Posts mit dem Label Mango werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mango werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 12. Juni 2017

Mango Mandelwähe mit Streuseln




Seit ich meine neue Crusty Quiche Backform habe, bin ich regelrecht im Wähenfieber. Ich bin total begeistert vom knusprigen und hübsch gewellten Rand, der mit dieser Form ohne Probleme möglich wird, und weil der Boden herausnehmbar ist, rutscht auch wirklich jede Wähe unbeschadet auf die Tortenplatte. Für mein heutiges Rezept habe ich eine Frucht gewählt, die ich noch nie in einer Wähe verwendet habe. Und ehrlicherweise habe ich dafür nicht mal eine frische Mango genommen, sondern gefrorene Mangowürfel aus dem Tiefkühlregal verarbeitet, die ich aus der Winterzeit noch vorrätig hatte. Wenn du ebenfalls fixfertige und tiefgekühlte Würfel verwendest, dann lasse die Stücke unbedingt auftauen bevor du sie weiterverarbeitest. Sonst gerät zu viel Extra-Feuchtigkeit auf den Wähenboden, was dann trotz Crusty Backform zu einem labberigen Teig führen würde. Nimmst du eine frische Mango, dann achte darauf dass sie schön reif ist, sonst bleibt das Aroma auf der Strecke 😉.

Die Mandeln im Teig, auf dem Boden und in den Streuseln sorgen für die perfekte Bühne für die exotische Mango, und diese Wähe ist wirklich ein höchst sommerlicher Genuss. Erfrischend, fruchtig und überhaupt nicht schwer. Vielleicht passt sie zu deiner nächsten Grillparty, oder zum Sonntagskaffee auf der Terasse? Auf jeden Fall wirst du sicher einige Ah's und Oh's einheimsen, und wenn doch noch ein Stück übrig bleiben sollte, bleibt die Wähe problemlos 1-2 weitere Tage frisch. Zum Aufbewahren deckst du sie dann einfach ab und stellst sie in den Kühlschrank (20-30 Minuten vor dem Geniessen wieder rausnehmen).


Zutaten für ein rundes Backblech von 18cm Durchmesser
Alle Zutaten für ein rundes Backblech von 24cm Durchmesser verdoppeln, für 30cm Durchmesser verdreifachen. Backzeit verlängert sich.
  • für den Teig
    - 60g Mehl
    - 20g gemahlene Mandeln
    - 1 Prise Salz
    - 1 EL Zucker
    - 25g kalte Butter, in Stücken
    - 60g Halbfettquark
  •  für die Streusel
    - 30g gemahlene Mandeln
    - 30g Zucker
    - 30g kalte Butter
    - 2 leicht gehäufte EL Mehl
    - 1 Prise Salz
  • für die Füllung
    - 3 EL gemahlene Mandeln
    - 170g Mango, in kleine Würfel geschnitten
    - 120g Rahmquark
    - 40g Zucker
    - 1/3 Vanilleschote, nur ausgekratztes Mark
    - 1 Bio-Zitrone, 1/4 abgeriebene Schale und 1 EL Saft
    - 1 TL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 1 Ei
  • für das FotoFinish 😊
    - wenig Puderzucker



Zubereiten und Backen
  1. Als erstes Teig zubereiten: Mehl, Mandeln, Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren. Kalte Butter dazugeben und alles zu einer krümeligen Masse verreiben. Dann den Quark dazugeben, rasch zu einem leicht feuchten Teig vermischen ohne ausgiebig zu kneten und dann den Teig in Frischhaltefolie eingepackt für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Dann die Streuselmasse vorbereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben, mit den Händen zu einer krümeligen Masse verkneten, leicht zusammenfügen und zugedeckt (oder ebenfalls in Frischhaltefolie gewickelt) in den Kühlschrank stellen.
  3. Backblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen wenn nötig. Teig aus dem Kühlschrank nehmen, auf wenig Mehl in passender Grösse für das Backblech rund ausrollen und die Form damit auskleiden, inkl. Rand. Boden mit einer Gabel einige Male einstechen.
  4. Jetzt kommt die Füllung: erst die 3 EL gemahlene Mandeln auf den Wähenboden streuen, dann die Mangostücke darauf verteilen. Für den Guss Rahmquark, Zucker, Vanillemark, Zitronensaft und -schale, Maisstärke und Ei mit einem Schwingbesen gründlich verrühren und über die Füllung giessen.
  5. Streuselmasse aus dem Kühlschrank nehmen und über die ganze Wähe krümeln.
  6. Backen: 35-40 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Wähe goldbraun ist.
  7. Wähe herausnehmen und auskühlen lassen, vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.




