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Mittwoch, 21. März 2018

Kartoffel Quark Wähe von "Stadt Land Gnuss"


© www.stadt-land-gnuss.ch

Heute begrüsse ich Michèle und Ilona von "Stadt Land Gnuss" in meiner Backstube. Sie unterhalten einen Blog, der weit mehr zu entdecken gibt als nur feine Rezepte. Bei ihnen erfahrt ihr auch so einiges über den Anbau von Lebensmitteln, Hintergründe zur Tierhaltung und vieles weiteres, das rund ums Essen interessiert. Ihre Essphilosophie lautet denn auch "Gut, gesund und gern" - also respektvoll und selbst zubereitetes Essen, das abwechlungs- und vitalstoffreich ist und schmeckt. Damit kann ich mich absolut identifizieren, und deshalb freue ich mich sehr über das folgende herzhafte Rezept, das die beiden mitgebracht haben. Vielen herzlichen Dank liebe Ilona und liebe Michèle, und euch allen besten Appetit!

"Wir freuen uns sehr, dass wir heute ein Rezept für Barbara's Backstube beisteuern dürfen.

In der riesigen Rezeptsammlung von Barbara ist uns aufgefallen, dass es nicht so viele Rezepte für salzige Wähen gibt. Wähen sind bei uns aber regelmässig auf dem Menuplan zu finden. Die Zubereitung ist einfach, man kann sie gut vorbereiten und sie sind auch ideal um Reste zu verwerten. Denn mit einem feinen Guss kann man viele Gemüsereste aufpeppen. Auch die meisten Kinder mögen Wähen gerne - ein Pluspunkt für alle, die auch kleine Münder stopfen müssen. Unser heutiges Rezept ist eine Wähe mit Kartoffeln und Quark, mit der man ganz einfach Gschwellti aufbrauchen kann. Man könnte aber natürlich auch noch etwas Gemüse reinschmuggeln.

En Guete wünschen Michèle und Ilona."


Zutaten für ein Kuchenblech von ca. 28-30cm Durchmesser
© www.stadt-land-gnuss.ch
  • für den Wähenteig:
    - 200g Mehl
    - 1.5 TL Salz
    - 100g kalte Butter
    - 80g Quark Nature
    - 1 Ei
  • für den Belag:
    - 4-5 Gschwellti / Pellkartoffeln (ca. 400g), geschält, klein gewürfelt
    - 75g entsteinte grüne Oliven, in Ringe geschnitten
    - 2 EL fein gehackte Petersilie
    - 1 EL Thymianblättchen
    - eine halbe Zwiebel, fein gehackt
  • für den Guss:
    - 250g Quark Nature
    - 3 Eier
    - 1dl Milch
    - 100g Gruyère, gerieben
    - 0.5 TL Salz und Pfeffer aus der Mühle
    - etwas Muskatnuss


Zubereiten und Backen
© www.stadt-land-gnuss.ch
  1. Erst den Wähenteig zubereiten: Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen. Butter in Stücke schneiden und mit dem Mehl zwischen den Händen krümelig verreiben. Quark und verklopftes Ei dazugeben, alles kurz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen und in Klarsichtfolie verpackt mind. 30 Minuten kühl stellen.
  2. Kuchenblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. Teig ausrollen, das Kuchenblech damit auslegen und den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  3. Alle Zutaten für den Belag mischen und auf den Teigboden verteilen.
  4. Dann alle Zutaten für den Guss verrühren und über den Belag giessen.
  5. Backen: ca. 30-40 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Tipp: am Ende der Backzeit 5 Minuten nur bei Unterhitze weiterbacken, damit der Teigboden schön knusprig wird.

Tipps zum Rezept
Zur feinen Kartoffel Quark Wähe passt Salat als Beilage wunderbar. Reste kann man im Backofen nochmals kurz aufwärmen oder auch kalt essen. Variante mit Fleisch: anstelle der Oliven gibst du einfach ca. 100g Schinken-, Speck- oder Wurstwürfelchen dazu.



© www.stadt-land-gnuss.ch

Donnerstag, 1. Februar 2018

Peperoni Wähe




Gemüsewähen sind was Feines und praktisch noch dazu. Einfache Rezepte sind schnell zubereitet, und während das herzhafte Etwas im Ofen vor sich hingart, bringt man die Küche in Schuss und hat anschliessend kaum mehr was zu tun. Ausserdem sind sie richtig wandelbar; fast jedes Gemüse eignet sich für eine schmackhafte Wähe. So habe ich heute mal Peperoni gewählt, einfach weil ich etwas Farbe an einem grauen Tag brauchte und Lust auf das gesunde Gemüse hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht: die Wähe schmeckte so toll, dass ich den Rest, der übrig blieb, noch am gleichen Tag wieder im Ofen erwärmte und ein zweites Mal verwöhnt wurde. Mein Mann bekam keinen einzigen Bissen ab und musste sich mit dem Foto begnügen 😊.

Grundlage für diese Wähe ist ein ohne-Hefe-Pizza-Teig, den ich vor einiger Zeit für die schnellen Apéro-Schiffchen kreiert habe. Der Guss enthält Käse, der die Wähe sehr geschmeidig macht, und wenn dir Gemüse alleine zu langweilig ist, spricht nichts dagegen z. B. Schinken- oder angebratene Speckwürfeli mit in die Wähe zu geben. Den Anteil Peperoni kannst du dann leicht reduzieren. Auch ein Gemüsemix ist möglich. Achte einfach auf die Garzeiten: während du hartes Gemüse wie Karotten oder Kohlrabi vorgaren, rsp. zumindest blanchieren solltest, kannst du schnell gegartes Gemüse wie Tomaten oder Zucchetti auch ohne vorgaren verwenden.


