch 1 EL weniger Mehl, dafür zusätzlich 1 EL Kakaopulver verwenden. Achtung: Kakaopulver, nicht Schokoladenpulver 😉. Zudem kannst du je nach Auswahl in deinem Vorratsschrank die gemahlenen Mandeln natürlich auch durch gemahlene Haselnüsse ersetzen. Egal für was du dich entscheidest: dieser Cake ist unkompliziert, lässt sich super vorbereiten und schmeckt einfach gut. Und wenn du dich im Moment sowieso kaum vor der Zucchetti-Flut aus dem eigenen Garten retten kannst, ist dieses Rezept auf jeden Fall ein Muss.


Zutaten für eine Kastenform von 20cm Länge
Für eine Kastenform von 30cm Länge alle Zutaten erst :2 und dann x3 rechnen (das ergibt dann z. B. 3 Eier). Die Backzeit kann sich um 5-10 Minuten verlängern.
  • 140g Zucker
  • 1 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 100g Butter
  • 70g dunkle Schokolade / Zartbitterschokolade
  • 140g Zucchetti, geschält und an der Röstiraffel gerieben
  • 140g Mehl
  • 3 EL gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • optional zur Deko: etwas dunkle Schokolade, Schokoladenglasur oder Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Kastenform mit etwas Butter ausreiben und mit Mehl bestäuben, oder vollständig mit Backpapier auslegen.
  2. Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier in einer Schüssel 5-10 Minuten schaumig schlagen.
  3. Währenddessen Butter und Schokolade in einer Pfanne unter gelegentlichem Rühren behutsam schmelzen. Anschliessend zur Zucker-Eimasse geben und zügig unterrühren.
  4. Zucchettiraspel dazugeben und gut verrühren.
  5. In einer separaten Schüssel Mehl, Mandeln und Backpulver vermischen, dann ebenfalls dazugeben und alles zügig zu einem (durch die Zucchiniraspel mehr oder weniger 😊) glatten Teig verrühren. Teig in die Kastenform füllen.
  6. Backen: ca. 55 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  7. Kuchen herausnehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  8. Sobald der Kuchen vollständig erkaltet ist, kannst du ihn nach Belieben mit etwas geschmolzener Schokolade oder Schokoladenglasur beträufeln / bestreichen, mit Puderzucker bestäuben oder "nature" lassen.




Dienstag, 4. August 2015

Zucchetti Cake




Heute habe ich mal wieder ein Sommergemüse schlechthin verbacken. Während der Sommermonate lagere ich eigentlich immer mindestens eine Zucchetti (oder Zucchini) zu Hause, die dann entweder grilliert, rührgebraten oder eben gebacken wird. Letztes Jahr habe ich dir ein Rezept für süsse Zucchetti Muffins vorgestellt, und heute kommt der Klassiker was Backwaren betrifft: ein Kastenkuchen. Zwar geht der Zucchetti Cake aufgrund seiner Zutaten nicht stark auf in der Mitte, dafür besticht er mit seiner Saftigkeit und eignet sich perfekt für ein Picknick. Damit du keinen Stress bekommst, kannst du den Kuchen auch schon am Vortrag backen; er bleibt einige Tage herrlich saftig und frisch.



Zutaten für eine Kastenform von 20cm Länge    (für eine Länge von 26cm Zutaten auf 5 Eier hochrechnen)
  • 60g weiche Butter

  • 110g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier, in Eigelb und Eiweiss getrennt
  • 120g Zucchetti (geschält gewogen), an der Bircherraffel gerieben
  • 3-4 Tropfen Bittermandel-Aroma
  • 1/2 Zitrone, nur abgeriebene Schale
  • 120g geschälte, gemahlene Mandeln
  • 75g Mehl
  • 1.5 TL Backpulver
  • nach Belieben etwas Puderzucker