Sonntag, 28. Mai 2017

Mango Mix Glace




Mit diesem feinen und hübschen Glace schliesse ich die Eiszeit in meiner Backstube fürs erste ab. Ich hoffe, du hast einiges an neuer Inspiration dazugewonnen und füllst eifrig deine Eis-am-Stiel-Formen mit gesunder, feiner Glace, ganz ohne Klimbim und übermässig Zucker. Das Mango Mix Glace gehört zu meinen persönlichen Favoriten - für eine einzige Sorte könnte ich mich gerade nicht entscheiden - und auch hier kannst du wieder fein variieren. Anstelle der Mango eignen sich Beeren und auch Aprikosen oder Pfirsiche und Nektarinen, nur auf enzymhaltiges wie Ananas, Kiwi und Papaya solltest du hier verzichen wegen der enthaltenen Milchprodukte. Wenn du keinen Mascarpone im Haus hast, kannst du auch Rahmquark als Ersatz nehmen, und überall wo Zitronensaft steht, könntest du dich auch für Orangen- oder Limettensaft entscheiden. Ein letztes Mal für diese vier Tage meine ich, dass probieren über studieren geht, und ich wünsche dir von Herzen einen Tiefkühler voll feiner Glace und viiiiiiel Genuss beim Schlecken!


Zutaten für insgesamt ca. 3dl Glace-Masse
  • für die Mangomasse:
    - 120g Mango Fruchtfleisch
    - 1 EL Zitronensaft
    - 1 EL Erythrit oder 0.5 EL Zucker
  • für die Quarkmasse:
    - 70g Magerquark
    - 70g Mascarpone
    - 2 EL Erythrit oder 1-1.5 EL Zucker (Tipps zum Süssen findest du hier)
    - 2 EL Zitronensaft

Zubereiten
  1. Für die Mangomasse alle Zutaten in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab pürieren, oder direkt im Standmixer / Blender pürieren.
  2. Für die Quarkmasse alle Zutaten in einer Schüssel mit dem Schwingbesen gründlich vermischen.
  3. Mango- und Quarkmasse abwechselnd mit Teelöffeln in Eis-am-Stiel-Formen füllen und gefrieren.




Freitag, 23. Dezember 2016

süss gefüllte Stern-Pastetli




Nur noch einmal schlafen und dann ist heilig Abend. Hui, die Adventszeit 2016 ist so richtig an mir vorbeigerauscht. Dennoch habe ich sie in vollen Zügen genossen; mit viel Kerzenlicht, Weihnachtsmärkten, einer grossen Truhe voller Guetzli und - last but not least - mit vielen lieben Menschen aus der Familie und dem Freundeskreis. Deshalb mag ich die Weihnachtszeit so gerne; auch wenn wir es das ganze Jahr tun könnten, geniessen wir in diesen Tagen und Wochen alles ganz bewusst und sind dankbar für alles Schöne in unserem Leben. Und als Festtagsmenü darf man darum auch etwas besonders stimmungsvolles kredenzen. Als letzte Idee vor Weihnachten, oder für deine Silvesterparty, stelle ich dir heute meine neuste Dessert-Kreation vor: süss gefüllte Stern-Pastetli.

Zugegeben, die Anleitung sieht nach viel Aufwand aus. ABER: du kannst jedes einzelne Element, die alle so aufwändig gar nicht sind, bis zu einem Tag im Voraus zubereiten und kurz vor dem Servieren nur noch zusammensetzen. So hast du mehr Zeit für deine Gäste und steckst nicht in der Küche fest. Als Planungshilfe schreibe ich dir bei jedem Einzelschritt einen Tipp zur Vorbereitung dazu. Ausserdem entscheidest du, ob alle Komponenten kalt serviert werden, oder ob du z. B. das Kompott warm in die Pastetli füllst. Du willst deine eigene Kreation daraus zaubern oder brauchst einen Tipp, wie es noch einfacher geht? Ganz am Ende der Rezepte findest du eine zusätzliche Ideensammlung.