Zutaten für ein rundes Wähenblech von 18-20cm Durchmesser
Für ein Blech von 24-26cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, Backzeit kann sich um ca. 5-10 Minuten verlängern.
  • für den Teig
    - 140g Mehl
    - 1dl Milch
    - 1 EL Öl
    - 0.5 TL Salz
    - 1 TL Backpulver
  • für den Guss
    - 75g Milch (ja, Gramm 😉)
    - 50g Crème Fraîche
    - 50g Reibkäse nach Wunsch (ich verwende immer diesen, da er so mild ist)
    - 1 Ei
    - 1 TL Salz
    - etwas Pfeffer
    - etwas Paprika
    - nach Belieben bis zu 1 gepresste Knoblauchzehe
  • für den Belag
    - 3 kleine, unterschiedlich farbige Peperoni à je ca. 150g (ganz gewogen)

Zubereiten und Backen
  1. Wähenblech wenn nötig mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. Ein Kauftipp für alle, die regelmässig Wähen backen: für Wähen verwende ich immer diese Crusty Quiche Backform, die a) so gut antihaft beschichtet ist, dass man sie wirklich nicht einfetten muss, b) einen gelochten Boden hat, damit auch der Wähenboden knusprig wird und c) einen Lupf-Rutsch-Boden hat, damit sich die Wähe ganz einfach aus der Form löst. Anm.: dies ist ein persönlicher Kauftipp - ich bekomme für diese Empfehlung weder Geld noch Naturalien vom verlinkten Anbieter 😊 .
  2. Dann als erstes die Peperoni vorbereiten: Eine Pfanne Wasser aufkochen.
    Peperoni vierteln, Kerngehäuse rausschneiden, waschen und dann für fünf Minuten ins kochende Wasser geben. Abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann in kleine Würfel schneiden und zur Seite stellen. Tipp: nicht alle vertragen Peperoni gleich gut. Neigst du zu Blähungen, dann schäle die Peperoni mit einem Sparschäler und lasse sie dafür nur 3-4 Minuten im kochenden Wasser. Geschält sind Peperoni besser verträglich.
  3. Guss vorbereiten: alle Zutaten miteinander vermischen (z. B. in einem Schüttelbecher) und zur Seite stellen.
  4. Teig vorbereiten: alle Zutaten in einer Schüssel zu einem elastischen Teig kneten. Tipp: sollte der Teig zu klebrig sein, gibst du noch etwas Mehl dazu, ist er zu trocken, gibst du noch etwas Milch dazu. Wichtig: der Teig muss nicht gehen, er ist sofort zum Weiterverarbeiten bereit.
  5. Wähe fertigstellen: Teig auf wenig Mehl ca. 3mm dünn ausrollen und das Wähenblech damit auskleiden, überlappende Reste abschneiden. Dann die gewürfelten Peperoni auf den Boden verteilen und zum Schluss den Guss darübergiessen.
  6. Backen: 30 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, dann die Wähe mit Alufolie zudecken und 10-15 Minuten weiterbacken. Die Füllung soll ganz gestockt sein (wenn du ein Messer in die Wähe steckst, klebt kein Guss daran - höchstens etwas Käse 😋). Wähe herausnehmen, zugedeckt noch ca. 10 Minuten ruhen lassen und dann servieren.



 

Montag, 11. September 2017

Kürbis Wähe




Nach jedem schönen Sommer kommt der Moment, an dem ich mich nach Herbst sehne. Nach kühleren Temperaturen, nach Wind- und Hudelwetter, nach farbigen Wäldern, goldenem Sonnenlicht und allen kulinarischen Verführungen, die der Herbst ins Angebot bringt. So sind Knöpfli und Spätzli wieder im Trend, es gibt endlich (!!) wieder Vermicelles und heisse Marroni, und auch das Obst- und Gemüsesortiment wartet mit frischem Zuwachs auf, so etwa mit erntefrischen Äpfeln, Quitten, Rosenkohl und - Trommelwirbel - Kürbis!

Ja, meine Kürbisliebe ist längst kein Geheimnis mehr, und dass sich daraus allerlei Feines, süss und herzhaft, zaubern lässt, ist bekannt. Kaum habe ich die ersten leuchtenden Panzerbeeren in den Regalen entdeckt lagen auch schon drei verschiedene in unserer Küche. Und nachdem ich den ersten halben Butternut-Kürbis in Spalten im Ofen gebacken habe - die liebt auch mein Mann heiss und innig - habe ich den Rest in eine Wähe zum Abendessen verwandelt. Die Wähe ist total unkompliziert, und wenn du dazu einen feinen herbstlichen Salat geniesst, z. B. mit Nüssli- rsp. Feldsalat mit Karotten, Randen (auch rote Beete genannt) und gehackten Walnüssen, so ist das Menü komplett und sooo lecker.

Wenn's mal ganz schnell gehen muss, kannst du natürlich auch einen fixfertigen Kuchenteig aus dem Kühlregal verwenden. Und wenn du die Wähe noch etwas aufpeppen magst, dann schwitze doch eine halbe und klein geschnittene Zwiebel kurz an und mische sie unter die Füllung. Und wenn du statt Magerquark Halbfettquark zu Hause hast, geht auch das wunderbar und die Füllung wird noch ein kleines bisschen sämiger.


