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Samstag, 20. Januar 2018

Himbeer Gugelhopf mit weisser Schoggi




Wir stecken mitten im Winter, und trotzdem stelle ich dir heute einen Himbeer Gugelhopf vor? Wenn du dich jetzt fragst, wie das mit meinem Credo "möglichst saisonal und regional" zu vereinbaren ist, dann kann ich deine Verwirrung sehr gut verstehen. Wenn wir uns im Januar nämlich strickt an einheimische frische Früchte halten wollen, dann kommen im Moment praktisch nur Äpfel, Birnen und Schweizer Kiwis (ja, die gibt's wirklich!) in Frage. Und das wäre doch wirklich auf die Dauer etwas langweilig. Nun liegt in der Obstabteilung von Grossverteilern natürlich noch mehr zum Kauf bereit: Orangen, Bananen, Kakis, aber bestimmt keine frischen Beeren, zumindest keine wirklich feinen... Und genau hierzu habe ich dir einen Tipp, wie du das volle beerige Aroma in dein Gebäck bringst, mitten im Winter: mit gefriergetrockneten Beeren.

Dieses besondere Verfahren der Haltbarmachung macht es möglich, sowohl Farb- wie auch Aromastoffe optimal zu erhalten und empfindliche Beeren länger zu lagern. Bei uns zu Hause finden sich fast den ganzen Winter über gefriergetrocknete Himbeeren und Erdbeeren im Vorrat, da ich es liebe sie in Porridge, Griessbrei und Müesli einzuarbeiten. Und zum Backen eignen sie sich natürlich ebenfalls hervorragend, weshalb fast ein halber Beutel in diesen Gugelhopf gewandert ist. Das Ergebnis wird herrlich fruchtig - richtig himbeerig und nicht zu süss, einfach fein. Wenn du also noch nie mit gefriergetrockneten Beeren gebacken hast, dann hoffe ich ist es mir gelungen, dich gwundrig zu machen. Es lohnt sich!


Zutaten für eine kleine Gugelhopfform von ca. 1 Liter Inhalt
Für eine grosse Gugelhopfform von ca. 2 Litern Inhalt Zutaten verdoppeln, oder für eine schöne Höhe sogar auf 5 Eier hochrechnen (alle Zutaten erst :2, dann x5 rechnen). Die Backzeit verlängert sich um geschätzte 10-15 Minuten, die Stäbchenprobe ist wichtig.
  • 100g weiche Butter + etwas mehr für die Form
  • 80g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
    ©Sonnenkorn
  • 2 EL Milch
  • 100g Mehl + etwas mehr für die Form
  • 40g Stärke (z. B. Maizena)
  • 1 leicht gehäufter TL Backpulver
  • 0.5 TL Natron (ersatzweise ganze Menge durch Backpulver ersetzen)
  • 40g weisse Schokolade, fein gehackt
  • 40g Marzipan, an der Bircherraffel gerieben (im Grossverteiler in der Backwarenabteilung erhältlich, auch unter dem Namen "Mandelmasse", enthält ca. 40% Mandeln)
  • 20g gefriergetrocknete Himbeeren, fein gehackt (z. B. von Sonnenkorn, erhältlich in Drogerien und Reformhäusern)
  • für die Deko:
    - 0.5 Beutel weisse Kuchenglasur oder ca. 50g weisse Schokolade, geschmolzen
    - wenig gefriergetrocknete Himbeeren, fein gehackt


Zubereiten und Backen
  1. Gugelhopfform mit Butter ausreiben und mit Mehl bestäuben, dann in den Kühlschrank stellen.
  2. Butter, Zucker und Salz einige Minuten cremig aufschlagen.
  3. Eier einzeln dazugeben und gründlich unterrühren, bis die Masse heller wird. Dann die Milch kurz darunterrühren.
  4. Mehl, Maizena, Backpulver und Natron mischen, dann zur Teigmasse geben und alles gut verrühren.
  5. Zum Schluss die fein gehackte Schokolade, das Marzipan und die fein gehackten Himbeeren dazugeben und darunterrühren.
  6. Teig in die vorbereitete Gugelhopfform füllen und mit einer Gabel leicht glatt streichen.
  7. Backen: ca. 35 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  8. Gugelhopf rausnehmen, in der Form ca. 10 Minuten abkühlen lassen, dann behutsam auf ein Kuchengitter stürzen und aus der Form lösen. Vollständig auskühlen lassen.
  9. Für die Deko den Gugelhopf mit weisser Kuchenglasur, rsp. geschmolzener weisser Schokolade beträufeln und mit den Himbeeren dekorieren.