So. Und jetzt? Jetzt wünsche ich dir von Herzen wundervolle, zauberhafte und harmonische Weihnachtsfeiertage, viel Zeit mit deinen allerliebsten Menschen bei stimmungsvollem Kerzenschein und ganz viel Genuss und herrliche Leckereien.

Alles Liebe, deine Barbara


Zutaten für 6 komplette Dessert-Teller
  • für die sechs Stern-Pastetli
    - 2 rechteckig ausgewallte Blätterteige (ca. 25 x 42cm)
    - 1 Eigelb, leicht verquirlt
  • für die Gewürz-Vanillesauce
    - 1.5dl Rahm / Sahne
    - 1.5dl Milch
    - 2 Vanilleschoten, nur ausgekratztes Mark (oder 1 TL Vanillepulver)
    - 0.5 TL Zimtpulver
    - 2 Messerspitzen gemahlener Kardamom (kann auch weggelassen werden)
    - 2-3EL Zucker
    - 1 Prise Salz
    - 2 TL Maisstärke (z. B. Maizena)
  • für das Mango-Kompott
    - 2 reife Mangos, geschält und in kleine Würfeli geschnitten
    - 1.5 Bio-Orange, nur Saft
    - 1-2 EL Zucker, nach Belieben
  • für die Deko
    - 1dl Rahm, steif geschlagen (oder mehr nach Belieben)
    - etwas Puderzucker


Stern-Pastetli zubereiten
  1. Blätterteig auslegen, evt. auf 2mm Dicke weiter auswallen, 6 grosse Sterne ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  2. Aus dem restlichen Teig (evt. neu ausgerollt) 12 grosse Sterne ausstechen und aus jedem grossen einen kleineren Stern ausstechen. Sechs von den 12 kleinen Sternen ebenfalls auf das Backblech legen (Dekoration), die restlichen immer wieder zum Teig kneten.
  3. Jeweils 2 der entstandenen Stern-Pastetli-Ränder mit wenig Wasser auf die grossen ganzen Sterne kleben; jedes Pastetli besteht also aus 1 ganzem Sternboden und 2 ausgestanzten Sternrändern. Stern-Pastetli etwa 20-30 Minuten kühl stellen.
  4. Die Ränder der Pastetli und die kleinen Deko-Sterne mit Eigelb bestreichen.
  5. Backen: 20 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, bis die Pastetli goldbraun sind. Tipp: die kleinen Deko-Sterne musst du vielleicht schon nach 15 Minuten aus dem Ofen fischen da sie schneller bräunen.
  6. Stern-Pastetli herausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Tipp: auch die Mitte der Sterne geht beim Backen etwas auf. Damit du genügend Platz für die Füllung bekommst, kannst du mit einer Gabel vorsichtig einstechen und den aufgegangenen Teig etwas runterdrücken. 
Tipp zum Vorbereiten: Blätterteig schmeckt frisch gebacken am besten. Du kannst die Pastetli aber am Vortag bis und mit Schritt 3 vorbereiten und mit Frischhaltefolie bedeckt in den Kühlschrank stellen. 2-3 Stunden vor dem grossen Auftritt musst du sie dann nur noch bestreichen und backen.