Zutaten für ein rundes Wähenblech von 18cm Durchmessern
Für ein Blech von 24-25cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, Backzeit könnte sich um ca. 5 Minuten verlängern.
  • für den Wähenteig
    - 125g Mehl
    - 0.5 TL Salz
    - 50g kalte Butter
    - 0.5dl Wasser
    - 1 TL Weissweinessig (Salatessig)
  • für die Füllung
    - 80g Magerquark
    - 2 EL Milch
    - 1 Ei
    - 1 EL Zitronensaft
    - 0.5 TL Salz
    - Pfeffer, Paprika und Ingwerpulver nach eigenem Gusto
    - 30g Reibkäse nach Wunsch (mild oder rezent, ganz wie du es magst)
    - 2 EL Kürbiskerne, grob zerstossen oder gehackt (können auch
      weggelassen werden)
    - 220 - 250g Kürbis (z. B. Butternut), an der Röstiraffel gerieben


Zubereiten und Backen 
  1. Erst den Wähenteig zubereiten: Mehl und Salz in einer Schüssel mischen, kalte Butter in Stücken beigeben und mit den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben. Das Wasser und den Essig dazugeben und alles ganz kurz mit einer Gabel vermischen und dann zu einem Teig zusammenfügen. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Tipp: der Teig soll nicht lange geknetet werden, damit er schön knusprig wird beim Backen. Bearbeitest du ihn zu lange, wird der Wähenteig zäh und kompakt.
  2. Für die Füllung alle Zutaten ausser Kürbisfleisch gut mit dem Schwingbesen verrühren, dann den geriebenen Kürbis dazugeben und alles gut vermengen.
  3. Wähenblech wenn nötig einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen.
  4. Wähenteig aus dem Kühlschrank nehmen und in Grösse des Wähenblechs (inkl. Randhöhe) auf etwas Mehl ausrollen, dann den Teig vorsichtig ins Blech transportieren und sowohl den Boden wie auch den Rand vollständig auskleiden. Wenn du kein gelochtes Wähenblech hast (ich habe dieses hier), dann stichst du jetzt mit einer Gabel den Boden einige Male ein.
  5. Füllung auf den Wähenboden geben und gleichmässig verteilen.
  6. Backen: 35-40 Minuten bei 190°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Tipp: du erkennst, dass die Füllung vollständig gestockt ist, wenn du ein spitzes Messer in die Füllung steckst und es sauber wieder rausziehen kannst.
  7. Wähe aus dem Ofen holen und noch heiss oder warm geniessen.




Montag, 12. Juni 2017

Mango Mandelwähe mit Streuseln




Seit ich meine neue Crusty Quiche Backform habe, bin ich regelrecht im Wähenfieber. Ich bin total begeistert vom knusprigen und hübsch gewellten Rand, der mit dieser Form ohne Probleme möglich wird, und weil der Boden herausnehmbar ist, rutscht auch wirklich jede Wähe unbeschadet auf die Tortenplatte. Für mein heutiges Rezept habe ich eine Frucht gewählt, die ich noch nie in einer Wähe verwendet habe. Und ehrlicherweise habe ich dafür nicht mal eine frische Mango genommen, sondern gefrorene Mangowürfel aus dem Tiefkühlregal verarbeitet, die ich aus der Winterzeit noch vorrätig hatte. Wenn du ebenfalls fixfertige und tiefgekühlte Würfel verwendest, dann lasse die Stücke unbedingt auftauen bevor du sie weiterverarbeitest. Sonst gerät zu viel Extra-Feuchtigkeit auf den Wähenboden, was dann trotz Crusty Backform zu einem labberigen Teig führen würde. Nimmst du eine frische Mango, dann achte darauf dass sie schön reif ist, sonst bleibt das Aroma auf der Strecke 😉.

Die Mandeln im Teig, auf dem Boden und in den Streuseln sorgen für die perfekte Bühne für die exotische Mango, und diese Wähe ist wirklich ein höchst sommerlicher Genuss. Erfrischend, fruchtig und überhaupt nicht schwer. Vielleicht passt sie zu deiner nächsten Grillparty, oder zum Sonntagskaffee auf der Terasse? Auf jeden Fall wirst du sicher einige Ah's und Oh's einheimsen, und wenn doch noch ein Stück übrig bleiben sollte, bleibt die Wähe problemlos 1-2 weitere Tage frisch. Zum Aufbewahren deckst du sie dann einfach ab und stellst sie in den Kühlschrank (20-30 Minuten vor dem Geniessen wieder rausnehmen).


Zutaten für ein rundes Backblech von 18cm Durchmesser
Alle Zutaten für ein rundes Backblech von 24cm Durchmesser verdoppeln, für 30cm Durchmesser verdreifachen. Backzeit verlängert sich.
  • für den Teig
    - 60g Mehl
    - 20g gemahlene Mandeln
    - 1 Prise Salz
    - 1 EL Zucker
    - 25g kalte Butter, in Stücken
    - 60g Halbfettquark
  •  für die Streusel
    - 30g gemahlene Mandeln
    - 30g Zucker
    - 30g kalte Butter
    - 2 leicht gehäufte EL Mehl
    - 1 Prise Salz
  • für die Füllung
    - 3 EL gemahlene Mandeln
    - 170g Mango, in kleine Würfel geschnitten
    - 120g Rahmquark
    - 40g Zucker
    - 1/3 Vanilleschote, nur ausgekratztes Mark
    - 1 Bio-Zitrone, 1/4 abgeriebene Schale und 1 EL Saft
    - 1 TL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 1 Ei
  • für das FotoFinish 😊
    - wenig Puderzucker



Zubereiten und Backen
  1. Als erstes Teig zubereiten: Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren. Kalte Butter dazugeben und alles zu einer krümeligen Masse verreiben. Dann den Quark dazugeben, rasch zu einem leicht feuchten Teig vermischen ohne ausgiebig zu kneten und dann den Teig in Frischhaltefolie eingepackt für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Dann die Streuselmasse vorbereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit den Händen zu einer krümeligen Masse verkneten, leicht zusammenfügen und zugedeckt (oder ebenfalls in Frischhaltefolie gewickelt) in den Kühlschrank stellen.
  3. Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen wenn nötig. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf wenig Mehl in passender Grösse für das Backblech rund ausrollen und die Form damit auskleiden, inkl. Rand. Boden mit einer Gabel einige Male einstechen.
  4. Jetzt kommt die Füllung: erst die 3 EL gemahlene Mandeln auf den Wähenboden streuen, dann die Mangostücke darauf verteilen. Für den Guss Rahmquark, Zucker, Vanillemark, Zitronensaft und -schale, Maisstärke und Ei mit einem Schwingbesen gründlich verrühren und über die Füllung giessen.
  5. Streuselmasse aus dem Kühlschrank nehmen und über die ganze Wähe krümeln.
  6. Backen: 35-40 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Wähe goldbraun ist.
  7. Wähe herausnehmen und auskühlen lassen, vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.