Tipps zum Variieren
Diesen Gugelhopf kannst du natürlich auch mit gefriergetrockneten Erdbeeren backen, das Ergebnis wird etwas milder. Daher empfehle ich dir für eine Erdbeer-Variante noch die abgeriebene Schale von einer halben Zitrone hinzuzufügen (Ergebnis wird etwas "spritziger", oder aber das Mark von einer Vanilleschote (Ergebnis wird etwas "lieblicher"). Die weisse Schoggi und das Marzipan dienen der aromatischen Unterstützung der Himbeeren - beide drängen sich absolut nicht in den Vordergrund. Wenn du es nun etwas schokoladiger magst, kannst du die weisse Schoggi auch durch Zartbitterschokolade ersetzen. Himbeeren und dunkle Schokolade vertragen sich sehr gut und bilden ein feines Aroma-Duo. Anstelle den Gugelhopf mit Glasur zu übergiessen, kannst du ihn auch nur mit Puderzucker bestäuben. Einmal mehr handelt es sich hier also um ein Rezept, das du wunderbar deinem Gusto entsprechend abwandeln kannst. Viel Spass beim Experimentieren!



Mittwoch, 22. November 2017

Marzipan Orangen Gugelhopf




So langsam aber sicher geht es auf Weihnachten zu. Daher stelle auch ich mich allmählich auf Festtagsrezepte ein und hätte heute ein erstes feines Gugelhopfrezept für den Advents-Kaffee-Treff anzubieten. Beim Gugelhopf ist mir stets wichtig, dass kein bröselig-trockener Kuchen angeschnitten wird. Und mit feinem Marzipan läufst du hier garantiert keine Gefahr von bösen Überraschungen! Total marzipanig ist der Gugelhopf nicht, doch wenn du die süsse Mandelmasse überhaupt nicht magst, dann findest du sicher Alternativen in meinem Rezepte A-Z.

Weil nur Marzipan etwas langweilig ist, habe ich etwas Orangenschale mit in den Teig gegeben. Gerade so viel, um eine leicht fruchtige Frische reinzubringen, aber nicht so viel, dass daraus ein Orangengugelhopf wird. Selbstverständlich könntest du die Orangenschale auch weglassen und sogar ein paar Tropfen Bittermandelaroma dazugeben für die ultimativ mandelig-marzipanige Erfahrung. Oder du nimmst 1-2 TL Rum (oder ein paar Tropfen Rum-Aroma wenn's alkoholfrei sein soll) und pimpst den Gugelhopf ebenfalls auf besondere Weise. Anstelle vom Puderzuckerguss könntest du diesen Gugelhopf auch in weisse Schokoladenglasur hüllen. Ideen über Ideen, die du alle ausprobieren und geniessen kannst 😊.


Zutaten für eine kleine Gugelhopfform von ca. 1 Liter Inhalt
Für eine grosse Gugelhopfform alle Zutaten verdoppeln, die Backzeit kann sich um 10-15 Minuten verlängern.
  • 4 Eier
  • 125g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 125g flüssige Butter
  • 1/2 Bio-Orange, nur abgeriebene Schale
  • 125g Marzipan, an der Röstiraffel gerieben
  • 100g Mehl
  • 0.5 TL Backpulver
  • für den Zuckerguss, wenn gewünscht kann auch die doppelte Portion zubereitet werden:
    - 100g Puderzucker
    - 2-3 EL Orangensaft


Zubereiten und Backen
  1. Gugelhopfform gründlich mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, dann die Form bis zum Befüllen in den Kühlschrank stellen.
  2. Eier, Zucker und Salz in einer Schüssel für 3-4 Minuten schaumig rühren.
  3. Flüssige Butter und Orangenschale dazugeben und kurz weiterrühren, dann das geriebene Marzipan ebenfalls dazugeben und unterrühren.
  4. Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel vermischen, zur Teigmasse geben und alles zügig zu einem gleichmässigen Teig verrühren.
  5. Teig in die vorbereitete Gugelhopfform füllen, evt. flach streichen und sofort backen.
  6. Backen: 35-40 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  7. Gugelhopf herausnehmen, 10-15 Minuten abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.
  8. Für den Zuckerguss den Puderzucker mit dem Orangensaft zur gewünschten Konsistenz verrühren und dann entweder über den Gugelhopf träufeln oder den ganzen Gugelhopf damit einstreichen.