Gewürz-Vanillesauce vorbereiten(Selbstverständlich kannst du auch ein anderes Lieblingsrezept für Vanillesauce oder -creme nutzen.)
  1. 1.5dl Rahm / Sahne, 1dl der Milch und Gewürze in einer kleinen Pfanne aufkochen, von der Herdplatte ziehen.
  2. Zucker, Salz und Maisstärke in der restlichen Milch (0.5dl) auflösen, gut verrühren damit sich keine Klümpchen bilden, dann zur heissen Rahm-Milchmischung giessen und die Pfanne wieder auf die Herdplatte schieben. Uunter Rühren nochmals aufkochen.
  3. Auf kleine Stufe zurückschalten und unter gelegentlichem Rühren ca. 5 Minuten eindicken, anschliessend auskühlen lassen. Tipp: beim Abkühlen bildet sich eine zähe Haut auf der Oberfläche. Um dies zu vermeiden legst du eine Frischhaltefolie direkt auf die Vanillesauce, so bleibt alles schön geschmeidig. Beim Auskühlen dickt die Vanillesauce ausserdem noch etwas nach.
Tipp zum Vorbereiten: da die Vanillesauce keine Eier enthält kannst du sie problemlos am Vortag fertig zubereiten und bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen. Kurz vor dem Befüllen rührst du sie mit einem Schwingbesen geschmeidig oder erwärmst sie kurz in der Mikrowelle oder in der Pfanne (nicht mehr kochen!).


Mango-Kompott zubereiten
  1. Mango-Würfeli, Orangensaft und Zucker nach Belieben in eine Pfanne geben und zum Kochen bringen.
  2. Auf mittlere Hitze zurückschalten und unter gelegentlichem Rühren ca. 10-15 Minuten weich köcheln.
  3. Ausgekühlt oder noch warm weiterverwenden.
Tipp zum Vorbereiten: auch das Kompott kannst du am Vortag fixfertig zubereiten, abkühlen lassen und dann zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Kurz vor dem Füllen kannst du das Kompott in der Mikrowelle oder in der Pfanne wieder erwärmen, oder du servierst es kalt.


Desserts zusammensetzen
  1. Leere Stern-Pastetli auf Teller setzen und in jede Vertiefung 1-2 TL Gewürz-Vanillesauce geben, dann das Mango-Kompott einfüllen und einen kleinen Blätterteigstern auflegen. Alles nach Belieben mit Puderzucker bestäuben. Tipp: vom Kompott darf gerne auch etwas Flüssigkeit mit in die Pastetli, da sie dann das Aroma aufnehmen und schön weich werden :) .
  2. Restliches Mango-Kompott und steif geschlagenen Rahm / steif geschlagene Sahne hübsch neben die Stern-Pastetli anrichten.


Ideensammlung für Zeitersparnis und eigene Kreationen
Wenn du auf die Kombination von Heiss und Kalt stehst hätte ich dir folgenden Tipp, wie du das Dessert noch schneller zubereitet hast: anstelle der Gewürz-Vanillesauce füllst du eine halbe Kugel Vanilleeis in die Pastetli und gibst dann das warme Kompott darüber. Herrlich!
Wunderbar schmecken die Sternen-Pastetli auch mit Quitten-, Birnen-, Apfel- oder Kirschenkompott anstelle der Mango. Und wenn nur Erwachsene am Tisch sitzen kannst du das Kompott auch mit einem Esslöffel Hochprozentigem anreichern. Für die Mango eignen sich z. B. Cointreau oder Grand Marnier.




Dienstag, 22. Dezember 2015

Mango Passionsfrucht Roulade




Weisst du schon, was du an Weihnachten zum Dessert servierst? Oder was du nach dem Silvesterschmaus kredenzt? Du bist tatsächlich noch offen für eine Last Minute Idee? Wunderbar, denn ein Blick auf das heutige Rezept lohnt sich auf jeden Fall, vor allem wenn du mehr als 2 Personen verwöhnen wirst. Ich wollte schon lange mal wieder eine Roulade backen, aber erst als ich das letzte Mal für ein anderes Rezept mit Passionsfrüchten hantierte, kam die Inspiration dazu. Erst wollte ich nur Passionsfrüchte verwenden, aber zusammen mit der mild-süssen Mango wird die Füllung etwas fester und weniger sauer. Mit Zartbitterschokolade wird aus der Roulade ein besonders edler Nachtisch, der nicht nur lecker schmeckt, sondern auch toll aussieht. Und gerade zu festlichen Anlässen darf es doch gerne etwas Besonderes sein; für währschafte Klassiker haben wir dann im Januar wieder genügend Zeit ;) .

Und bei dieser Gelegenheit, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich euch allen von Herzen zauberhafte Weihnachten, frohe Festtage im Kreise eurer Lieben und gemütliche Stunden mit viel Genuss. Merry Christmas!