Donnerstag, 20. April 2017

Erdbeer Rhabarber Wähe




Apfel und Zimt, Heidelbeere und Vanille, Orangen und Zartbitterschokolade... alles aromatische Traumpartner, welche die Basis für so manches feines Gebäck bilden. Und im Frühling hat ein weiteres Power Pärchen Saison: Erdbeere und Rhabarber. Beide schmecken schon alleine als Hauptdarsteller einfach super, aber in der Kombination harmonieren die Süsse der Erdbeeren und die Säure des Rhabarbers einfach herrlich. Und nebst Konfitüre lässt sich das Duo auch in ganz viel Gebäck verwenden. Heute stelle ich dir deshalb eine feine Erdbeer Rhabarber Wähe vor, die so wunderbar saftig, frisch und lecker schmeckt, dass ich sie besser gleich gross gebacken hätte, so schnell war sie aufgefuttert.

Beim heutigen Rezept handelt es sich aber nicht um eine 08/15 Wähe; Boden und Rand bestehen aus einem feinen Quarkteig mit Mandeln, und der Guss enthält - halt' dich fest - Marzipan!! Wenn du Marzipan überhaupt nicht magst, dann ist das heutige Rezept nicht deins, denn man schmeckt ihn durch. Wenn du aber Angst hast, dass das Ergebnis zu süss oder der Marzipan übermächtig ist, dann kann ich dich beruhigen. Denn ich selbst mag Marzipan zwar sehr gerne, mein Mann aber lieber nur kleine Dosen. Und wir beide waren mit dem Ergebnis sehr, sehr glücklich...!

Noch ein kleiner Ausschweifer rund ums Backen (keine Werbung, alles selbst bezahlt und ausprobiert): bisher habe ich meine Wähen immer in normalen runden Backblechen gebacken. Bei meiner letzten Bakeria-Bestellung - ich brauchte Rollfondant für die Geburtstagstorte meiner Nichte - habe ich mir aber gleich zwei Dinge gegönnt. Einerseits die uuuuh tolle Tortenplatte, die du auf den Fotos siehst. Sowas habe ich mir schon lange gewünscht und mir nun endlich geleistet (gibt's auch in gross). Und ausserdem habe ich mir ein rundes Quiche-Backblech gekauft, das ein paar tolle Vorteile hat, die ich nun selbst absolut bestätigen kann: es ist doppelt antihaftbeschichtet und muss deshalb nicht eingefettet werden (funktioniert), durch die vielen Luftlöcher wird der Teig besonders knusprig (tatsächlich) und der Boden ist herausnehmbar, weshalb die Wähe nach dem Abkühlen ohne Probleme auf die Tortenplatte rutscht (praktisch). Auch diese Form gibt es in verschiedenen Grössen und ist eine klare Kaufempfehlung für alle, die gerne und regelmässig Wähen, Pies und Quiches backen, die noch Platz in den Küchenschränken haben und deren Mann die Sucht nach Backartikeln akzeptiert 😄.


Zutaten für ein rundes Kuchenblech von 18cm Durchmesser
(für 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, für 30cm Durchmesser Zutaten verdreifachen)
  • Quarkteig
    - 60g Mehl
    - 20g gemahlene Mandeln
    - 1 Prise Salz
    - 1 EL Zucker
    - 25g kalte Butter, in Stücken
    - 60g Halbfettquark
  • Wäheneinlage
    - 120g Rhabarber (gerüstet gewogen)
    - 1 EL Zucker
    - 120g Erdbeeren (gerüstet gewogen)
    - 2 EL gemahlene Mandeln
  • Marzipan-Guss
    - 1 Ei
    - 1/2 Vanilleschote, ausgekratztes Mark
    - 5 EL Vollrahm / Sahne
    - 1 leicht gehäufter TL Stärke (z. B. Maizena)
    - 100g Marzipan, in kleinen Stücken
  • Ausserdem
    - 1-2 EL Mandelblättchen (kann auch weggelassen werden)
    - etwas Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Als erstes Teig zubereiten: Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren. Kalte Butter dazugeben und alles zu einer krümeligen Masse verreiben. Dann den Quark dazugeben, rasch zu einem leicht feuchten Teig vermischen ohne ausgiebig zu kneten und dann den Teig in Frischhaltefolie eingepackt für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Inzwischen die Rhabarbern waschen, wenn nötig äusserste Haut abziehen und in 1cm kleine Stücke schneiden. Mit 1 EL Zucker vermischen und zugedeckt mind. 15 Minuten zur Seite stellen. Auch die Erdbeeren in 1cm kleine Stücke schneiden und zur Seite stellen.
  3. Guss vorbereiten: Ei, Vanillemark, Rahm/Sahne und Stärke in einen hohen
    Messbecher geben und mit dem Pürierstab kurz vermischen. Dann das Marzipan
    dazugeben und alles zu einer glatten Masse pürieren.
  4. Rundes Backblech einfetten und mit Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. 
  5. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf wenig Mehl in der Grösse des Backblechs (inkl. Ränder) ausrollen, anschliessend die Form damit auskleiden. Tipp: wenn du keine Wähenform mit gelochtem Boden besitzt, stich' den Teig im Backblech einige Male mit einer Gabel ein.
  6. 2 EL gemahlene Mandeln auf den Wähenboden streuen, dann die Rhabarberstücke abgiessen und zusammen mit den Erdbeeren auf dem Wähenboden verteilen.
  7. Marzipanguss darübergiessen und zum Schluss mit Mandelblättchen bestreuen.
  8. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Unter- und Oberhitze), untere Ofenhälfte, bis die Wähe schön goldbraun und der Guss gestockt ist.
  9. Wähe herausnehmen und auskühlen lassen, kurz vor dem Servieren mit wenig Puderzucker bestreuen.