Freitag, 2. Januar 2015

Himbeer Mandel Wickeltorte




HAPPY NEW YEAR! Ich hoffe, ihr seid alle gesund und gut im neuen Jahr angekommen und habt das alte Jahr feierlich verabschiedet. Nun dürfen wir gespannt sein, was das 2015 alles bringt, und ich wünsche euch von Herzen, dass all eure Wünsche in Erfüllung gehen. Wir waren am Silvesterabend bei lieben Freunden eingeladen, und ich durfte das Dessert beisteuern. Für so einen besonderen Anlass darf es auch mal etwas aufwändiger sein. Ich wusste, dass uns ein feines Fondue Chinoise erwartet, weshalb ich mir keine üppige Buttercreme-Torte vorstellen konnte. Mein lieber Göttergatte wünschte ebenfalls etwas Fruchtiges; also habe ich mir diese Wickeltorte ausgedacht. Auch wenn die Torte besonders hübsch im Querschnitt aussieht, ist sie nicht sehr schwierig und für alle zu schaffen. Einzig Zeit solltet ihr dafür haben, denn es braucht einige "Einzelteile", um schlussendlich die Torte zusammenzuwickeln. Für die Deko habe ich schnell ein silvestriges Glücksschweinchen aus Marzipan geformt (mit Odense Marzipan von Bakeria), im Sommer wären natürlich frische Himbeeren das Tüpfchen auf dem "i". Wenn dich die Aromen reizen, du aber das Wickeln der Torte scheust, kannst du den Mürbeteig Boden auch weglassen und den mit Füllung bestrichenen Mandelbiskuit zu einer Biskuitrolle/-Roulade rollen. Schmeckt garantiert und ist etwas weniger aufwändig.



MÜRBETEIG-BODEN
Der Boden der Wickeltorte besteht aus einem knusprigen Mürbeteig. Er gibt der Torte nebst Biss auch guten Halt, damit sich die Stücke perfekt auf die Teller balancieren lassen. Mit dem untenstehenden Rezept wirst du etwas Teig übrig haben. Das macht aber überhaupt nichts, denn Mürbeteig lässt sich wunderbar einfrieren. Drück' den Teig leicht flach und pack' ihn dicht in Frischhaltefolie oder in einen Gefrierbeutel, dann kannst du ihn problemlos 2-3 Monate aufbewahren. Tipp: süssen Mürbeteig gibt es auch fixfertig und sogar schon ausgerollt im Supermarkt zu kaufen. Wenn's also mal schnell gehen muss, kannst du dir so einen Arbeitsschritt sparen.

Zutaten
  • 200g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 100g kalte Butter
  • 3-4 EL Zucker
  • 1 Ei, verklopft

Zubereiten und Backen
  1. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen.
  2. Kalte Butter in kleine Stücke schneiden und mit der Mehlmischung zwischen den Händen verreiben, bis die Masse gleichmässig feinkrümelig ist.
  3. Erst den Zucker untermischen, dann das verklopfte Ei dazugeben und alles rasch zu einem Teig zusammenfügen. Dann in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Tipp: Mürbeteig soll nicht intensiv geknetet werden, sonst verliert er an Knusprigkeit.
  4. Teig etwa 2-3mm dick ausrollen, eine runde Platte von etwa 24cm Durchmesser ausschneiden und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einer Gabel dicht einstechen.
  5. Backen: ca. 15 Minuten bei 180°C, Ofenmitte.
  6. Mürbeteig-Boden herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.


MANDELBISKUIT
Weil Himbeeren so schön mit Mandeln harmonieren, habe ich mich für einen Mandelbiskuit entschieden. Tipp: das Rezept funktioniert auch mit anderen gemahlenen Nüssen. Wenn du z. B. also lieber Haselnüsse magst, kannst du die genannte Nussmenge einfach ersetzen. 