Zutaten für 1 Roulade von ca. 30cm Länge
  • Biskuit
    - 70g + 2 EL Zucker
    - 3 Eier, getrennt in Eigelbe und Eiweisse
    - 1 EL heisses Wasser
    - 1 Prise Salz
    - 60g Mehl
    - 1,5 EL Kakaopulver
  • Füllung (lies dazu auch den Hinweis am Ende des Rezepts)
    - 5 Passionsfrüchte
    - 1 Mango
    - 2 EL Puderzucker
    - 2.5dl Vollrahm / Sahne
  • Dekoration
    - 100g Zartbitterschokolade


Zubereiten, Backen und Fertigstellen
  1. Biskuit zubereiten und backen: 70g Zucker, alle Eigelbe und heisses Wasser in einer Schüssel 5 Minuten schaumig schlagen. Alle Eiweisse in einer separaten Schüssel mit der Prise Salz steif schlagen, 2 EL Zucker dazugeben und weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt. Jetzt Mehl und Kakaopulver zur Eigelb-Masse sieben, Eischnee ebenfalls dazugeben und alles von Hand mit einem Gummischaber behutsam darunterziehen. Masse ca. 1cm dick rechteckig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und sofort backen: 6 Minuten bei 220°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Biskuit herausnehmen, sofort und vorsichtig auf ein frisches Backpapier stürzen, mit einem feuchten Lappen über das gebrauchte Backpapier streichen und dann vorsichtig ablösen. Das Biskuit mit dem noch heissen, umgedrehten Blech zudecken und darunter vollständig auskühlen lassen.
  2. Füllung zubereiten: Passionsfrüchte halbieren, Fruchtfleisch herauslösen und durch ein Sieb streichen. Mango schälen und Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Alles in ein hohes Gefäss geben, Puderzucker dazugeben und pürieren (beachte bitte den Hinweis am Ende des Rezepts). Vollrahm / Sahne in einer separaten Schüssel sehr steif schlagen, dann vorsichtig das Fruchtpüree darunterziehen. Tipp: du kannst die Füllung auch mit Halbrahm / fettreduzierter Sahne zubereiten, solltest dann aber ein Beutelchen Sahnesteif / Rahmhalter beim Schlagen dazumischen.
  3. Roulade füllen: Biskuitränder gerade schneiden. Füllung gleichmässig auf den Biskuit streichen und am einen langen Ende ca. 1cm frei lassen. Zu diesem Ende hin die Roulade vorsichtig aufrollen und auf eine geeignete Platte setzen.
  4. Dekoration: Zartbitterschokolade hacken und im Wasserbad oder in der Mikrowelle langsam schmelzen, dann in einen Spritzbeutel mit fein abgeschnittener Spitze füllen. Nun je etwas Backpapier links und rechts unter die Roulade legen und die flüssige Schokolade darüber sprenkeln. Solange die Schokolade noch feucht ist, das Backpapier vorsichtig herausziehen - die Platte bleibt schön sauber. Roulade bis zum Verzehr in Kühlschrank stellen und innerhalb 1-2 Tagen aufessen.


Wichtiger Hinweis zum Mango Passionsfrucht Püree
Die Mango Passionsfrucht Roulade ist erst wenige Tage online, und schon sind die ersten Backfeedbacks dazu eingetroffen. Vielen herzlichen Dank dafür! Drei Rückmeldungen waren begeistert, bei einer ging die Füllung aber leider schief: sie blieb zu flüssig und die Roulade liess sich deshalb nicht damit füllen. Tatsächlich ist es so, dass Früchte keine Einheitsgrösse haben. Es kann deshalb mal sein, dass jemand mehr, und jemand weniger Fruchtfleisch daraus gewinnt. Deshalb empfehle ich dir nach dem Pürieren zu kontrollieren, wie fest das Püree ist. Empfindest du es als dünnflüssig, solltest du es eindicken, damit die Füllung anschliessend streichfähig wird. Fülle das Fruchtpüree dazu in eine kleine Pfanne, gib 1 gehäuften TL Maisstärke (z. B. Maizena) dazu und koche das ganze unter Rühren mit dem Schneebesen kurz auf. Anschliessend vollständig abkühlen lassen, und wie oben beschrieben unter den Schlagrahm / die Schlagsahne heben. So gelingt die Füllung auf jeden Fall und es gibt keine Verlegenheits-Creme-Desserts :) .