Zubereiten und Backen
  1.  Die Kastenform mit Butter ausreiben oder mit Backpapier auslegen.
  2. Weiche Butter, Zucker und Salz in einer Schüssel cremig rühren.
  3. Alle Eigelb dazugeben und weiterrühren, bis die Masse hell ist.
  4. Geriebene Zucchetti, Bittermandelaroma und Zitronenschale unterrühren.
  5. Mandeln, Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen, ausserdem Eiweiss steif schlagen.
  6. Jetzt die Mandel-Mehl-Backpulver-Masse lagenweise mit dem steifen Eiweiss zur Teigmasse geben und von Hand mit einem Teigschaber unterziehen, bis alle Zutaten gerade so vermischt sind. Tipp: zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig, dass du nicht mehr zu stark rührst. Das Eiweiss soll seine Fluffigkeit behalten, sonst fällt der Kuchen beim Backen ein.
  7. Teig in die Kastenform füllen und verteilen.
  8. Backen: 55-60 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  9. Kuchen herausnehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
  10. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestreuen.


Aufbewahren und Einfrieren
Der Zucchetti Cake ist ein saftiger Kuchen und lässt sich problemlos 2-3 Tage aufbewahren, wenn er gut eingepackt im Kühlschrank gelagert wird. Wichtig: 30 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Zimmertemperatur annehmen kann. Ausserdem lässt er sich auch hervorragend einfrieren, z. B. in Stücke geschnitten. So kannst du immer, wenn dich die Lust packt, ein Stück aus dem Tiefkühler holen und es bei Zimmertemperatur innert 20-30 Minuten auftauen lassen. Wenn du den Kuchen tiefkühlst, solltest du allerdings weder Glasur noch Puderzucker auftragen - tu dies erst nach dem vollständigen Auftauen.




Sonntag, 7. September 2014

Gemüse Schiffchen




Ein paar leckere Häppchen vor einem schönen Essen sind doch was Feines. Zugegeben serviere ich auch nur zu besonderen Gelegenheiten und/oder wenn wir Gäste haben speziellen Fingerfood. Dafür wechsle ich gerne ab und probiere immer wieder was Neues. Zwischendurch gibt es auch einfache kalte und unterschiedlich belegte Canapés, die ich persönlich übrigens wahnsinnig gerne mag. Aber etwas Warmes wie feine Strudelecken oder pikante Blätterteigschnecken ist eben auch lecker. Heute stelle ich euch die etwas aufwändigere Variante von Apéro Gebäck vor, denn es wird ein Hefeteig benötigt. Die Häppchen machen sich nicht nur als Willkommens-Leckerei gut, sondern passen auch zu einem Salatteller oder einem Teller Suppe. Ich finde die Schiffchen Form sieht hübsch aus, und die Füllung darf beim Backen ruhig etwas über den Teig laufen. Die Würzung könnt ihr ganz nach Belieben variieren: wer keinen Safran mag, nimmt Curry, Paprika oder etwas anderes, das schmeckt.



Zutaten für ca. 9 Schiffchen
  • Hefeteig
    - 150g Mehl
    - 0.5 TL Salz
    -
    1/4 Würfel frische Hefe
    - 0.75-1dl Wasser
    - 15g Butter, flüssig
  • Füllung
    - 200g Hüttenkäse, leicht abgetropft
    - 1 mittelgrosse Karotte
    - 1/2 Zucchetti
    - 1/2 Zwiebel
    - 1 Ei
    - 1/2 Beutelchen Safranpulver
    - Salz, Pfeffer
    - etwas Bratbutter / Öl für die Pfanne



Hefeteig zubereiten
  1. Mehl und Salz mischen, in eine Schüssel geben und eine Mulde formen.
  2. Hefe in wenig Wasser auflösen und in die Mulde giessen, mit etwas Mehl vom Muldenrand zu einem leichten Brei anrühren und dann für etwa 15-20 Minuten stehen lassen, bis der Brei schäumt.
  3. Restliches Wasser und Butter dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  4. Zugedeckt bei Raumtemperatur für etwa eine Stunde ums Doppelte aufgehen lassen.