Freitag, 7. April 2017

Osterfladen mit Quark




...und Osterfladen zum Dritten 😊. Nach dem Klassiker Reis (Klick zum Rezept) und der feineren Variante mit Griess (Klick zum Rezept) geht's heute besonders schnell mit lecker-saftigem Quark. Besonders schnell deshalb, weil die Füllung für diesen Fladen nicht vorgekocht wird, sondern nur verrührt und gleich gebacken werden kann. Genau wie die Osterfladen mit Reis und Griess ist aber auch diese Variation mega saftig und schmeckt auch am zweiten und dritten Tag noch superlecker. Das macht die Vorbereitungen für den Osterbrunch besonders einfach: am Vor- oder Vorvortag backen, gut auskühlen lassen und dann verpackt im Kühlschrank aufbewahren, bis die Gäste bereit für die kulinarische Verführung sind (Tipp: ca. 60 Minuten vor dem Geniessen aus dem Kühlschrank nehmen, damit sich die Aromen bei Raumtemperatur entfalten können).

Auch hier gilt wieder: anstelle von Orangenschale und -saft kannst du auch Zitronenschale und -saft nutzen, und du kannst dich für die klassische Variante für eingelegte Sultaninen anstelle des Beerenmix entscheiden, oder die Trockenfrüchte ganz weglassen. Auch die Mandelblättchen könntest du weglassen. Aber ganz ehrlich? Nebst der herrlich samtigen Füllung sorgen die feinen Mandelblättchen für einen zarten Knack, der einfach wunderbar harmoniert.

Und nun noch die Gretchenfrage: welcher Osterfladen ist dein Favorit? Reis-, Griess- oder Quarkfüllung? Ich muss ehrlich zugeben, dass mir alle Fladen super schmecken. Ich mag die Saftigkeit jeder einzelnen Füllung, aber doch hat mir einer besonders gefallen. Und wider Erwarten - ich hätte gedacht, dass der Osterfladen mit Quark das Rennen macht - bekommt meine persönliche Stimme der Osterfladen mit Reis. Klassisch, hübsch und fein. Allerdings kann ich dir auch verraten, dass von den drei Osterfladen gleich mehrere liebe Menschen aus meinem Umfeld ein "Testset" bekommen haben, und das Resultat ist alles andere als einstimmig. Tja, da bleibt dir wohl nichts anderes übrig als alle auszuprobieren, um dein eigenes Urteil zu fällen 😉 .


Zutaten für den Teig und Zubereitung
Teigmenge reicht für a) ein grosses Backblech von ca. 30cm Durchmesser, b) für drei Backbleche von ca. 18cm Durchmesser, oder c) für 1 kleines Backblech von ca. 18cm und 1 mittleres Backblech von ca. 24cm Duchmesser. Übrig gebliebener Teig kann problemlos am Stück oder ausgewallt und in Backpapier eingerollt eingefroren werden.
  • 200g Mehl
  • 0.5 TL Salz
  • 2 gehäufte EL Zucker 
  • 100g kalte Butter, in kleinen Stücken
  • 1 Ei, mit 2 EL Milch verquirlt
Zubereiten: Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Die Butter dazugeben und alles mit den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben. Ei-Milch-Mix dazugeben und alles rasch zu einem Teig verrühren und zusammenfügen. Es ist wichtig, dass der Teig nicht lange geknetet wird; nur so wird er schön fluffig und nicht hart und zäh. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.


Zutaten für die Füllung
Mengenangaben für ein rundes Backblech von 18cm Durchmesser. Für ein rundes Backblech von 24cm Durchmesser alle Zutaten x2 rechnen, für ein rundes Backblech von 30cm Durchmesser alle Zutaten x3 rechnen.
  • 30g Sultaninen, getrocknete Cranberries oder Beerenmix (z. B. Seeberger Superfrucht Selection)
  • 1 Bio-Orange, nur 1/3 abgeriebene Schale und 3 EL Saft
  • 20g flüssige Butter
  • 30g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 180g Quark, halbfett
  • 1 EL Milch
  • 1 leicht gehäufter TL Maisstärke (z. B. Maizena)
  • 1 Eiweiss, mit 1 Prise Salz steif geschlagen
  • 1-2 EL Mandelblättchen
  • zum Dekorieren: wenig Puderzucker


Osterfladen zubereiten und backen
  1. Sultaninen (oder andere Dörrfrüchte) mit Orangenschale und -saft mischen und zugedeckt etwa 30 Minuten zur Seite stellen. Tipp: wenn nur Erwachsene am Tisch sitzen, kannst du die Beeren/Sultaninen auch in die gleiche Menge Grand Marnier oder Cointreau einlegen.
  2. Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben.
  3. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf wenig Mehl rund auswallen, bis er das Backblech inkl. Rand auskleiden kann (ca. 2mm dünn). Backblech mit dem Teig auslegen, einige Male mit einer Gabel einstechen und anschliessend in den Kühlschrank stellen.
  4. Füllung zubereiten: flüssige Butter, Zucker, Eigelb, Quark, Milch und Maisstärke in einer Schüssel mit dem Schwingebesen gründlich verrühren. Eingelegte Sultaninen (oder andere Dörrfrüchte) abtropfen und ebenfalls daruntermischen. Dann das steif geschlagene Eiweiss dazugeben und behutsam unterheben.
  5. Füllung in die vorbereitete Backform geben und mit den Mandelblättchen bestreuen.
  6. Backen: ca. 30 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Dann den Backofen ausschalten, einen Spalt öffnen und den Osterfladen noch 5 weitere Minuten in der Wärme stehen lassen. Garprobe: mit einem glatten Messer senkrecht in die Füllung stechen. Kommt es sauber wieder heraus, ist der Fladen durch.
  7. Osterfladen rausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.