Zutaten für ein Backblech
  • 80g + 2 EL Zucker
  • 4 Eier, in 4 Eigelbe und 4 Eiweisse getrennt
  • 1 EL heisses Wasser
  • 1/2 Zitrone, nur abgeriebene Schale
  • 1 Prise Salz
  • 100g gemahlene geschälte Mandeln
  • 80g Mehl

Zubereiten und Backen
  1. 80g Zucker, Eigelbe und heisses Wasser in einer Schüssel 5-10 Minuten lang schaumig rühren.
  2. Zitronenschale dazugeben und kurz unterrühren.
  3. In einer separaten fettfreien Schüssel Eiweisse zusammen mit dem Salz steif schlagen. Dann 2 EL Zucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Eischnee glänzt.
  4. Gemahlene Mandeln und Mehl mischen.
  5. Nun den steif geschlagenen Eischnee lagenweise mit der Mehl-Mandel-Mischung zur Eigelbmasse geben und vorsichtig von Hand mit einem Gummischaber darunterziehen.
  6. Biskuitmasse gleichmässig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen.
  7. Backen: ca. 6-7 Minuten bei 220°C, Ofenmitte.
  8. Biskuit herausnehmen und auf ein frisches Backpapier stürzen. Dann mit einem sauberen nassen Lappen/Tuch über das obere Backpapier streichen und es anschliessend vorsichtig abziehen. Den Biskuit sofort mit dem ungedrehten Backblech zudecken und vollständig auskühlen lassen. So bleibt der Biskuit schön elastisch und lässt sich besonders leicht wickeln.


ZWEI SCHNELLE FÜLLUNGEN - HIMBEERPÜREE UND VANILLERAHM/-SAHNE
Damit die Wickeltorte angeschnitten besonders hübsch aussieht, habe ich zwei kontrastreiche Füllungen gewählt. Selbstverständlich lässt sie sich aber auch nur mit einer Füllung zubereiten.

Füllung 1 - Himbeerpüree
  •  250g (aufgetaute) Himbeeren
  • 2 EL Puderzucker
  • 2 EL Amaretto (für eine alkoholfreie Variante: Zitronensaft oder Wasser) 
Zubereiten: Die Himbeeren mit Puderzucker und Amaretto fein pürieren, dann die Masse durch ein Sieb streichen.

Füllung 2 - Vanillerahm/-sahne
  • 4dl Halbrahm/-sahne, direkt aus dem Kühlschrank
  • 1 EL Vanille- oder Vanillinzucker (zweiterer ist schön weiss)
  • 1 Beutelchen Rahmhalter/Sahnesteif 
Zubereiten: Den Halbrahm/die Sahne cremig schlagen, Rahmhalter/Sahnesteif und Vanillezucker einrieseln lassen und weiterschlagen, bis die Masse richtig steif ist.

 
WEITERE ZUTATEN FÜR DIE FERTIGSTELLUNG
  • 100g Mandelstifte, in einer Pfanne ohne Fett geröstet, abgekühlt und gehackt
  • 2-3 EL Amaretto zum Tränken, kann für eine alkoholfreie Variante aber auch ganz weggelassen werden
  • für die Dekoration: Marzipan-/Zuckeraufleger nach Wunsch, in der Saison frische Himbeeren