Gemüsefüllung zubereiten
  1. Karotten und Zucchetti an der Röstiraffel grob reiben, die Zwiebel fein hacken.
  2. Bratbutter / Öl in einer Pfanne heiss werden lassen und die Zwiebel darin kurz dünsten. Dann die Karotten und Zucchetti dazugeben und einige Minuten dämpfen. Anschliessend die Mischung in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen.
  3. Hüttenkäse, Ei und Safranpulver zur Gemüsemischung geben und gut vermischen. Dann mit Salz und Pfeffer, je nach gewünschtem Schärfegrad auch Paprika oder anderen persönlichen Lieblingsgewürzen, würzen. Tipp: die Füllung solltet ihr unbedingt abschmecken vor dem Einfüllen, denn Hüttenkäse mildert eine etwaige Schärfe recht ab. Es wäre schade, würden eure lecker aussehenden Gemüse Schiffchen fade enden.


Schiffchen formen, füllen und backen
  1. Den Hefeteig auf wenig Mehl ca. 5mm dick ausrollen. Rondellen von ca. 10cm Durchmesser ausstechen, dann zu Ovalen ziehen. Tipp: selbstverständlich kann man die Schiffchen auch etwas grösser, allerdings nicht kleiner als 8cm machen, sonst wird das Füllen schwierig.
  2. Auf jedes Oval ca. 2 TL Mischung geben, die Längsränder auf die Füllung legen und dann die Enden zusammendrücken, so dass Schiffchen entstehen. Gemüse Schiffchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  3. Backen: ca. 20-25 Minuten bei 200°C, untere Ofenhälfte.
  4. Schiffchen herausnehmen und etwas abkühlen lassen, dann noch warm oder später auch ausgekühlt servieren.





Dienstag, 26. August 2014

süsse Zucchetti Muffins




Unaufgeregt, einfach, aber soooo lecker! Ja, Gutes muss wirklich nicht kompliziert sein, und dafür stehen auch diese süssen Zucchetti Muffins. Auch wer kein grosser Gemüse Fan ist, sollte dem Rezept unbedingt eine Chance geben. Mein Mann mag zum Beispiel überhaupt kein Zucchetti, fand die Muffins aber superlecker, auch nachdem ich ihm die geheime Zutat verraten habe :) . Zucchetti - auch Zucchini genannt - ist ein typisches Sommergemüse, gehört zu den Kürbisgewächsen und hat noch bis Oktober Saison. Ich mag besonders, wie vielseitig er ist. Man kann ihn zum Beispiel roh essen, dämpfen oder rührbraten, auf den Grill legen oder backen. Wer ihn traditionell als Gemüse zubereitet sollte darauf achten erst zum Schluss zu salzen, damit er schön knackig bleibt. Ausserdem zählt hier ohne Zweifel nicht die Grösse; kleinere Zucchetti um 20cm Länge sind bedeutend aromatischer als 40cm lange Keulen. Im Gebäck sorgt der Gemüseanteil für herrliche Saftigkeit, und doch ist dieser Muffin leicht und locker. Sollte wider Erwartens doch ein Muffin übrig bleiben, kann er deshalb auch am nächsten Tag noch genossen werden.



Zutaten für 10-12 Muffins
  • 100g weiche Butter
  • 140g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 200g Zucchetti, an der Bircherraffel grob gerieben
  • 1/2 Limette, Saft und Schale
  • 140g Mehl
  • 80g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver


Zubereiten und Backen
  1. Muffinsblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Papierbackförmchen auslegen.
  2. Die Butter mit dem Zucker und Salz weich rühren.
  3. Ein Ei nach dem anderen dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  4. Zucchetti mit der Limettenschale und dem Limettensaft vermischen, dann zur Teigmasse geben. Tipp: keine Panik wenn die Masse nun grieselig aussieht. Sie wird beim nächsten Schritt wieder gebunden.
  5. Mehl, Mandeln und Backpulver mischen und unter die Teigmasse rühren.
  6. Teigmasse gleichmässig in die Vertiefungen des Muffins Blech füllen. Tipp: die hübschen Tulip Papierbackförmchen habe ich bei Bakeria gefunden und bin begeistert, dass sie auch nach dem Backen toll aussehen und sich nicht verfärbt haben. Da die Förmchen relativ gross sind, würde ich sie beim nächsten Mal aber etwas höher befüllen, damit die Muffins oben mehr rausschauen :) .
  7. Backen: ca. 25 Minuten bei 180°C, Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Muffins herausnehmen, einige Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Aufbewahren
Zucchetti kann im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu drei Wochen aufbewahrt werden, was ihn zu einem besonders praktischen Gemüse macht. Achtet dabei darauf, ihn nicht zusammen mit Früchten oder Tomaten zu lagern, weil sie die Zucchetti schneller reifen lassen.