Donnerstag, 6. April 2017

Osterfladen mit Griess




Als zweites Rezept in meiner "Osterfladen-Competition" stelle ich dir eine Variante mit Griess vor. Auch diese Füllung wird wie die gestrige Reisfüllung zuerst gekocht und kommt dann mit weiteren Zutaten vermischt direkt in den Kuchenboden. Ich mag Griessbrei ja auch separat serviert supergerne, und als Kuchenfüllung könnte ich mich direkt reinlegen. Sie ist etwas feiner in der Struktur als die Reisfüllung von gestern (hier geht's zum Rezept), aber genau gleich saftig und cremig.

Auch für diesen Osterfladen habe ich mich für die fruchtige Orangenschale als Aromaspender entschieden, aber du kannst natürlich auch Zitronenschale nutzen. Für noch mehr Fruchtigkeit habe ich ausserdem einen getrockneten Beerenmix als Beilage für die Füllung gewählt, klassisch werden meist Sultaninen genutzt. Du entscheidest dich einfach für das, was dir persönlich am besten schmeckt. Mhm... Reis oder Griess... Reis oder Griess... ich lasse dich mit der Auflösung meines Favoriten noch bis morgen schmoren und hoffe du bist schon wacker am Osterfladen backen 💗 . Guten Appetit!


Zutaten und Zubereitung des Teigs
Teigmenge reicht für a) ein grosses Backblech von ca. 30cm Durchmesser, b) für drei Backbleche von ca. 18cm Durchmesser, oder c) für 1 kleines Backblech von ca. 18cm und 1 mittleres Backblech von ca. 24cm Duchmesser. Übrig gebliebener Teig kann problemlos am Stück oder ausgewallt und in Backpapier eingerollt eingefroren werden.
  • 200g Mehl
  • 0.5 TL Salz
  • 2 gehäufte EL Zucker 
  • 100g kalte Butter, in kleinen Stücken
  • 1 Ei, mit 2 EL Milch verquirlt
Zubereiten: Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Die Butter dazugeben und alles mit den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben. Ei-Milch-Mix dazugeben und alles rasch zu einem Teig verrühren und zusammenfügen. Es ist wichtig, dass der Teig nicht lange geknetet wird; nur so wird er schön fluffig und nicht hart und zäh. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.


Zutaten für die Füllung
Mengenangaben für ein rundes Backblech von 18cm Durchmesser. Für ein rundes Backblech von 24cm Durchmesser alle Zutaten x2 rechnen, für ein rundes Backblech von 30cm Durchmesser alle Zutaten x3 rechnen.
  • 3dl Milch
  • 30g Griess (z. B. Dinkel- oder Hartweizengriess)
  • 30g Sultaninen, getrocknete Cranberries oder Beerenmix
    (z. B. Seeberger Superfrucht Selection)
  • 1 EL Zucker
  • 1 Bio-Orange, nur 1/3 abgeriebene Orangenschale
  • 30g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiss, mit 1 Prise Salz steif geschlagen
  • zum Dekorieren: etwas Puderzucker


Osterfladen zubereiten und backen
  1. Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben.
  2. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf wenig Mehl rund auswallen, bis er das Backblech inkl. Rand auskleiden kann (ca. 2mm dünn). Backblech mit dem Teig auslegen, einige Male mit einer Gabel einstechen und anschliessend in den Kühlschrank stellen.
  3. Füllung zubereiten: Milch in einer Pfanne aufkochen, Griess und Sultaninen einrühren, Hitze reduzieren und alles etwa 15 Minuten bei gelegentlichem Rühren zu einem Brei köcheln lassen. Griessbrei etwa 10 Minuten abkühlen lassen, dann Zucker, Orangenschale, Mandeln und Eigelb gründlich darunterrühren. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiss dazugeben und behutsam unterheben. Füllung in die vorbereitete Backform geben und glatt streichen.
  4. Backen: 25-30 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Garprobe: mit einem glatten Messer senkrecht in die Füllung stechen. Kommt es sauber wieder heraus, ist der Fladen durch.
  5. Osterfladen herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit wenig Puderzucker bestäuben.




Mittwoch, 5. April 2017

Osterfladen mit Reis




Tag für Tag rücken die Osterfeiertage näher, und deshalb schwelge ich weiterhin in feinen süssen Osterrezepten. Der Osterfladen ist von der Schweizer Ostertafel nicht wegzudenken, und von kleinen Törtchen bis zum wirklich grossen Blech ist er in jeder Grösse zu finden. Fast alle kommen mit süssem Mürbeteig daher, die Füllung aber ist sehr unterschiedlich. Deshalb stelle ich dir heute und in den nächsten zwei Tagen drei Varianten vor, damit auch du deinen Lieblingsfladen küren kannst. Welcher mein persönlicher Favorit ist, verrate ich dir natürlich erst beim dritten Rezept 😊 . Alle haben aber eines gemeinsam: die Osterfladen lassen sich wunderbar vorbereiten und bleiben problemlos 2-3 Tage frisch und saftig.

Diese drei Tage stehen auch unter dem Motto "1 Teig - 3 Rezepte". Sprich: der Teig für die Osterfladen bleibt immer gleich, du findest ihn aber der Vollständigkeit halber bei jedem Rezept aufgeführt. Die Füllung hingegen ist immer wieder anders, und heute starten wir mit der wohl bekanntesten Füllungszutat, nämlich mit Reis. Der Rundkornreis, der für den Fladen verwendet wird, wird zuerst zu einem Milchreis eingekocht und sorgt für eine schön cremige und saftige Füllung. Für noch mehr Variation könntest du anstelle der Orangenschale Zitronenschale verwenden, und du könntest (eingelegte) Sultaninen unter die Mischung rühren. Hier habe ich die Sultaninen weggelassen, weil ja nicht jeder Osterfladen wie der andere daherkommen soll. Et voilà: mein Rezept für Osterfladen mit Reis. Viel Spass und Genuss beim Nackbacken!