 

Sonntag, 27. April 2014

Mango-Kokos-Muffins mit Schokostückchen




Die heutigen Muffins haben es in sich: fruchtig-saftige Mango, tropische Kokosnuss und bitter-süsse dunkle Schokolade. Daraus wird ein luftiges Gebäck, aber kein filigraner Cupcake. Diese Muffins geben was her und passen deshalb eher zum Pausenkaffee und -tee als zum krönenden Abschluss eines ganzen Menüs. Üppig sind sie nicht, man kann auch gerne zwei Stück verdrücken, aber es ist nicht unbedingt ein elegantes Stück Kuchen für die edle Desserttafel. Zwischendurch darf es aber auch mal rustikal sein, oder? Deshalb wird die Mango nicht fein gehackt, sondern in groben Stücken gelassen. Geschmacklich sind diese Muffins absolut toll und wecken Fernweh nach Sonne, Strand und Meer - ein echter Lichtblick an einem verregneten Sonntag :) .


Zutaten für etwa 10 Muffins
  • 130g Mango-Fruchtfleisch, in Würfel/Stücke geschnitten
  • 50g Kokosrapsel
  • 70g dunkle Schokolade, grob gehackt
  • 65ml Öl (Tipps dazu findest du unter "rund ums Backen")
  • 75g Zucker
  • 1.5 TL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 90ml Milch
  • 1 Zitrone, wenig abgeriebene Schale
  • 210g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/4 TL Natron (notfalls tut es auch dieselbe Menge Backpulver)
  • 1/4 TL Salz


Zubereiten und Backen
  1. Ein Muffinsblech mit Butter ausstreichen und Mehl bestäuben, oder mit Papierbackförmchen belegen.
  2. Mangostücklein in einer Schüssel mit Kokosraspel mischen. Tipp: die Mangostücklein sollen schön umhüllt werden, so sinken sie beim späteren Backen nicht alle auf den Muffinboden.
  3. Öl mit Zucker und Vanillezucker in einer zweiten Schüssel gut verrühren.
  4. Ei dazu geben und gut verrühren, dann die Milch dazu giessen und kurz weiterrühren.
  5. Mehl, Zitronenschale, Backpulver, Natron und Salz gut mischen, dann zur Teigmasse geben und mit einem Teigspatel gerade so verrühren. Mango-Kokos-Mischung und gehackte Schokolade abwechslungsweise auf die Teigmasse geben und kurz untermischen.
  6. Den Teig gleichmässig in die Vertiefungen füllen. Tipp: man merkt gut, dass dieser Teig eher schwer ist. Die Muffins gehen dementsprechend nicht ganz so stark auf und man kann die Vertiefungen mit gutem Gewissen zu 3/4 füllen.
  7. Backen: ca. 20 Minuten bei 180°, Ofenmitte. Stäbchentest!
  8. Muffins kurz im Blech abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


Tipp
Auch wenn ich mich mit diesem Tipp immer wiederhole :) : Muffins kann man toll einfrieren. Ganz ausgekühlt in einen Gefrierbeutel geben und tiefkühlen. Bei Bedarf könnt ihr die Muffins stückweise rausholen und innert 30 Minuten bei Zimmertemperatur auftauen.