Dienstag, 1. Juli 2014

Sommergemüse Jalousie




Ich liebe es, wenn ich Rezepte immer wieder abändern und neu erfinden kann. Jalousien gehören unbedingt dazu und müssen überhaupt nicht immer süss sein. Eine wunderbare währschafte Variation ist diese Sommergemüse Jalousie. Zusammen mit einem Salatbouqet - vielleicht etwas vielseitiger als mein Beispiel heute, aber mehr gab mein Gemüsefach nicht mehr her :) - erhält man eine tolle leichte Mahlzeit. Da liegt auch der knusprige Blätterteig problemlos drin. Oder aber man reicht die Jalousie als leckere Beilage zum grillierten Steak oder Hühnchen. Es muss ja nicht immer nur Tomaten-Mozzarella- oder Kartoffelsalat sein, oder? Für eine grössere Gruppe lässt sich übrigens aus einem ganzen Blätterteig eine schön lange Jalousie zubereiten, oder man macht je eine kleine Jalousie pro Person. Aussen knusprig, innen saftig - guten Appetit!


Zutaten für eine Jalousie für 2 - 4 Personen 
(je nach dem ob die Jalousie als Hauptspeise oder Beilage gereicht wird)
  • 1/2 rechteckig ausgewallter Blätterteig
    (Original ca. 25 x 42cm, halbiert ca. 25 x 21cm)
  • 100g Zucchetti, in kleine Stücke geschnitten
  • 100g Cherrytomaten, geviertelt
  • wenig Knoblauch, fein gehackt oder gepresst
  • 1 Bio-Zitrone, wenig abgeriebene Schale und ein Spritzer Saft
  • 2 kleine Thymianzweiglein, abgezupfte Blätter, alternativ schmecken
    auch getrockneter Thymian oder andere Kräuter wie z. B. Basilikum
    oder Rosmarin
  • 1 EL Reibkäse
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Prise Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Ei, getrennt in Eigelb und Eiweiss


Zubereiten und Backen
  1. Für die Füllung alle Zutaten von Zucchetti bis Zucker mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  2. Den halben Blätterteig quer nochmals halbieren und bei der einen Hälfte kleine Schlitze einschneiden, damit anschliessend beim Backen der Dampf entweichen kann. Die andere Hälfte auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und die Füllung darauf verteilen. Dabei rundherum ca. 1.5-2cm Rand freilassen.
  3. Freigelassenen Rand mit Eiweiss bestreichen und die eingeschnittene Teighälfte über die Füllung legen, rundherum vorsichtig andrücken.
  4. Eigelb verklopfen, evt. mit einem Schuss Milch oder Rahm verdünnen und die Jalousie damit bestreichen.
  5. Backen: ca. 20-25 Minuten bei 200°C, Ofenmitte.
  6. Jalousie aus dem Ofen nehmen und nur leicht abkühlen lassen, noch warm/heiss servieren.


Vorbereiten / Aufbewahren und Variieren
Die Jalousie schmeckt frisch am besten, entweder heiss/lauwarm oder ausgekühlt. Wenn man sie gerne vorbereiten möchte, kann man sie einen halben Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Ansonsten friert man sie am besten ungebacken und unbestrichen ein, dann lässt sie sich sogar mehrere Wochen aufbewahren. Zum Backen wird die Jalousie dann noch gefroren auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt, mit Eigelb bestrichen und sofort gebacken. Die Backzeit verlängert sich um etwa 5-10 Minuten. Der Geschmack der Jalousie kann mit verschiedenen Gewürzen und Kräutern variiert werden. Für die Füllung sind ausserdem auch kleine geschnittene Aubergine und Peperoni (Peperoni am besten schälen) geeignet, und auch Zwiebeln können der Füllung zugegeben werden. Unterschiedlicher Käse sorgt ebenfalls für Abwechslung - so ist z. B. Mozzarella bestimmt die mildeste aller Variationsmöglichkeiten.