Zutaten und Zubereitung des Teigs
Teigmenge reicht für a) ein grosses Backblech von ca. 30cm Durchmesser, b) für drei Backbleche von ca. 18cm Durchmesser, oder c) für 1 kleines Backblech von ca. 18cm und 1 mittleres Backblech von ca. 24cm Duchmesser. Übrig gebliebener Teig kann problemlos am Stück oder ausgewallt und in Backpapier eingerollt eingefroren werden.
  • 200g Mehl
  • 0.5 TL Salz
  • 2 gehäufte EL Zucker 
  • 100g kalte Butter, in kleinen Stücken
  • 1 Ei, mit 2 EL Milch verquirlt
Zubereiten: Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel mischen. Die Butter dazugeben und alles mit den Händen zu einer krümeligen Masse verreiben. Ei-Milch-Mix dazugeben und alles rasch zu einem Teig verrühren und zusammenfügen. Es ist wichtig, dass der Teig nicht lange geknetet wird; nur so wird er schön fluffig und nicht hart und zäh. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.


Zutaten für die Füllung
Mengenangaben für ein rundes Backblech von 18cm Durchmesser. Für ein rundes Backblech von 24cm Durchmesser alle Zutaten x2 rechnen, für ein rundes Backblech von 30cm Durchmesser alle Zutaten x3 rechnen.
  • 2.5dl Milch
  • 1 Prise Salz
  • 50g Rundkornreis
  • 20g Butter
  • 30g Zucker
  • 1 Bio-Orange, nur 1/3 abgeriebene Schale
  • 25g gemahlene, geschälte Mandeln
  • 2 EL Vollrahm / Sahne
  • 1 Eigelb
  • 1 Eiweiss, mit einer Prise Salz steif geschlagen


    Osterfladen zubereiten und backen
    1. Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben.
    2. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf wenig Mehl rund auswallen, bis er das Backblech inkl. Rand auskleiden kann (ca. 2mm dünn). Backblech mit dem Teig auslegen, einige Male mit einer Gabel einstechen und anschliessend in den Kühlschrank stellen.
    3. Füllung zubereiten: Milch mit Salz und Rundkornreis in einer Pfanne aufkochen, Hitze reduzieren und 30 Minuten zu einem Brei einköcheln lassen (wenn nötig noch etwas Milch dazugeben). Milchreis 10 Minuten abkühlen lassen, dann erst Butter, anschliessend Zucker, Orangenschale, Mandeln, Rahm/Sahne und Eigelb gründlich darunterrühren. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiss dazugeben und behutsam unterheben.
    4. Füllung in die vorbereitete Backform geben und glatt streichen.
    5. Backen: ca. 30-35 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Garprobe: mit einem glatten Messer senkrecht in die Füllung stechen. Kommt es sauber wieder heraus, ist der Fladen durch.
    6. Osterfladen rausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.




    Freitag, 27. Januar 2017

    Birnenwähe mit Streuseln




    Das heutige Rezept widme ich der einen Frucht, die meistens im Schatten der Äpfel stehen muss. Denn Apfelmus, Apple Pie, Äpfel im Schlafrock und Apfelwähe sind alles bekannte und begehrte Köstlichkeiten - wer aber spricht von der feinen Birne? Fast niemand nutzt, dass sich jedes Apfel-Rezept meist 1 zu 1 auf Birnen übertragen lassen würde. Und mit ein paar Gewürzen bekommt die Birne richtig viel Pfiff. Genau deshalb, und weil die Lagersorten der Birne noch bis sicher März vorrätig sind, habe ich mich also kürzlich mit einem grossen Sack Gute Luise eingedeckt und mir ein feines Wähenrezept ausgedacht.

    Anstelle der klassisch runden Form habe ich die Wähe dieses Mal rechteckig gebacken, denn daraus lassen sich hübsche Quadrate in beliebiger Grösse schneiden. Um dass süss-liebliche Aroma der Birne zu unterstützen habe ich Vanille, Zimt und Kardamom ins Rezept geschmuggelt; den Kardamom könntest du aber auch streichen falls du ihn nicht vorrätig hast. Der Quark im Guss macht die Wähe leicht und frisch, und die Streusel sorgen für ein zartes Knuspern bevor es an die saftige Füllung geht. Auch im Winter muss es also nicht immer nur Apfelwähe sein; gib' der süss-saftigen Birne eine Chance 😊 !


    Zutaten für ein rechteckiges Kuchenblech von ca. 28x18cm (z. B. Brownie-Form) oder für ein rundes Kuchenblech von 24cm Durchmesser
    • Boden- und Streuselmasse
      - 200g Mehl
      - 1 Prise Salz
      - 1/4 TL Backpulver
      - 125g Zucker
      - 125g kalte Butter
      - 1 Ei
    • Quarkguss
      - 250g Halbfettquark
      - 80g Zucker
      - 1/2 TL Zimtpulver
      - 1 Messerspitze Kardamom
      - 1/4 TL Vanillepulver oder 1/2 Vanillestängel, nur ausgekratztes Mark
      - 2 Eier
    • zum Belegen / Fruchteinlage
      - 3-4 Birnen
    • zum Bestäuben
      - wenig Puderzucker