Mittwoch, 23. April 2014

Wiesen-Torte (Eierlikörkuchen mit Limoncello-Mango-Füllung)




Motivtorten sind schon ein nicht ganz alltägliches Mitbringsel. Deshalb eignen sie sich auch als spezielle Überraschungen für besondere Gelegenheiten. Zum Abschied einer lieben Arbeitskollegin habe ich deshalb eine Frühlingswiesen-Torte gestaltet, passend zur Firma, die mit ganzem Herzen für ganze Pflanzenkraft und natürliche Heilmittel steht. Ausserdem passt das Thema perfekt in die aktuelle Jahreszeit, und dementsprechend kreierte ich auch gleich eine neue Füllung dazu. Den luftigen Eierlikörkuchen füllte ich mit einer Mango-Quarkfüllung, und die Böden wurden mit Limoncello getränkt. Das Ergebnis war frisch, saftig und fruchtig - Füllungsexperiment gelungen! Wem der Kuchen als solches zusagt, die Rollfondant-Deko aber zu aufwändig ist, kann den Kuchen auch anderweitig überziehen, zum Beispiel mit geschlagenem Rahm (vielleicht mit etwas Rahmhalter verstärkt), der Deckel mit kleingeschnittenen Mangostückchen verziert.


Der Kuchen - Wunderrezept
Das Wunderrezept ist inzwischen DER Standardkuchen für meine Motivtorten geworden. Ihr findet das Rezept ausführlich erklärt bei der Captain America Torte. Zum ersten Mal habe ich den Kuchen übrigens mit der "bake even" Methode gebacken. Zweck dieser Isolations-Backmethode ist, dass sich beim Backen keine starke Wölbung in der Mitte des Kuchens bilden soll, den man für eine Motivtorte wieder wegschneiden und so wertvolle Kuchenhöhe verlieren würde. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Methode findet ihr bei der Tortentante. Mein erster Eindruck: trotz dem isolierenden Alufolienmantel bildete sich eine kleine Wölbung, aber tatsächlich musste ich nur ganz wenig wegmogeln. Ich bin gespannt ob das Verfahren genau so gut klappt, wenn ich einen grösseren Kuchen backe - Erfahrungsmeldungen folgen bei Gelegenheit :) . Eine ganz kleine Veränderung am Wunderrezept habe ich für diese Motivtorte übrigens vorgenommen:
  • 1 Bio-Zitrone, 1/4 abgeriebene Schale
    Abgeriebene Schale den Eiern, dem Zucker und dem Salz zugeben und alles zusammen wie beschrieben schaumig schlagen.
Nach dem Backen den Eierlikörkuchen ganz auskühlen lassen. Für die Wiesen-Torte habe ich den Kuchen insgesamt in vier Scheiben geschnitten, also drei Mal waagerecht mit der Fadentechnik durchgetrennt.


Die Füllung - Mango-Quarkcreme
Diese Füllung habe ich zum ersten Mal gemacht, weil ich für das Projekt unbedingt etwas besonders Fruchtiges kreieren wollte. Die Konsistenz war wunderbar fluffig-saftig, und ich werde sie auf jeden Fall wiedermachen. Tipp: noch fruchtiger wird das ganze, wenn der Füllung sehr klein geschnittene Mangostückchen beigegeben werden. Dazu soll die Mango aber gut reif sein, sonst sind die Stückchen zu hart und passen nicht zum fluffigen Kuchen.
  • Zutaten
    150g Mango (Fruchtfleisch), in Stücke geschnitten
    40g Puderzucker
    250g Magerquark
    1/2 Beutelchen Vanillezucker
    1 EL Zitronensaft
    4 Blatt Gelatine, mind. 5 Minuten in kaltes Wasser eingelegt
    2 EL siedendes Wasser
    1,5dl Vollrahm, steif geschlagen
    ausserdem: Limoncello zum Tränken (ca. 4-6 EL)
  • Zubereiten
    1.) Mango und Puderzucker zusammen pürieren, dann durch ein feines
    Sieb in eine Schüssel streichen.
    2.) Magerquark, Vanillezucker und Zitronensaft dazugeben und gut verrühren.
    3.) Gelatine ausdrücken, in eine zweite Schüssel geben, mit dem siedenden Wasser übergiessen und unter Rühren auflösen. 2 EL der Quarkmasse zur Gelatine geben, gut verrühren und sofort unter die restliche Quarkmasse rühren. In den Kühlschrank stellen, bis die Masse am Rand leicht fest ist (ca. 20-30 Minuten).
    4.) Masse aus dem Kühlschrank nehmen und glatt rühren.
    5.) Steif geschlagenen Vollrahm mit einem Teigspatel vorsichtig unter die Masse ziehen.


Der Mantel - Swiss Meringue Buttercream
Auch der Mantel dieser Torte ist ein bereits mehrfach getestetes und bewährtes Rezept. Ihr findet eine Schritt für Schritt Anleitung bei der Captain America Torte. Tipp: bei der genannten Rezeptmenge mit drei Eiweiss bleibt nach dem Überziehen der Torte etwas übrig, das ihr aber problemlos einige Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einige Wochen tiefgefrieren und für eine Ladung Cupcakes nutzen könnt. In dieser Variante lassen sich nämlich z. B. Marmelade oder Fruchpüree unter die Buttercream mischen, dann erhält ihr ein wirklich tolles Topping für Cupcakes.


Die "Hochzeit" - Torte zusammensetzen
  1. Den untersten Kuchenboden auf eine Tortenplatte setzen und einen passenden Tortenring darum legen. Tipp: zur Not tut es auch ein passender Springformenrand, mit etwas Öl bestrichen und mit Frischhaltefolie überzogen.
  2. Den Boden mit Limoncello tränken und einen Drittel der Mango-Quarkcreme darauf verteilen. Zweiten Kuchenboden aufsetzen, mit Limoncello tränken und einen weiteren Drittel der Mango-Quarkcreme aufstreichen. Dritten Kuchenboden aufsetzen, abermals mit Limoncello tränken und mit dem letzten Drittel der Mango-Quarkcreme bestreichen. Deckel aufsetzen, diesen ebenfalls nochmals mit Limoncello tränken. Tipp: wenn Kinder mitessen Limoncello weglassen. Wer die Kuchenböden trotzdem tränken möchte, kann etwas verdünnten und mit Puderzucker gesüssten Zitronensaft nehmen, oder wahlweise etwas Zitronenlimonade (Vorsicht Süsse!).

  3. Die Torte zugedeckt im Kühlschrank mindestens 2-3 Stunden ruhen lassen, damit die Mango-Quarkfüllung schön fest und die Torte stabil wird.
  4. Nach der Ruhezeit den Tortenring vorsichtig entfernen und die gesamte Torte mit der Swiss Meringue Cream einmanteln. Nehmt dazu das Werkzeug, das euch am besten in der Hand liegt (langer oder kurzer Spatel, Teighörnchen o.ä.)
    und achtet darauf, dass möglichst gleichmässige Flächen und ein vertikaler Rand entstehen. Tipp für das Fine-Tuning am Schluss:
    haltet den Metallspatel immer wieder in heisses Wasser, dann trocknet ihr ihn ab und nutzt die Wärme, um schöne glatte Flächen zu kreieren. Die Torte mit Frischhaltefolie abdecken, erneut für mind. 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  5. Jetzt ist die Torte bereit für die Rollfondantdeko. Ich habe die gesamte Torte erst mit ca. 250g weissem Rollfondant überzogen. Tipp: mit einem Massband 1x Durchmesser plus 2x Seitenhöhe abmessen, damit man weiss wie gross der Rollfondant mindestens ausgerollt werden muss. Für das Gras habe ich aus etwa 150g grünem Rollfondant eine lange Bahn ausgewallt (mit Massband vorher Umfang der Torte messen um die Länge der Bahn zu bestimmen) und eine Gräsershilouette ausgeschnitten. Das ganze vorsichtig um die Torte legen und mit Lebensmittelkleber ankleben, dabei die Gräser unterschiedlich anordnen. Tipp: dieses Verfahren ist etwas knifflig und war wirklich eine Fummelarbeit. Würde ich nochmals von vorne beginnen, würde ich die Grashalme einzeln ausschneiden. Das ist zwar im ersten Moment etwas mehr Arbeit, im Anschluss aber bedeutend einfacher an die Torte zu kleben, und die Grashalme können bedeutend einfacher einzeln gestaltet werden. Die kleinen Dekoelemente wie Blümchen, Buchstaben und den Schmetterling habe ich schon am Vortag ausgeschnitten und trocknen lassen. Dann habe ich sie mit Lebensmittelkleber vorsichtig angeklebt. Aber Achtung, ist Rollfondant einmal getrocknet wird er brüchig und benötigt etwas Fingerspitzengefühl :) .