    Zubereiten und Backen
    1. Gewünschtes Kuchenblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Backpapier auslegen.
    2. Boden- und Streuselmasse zubereiten: Mehl, Salz, Backpulver und Zucker in einer Schüssel vermischen. Dann die kalte Butter in Stücken dazugeben und alles mit den Händen rasch zu einer krümeligen Masse verreiben. Zum Schluss das Ei dazugeben und kurz zu einem Teig verkneten. 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann ca. 2/3 des Teigs rausnehmen, zwischen einem aufgeschnittenen Gefrierbeutel (oder zwei Lagen Frischhaltefolie) ca. 2mm dünn ausrollen und den Boden des Kuchenblechs damit belegen. Tipp: die Masse ist etwas klebrig, daher empfehle ich dir das Ausrollen zwischen Gefrierbeutel oder Frischhaltefolie. Du kannst die Masse aber auch direkt ins Blech geben und von Hand ausstreichen / flach drücken. Den Rand des Blechs brauchst du nicht auszukleiden.
    3. Quarkguss zubereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen gründlich verrühren, kurz zur Seite stellen.
    4. Birnen waschen, schälen, der Länge nach vierteln, Kerngehäuse rausschneiden und dann in etwa 5mm dünne Scheiben schneiden. Sofort auf den Wähenboden legen und dann den Guss darübergiessen - so brauchst du keinen Zitronensaft und die Birnenscheiben werden dennoch nicht braun.
    5. Restlichen Teigs aus dem Kühlschrank nehmen und über die gesamte Wähe krümeln.
    6. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Um sicherzustellen, ob der Guss gestockt hat, kannst du mit einem glatten Messer in die Füllung stechen. Wenn es beim Rausziehen sauber ist, ist die Wähe durch.
    7. Wähe rausnehmen, in der Form auskühlen lassen und vor dem Servieren nach Wunsch mit wenig Puderzucker bestäuben.


    Vorbereiten
    Diese Wähe bleibt durch den Quarkguss lange saftig und eignet sich deshalb hervorragend zum Vorbereiten. Wenn du Besuch erwartest, kannst du die Wähe also problemlos am Vortag backen und bis zum Servieren zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Für das optimale kulinarische Erlebnis empfehle ich dir die Wähe mind. 30 Minuten vor dem Auftischen aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit sie etwas Zimmertemperatur annehmen kann. Die Aromen entwickeln sich so besser. Und ja, natürlich kannst du die Birnenscheiben auch durch Apfelscheiben ersetzen wenn du Schneewittchens Lieblinge lieber magst 😀 - ersetze dann den Kardamom durch etwas mehr Zimt und gib' nach Lust und Laune noch ein paar Rosinen über die Äpfel.




    Donnerstag, 30. April 2015

    Spargel Tarte




    Genau wie der Rhabarber ist auch der Spargel ein richtiger Frühlingsbote. Und die beiden Stangengemüse haben noch etwas Praktisches gemeinsam: sie können problemlos eingefroren werden, damit wir die Saison etwas verlängern können. Dazu müssen sie noch nicht mal blanchiert oder vorgekocht werden, sondern dürfen einfach fertig gerüstet in Gefrierbeutel oder ähnliches verpackt werden. Grüner Spargel ist inzwischen eines meiner Lieblingsgemüse geworden - weissen verwende ich praktisch nie - und deshalb wird damit auch gebacken. Die heutige Spargel Tarte ist besonders einfach und schnell zubereitet. Durch den Magerquark ist sie auch gar nicht schwer und schmeckt wunderbar - denk' aber daran die Füllung gut abzuschmecken, da Ricotta die Gewürze etwas zu dämpfen vermag. Und wenn es nach dem Geniessen auf der Toilette etwas speziell riechen sollte beim Wasserlösen, dann nur keine Panik. Das liegt am Abbau von schwefelhaltigen Inhaltsstoffen des Spargels und ist total normal :) . Ein leckeres Kochrezept für Spargeln an einer himmlischen Safransauce findest du übrigens auf Cookinesi.com - es muss ja nicht immer die schwere Sauce Hollandaise sein, oder?



    Zutaten für eine kleine Tarte
    (Wähenblech von ca. 23 x 17.5cm oder ähnlichem Inhalt)
    • 1/2 rechteckig ausgewallter Blätterteig (Originalgrösse ca. 25 x 42cm, halbiert ca. 25 x 21cm)
    • 10-12 feine oder 5-6 normale grüne Spargeln
    • 100g Ricotta
    • 100g Magerquark
    • 1 EL Maisstärke (z. B. Maizena)
    • 1 Ei
    • 1 EL fein gehackte Petersilie
    • Salz, Pfeffer, nach Wunsch weitere Gewürze
    • 1 Bio-Zitrone, nur wenig abgeriebene Zitronenschale



    Zubereiten und Backen
    1. Wähenblech mit Butter ausreiben oder mit Backpapier auslegen.
    2. Spargeln waschen und evt. trockene Stielenden abschneiden. Tipp: ich habe für meine Tarte feinen Spargel verwendet, der in der erforderlichen Backzeit wunderbar gar wird. Wenn du normalen, etwas dickeren Spargel verwendest, kannst du die Stangen entweder längs halbieren und ebenfalls roh verwenden, oder du blanchierst sie vor dem Belegen. Dazu Wasser aufkochen, nach Wunsch leicht salzen, dann die Spargeln beigeben und 5 Minuten blanchieren. Anschliessend in kaltem Wasser abschrecken.
    3. Das Wähenblech mit dem Blätterteig belegen und mit einer Gabel mehrmals einstechen.
    4. Für die Füllung alle Zutaten von Ricotta bis und mit Zitronenschale in einer Schüssel gut verrühren und abschmecken.
    5. Die Füllung auf den Blätterteigboden giessen und zum Schluss die Spargeln auflegen.
    6. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 170°C, Ofenmitte, bis die Füllung gestockt und der Blätterteigrand schön gebräunt ist.
    7. Tarte herausnehmen und noch warm servieren.