 
WICKELN / FERTIGSTELLEN
  1. Mürbeteig-Boden auf eine Tortenplatte setzen. Tipp: Wenn du die Torte auf ein hübsches Tortenpapier setzt ist es hilfreich, Backpapierstreifen unter den Boden zu legen, damit du am Schluss ein sauberes Ergebnis erhältst. Steht die Torte auf einer gut abwischbaren Unterlage, kannst du die Backpapierstreifen auch weglassen.
  2. Mandelbiskuit mit 2-3 EL Amaretto tränken (kann auch weggelassen werden) und dann erst mit dem Himbeerpüree gleichmässig einstreichen, danach maximal 2/3 des Vanillerahms/der Vanillesahne vorsichtig darüberstreichen, damit sich die beiden Lagen möglichst wenig vermischen.
  3. Nun den bestrichene Mandelbiskuit in ca. 4cm breite Streifen schneiden. Den ersten Streifen ganz aufrollen und in die Mitte des Mürbeteig-Bodens stellen.
  4. Dann den zweiten Streifen vorsichtig mit beiden Händen aufnehmen und an das Ende des ersten Streifens anlegen, weiter um die Torte wickeln. So weiter verfahren, bis alle Streifen angelegt sind und die Torte schneckenartig gewachsen ist. Das Ende des letzten Streifens evt. etwas abschrägen, damit der Abschluss nicht ganz so kantig wird. Füllung, die oben leicht aus der Torte herausgedrückt wird, glatt streichen. Tipp: wenn der Tortenboden etwas zu gross ist, kannst du ihn mit einem Messer einfach entsprechend abschneiden.
  5. Die Torte ganz mit dem übrigen Vanillerahm/der übrigen Vanillesahne einstreichen, Rand mit gehackten Mandeln einkleiden und nach Wunsch Marzipan-/Zuckeraufleger oder frische Himbeeren auf die Torte legen. Tipp: Rollfondant eignet sich für die Deko dieser Torte nicht, weil er sich auf dem Rahm/der Sahne auflösen würde. Auch Marzipan wird mit der Zeit etwas weich, bleibt aber einige Stunden in Form. Wer frische Himbeeren verwendet, sollte diese erst kurz vor dem Verzehr auf die Torte legen, weil sie sonst den Rahm/die Sahne unschön verfärben.




 

    Mittwoch, 26. Februar 2014

    Apple Crumble Muffins




    Muffins sind schon sehr praktische kleine Küchlein: ihr Teig ist schnell angerührt, man kann sie im Dutzend in den Ofen schieben, und wenn man nicht alle aufessen mag, kann man die Übriggebliebenen problemlos tiefkühlen. Das gilt auch für die Apple-Crumble-Muffins. Ihr Inneres ist wunderbar luftig und saftig zugleich, denn kleine Apfelwürfelchen und fein geriebenes Marzipan lassen kein Austrocknen zu. Die Oberfläche der Muffins wird von knusprigen Streuseln geziert, die man ganz nach Belieben noch etwas gröber gestalten kann. Und wer kein Apfelfan ist, wählt zum Beispiel Birnen und macht eine ganz eigene Kreation daraus. Zeit also für ein weiteres Blech Muffins: ab in den Ofen mit ihnen!



    Zutaten für 12 Muffins
    • 100g Zucker
    • 1 Prise Salz
    • 2 Eier
    • 2 dl Milch
    • 100g Marzipan (kein Modelliermarzipan, sondern backfestes Marzipan)
    • 1 Zitrone, wenig abgeriebene Schale
    • 250g Mehl
    • 2 TL Backpulver
    • 1/2 TL Natron (zur Not kann auch 1/2 TL mehr Backpulver genommen werden)
    • 1/4 TL Zimt
    • 2 Äpfel, in kleine Würfelchen geschnitten
    • Zutaten für die Streusel: 30g Butter, 60g Mehl, 30g Zucker, 1/2 TL Zimt
      Tipp: wer kein grosser Zimtfan ist, lässt den Zimt in den Streuseln einfach weg. Den kleinen Anteil Zimt im Teig empfehle ich euch trotzdem beizubehalten, weil er nicht dominant ist und perfekt zu den Äpfeln passt. Wollt ihr doch darauf verzichten, würde ich etwas mehr Zitronenschale beifügen.


    Zubereiten und Backen der Muffins
    1. Muffinsblech mit Butter ausstreichen oder mit Papierbackförmchen belegen. Marzipan an der Röstiraffel reiben. Tipp: das klappt am besten, wenn man das Marzipan etwa 15 Minuten in den Tiefkühler legt.
    2. Streusel herstellen: Butter schmelzen und anschliessend mit Mehl, Zucker und Zimt zu einer krümeligen Masse vermischen. Am besten geht das mit einer Gabel oder mit den Händen. Tipps: Streusel herzustellen ist wirklich simpel einfach, und sie eignen sich für verschiedenstes Gebäck. Wenn ihr mal mehr braucht: das Verhältnis der Gewichte von Butter : Mehl : Zucker soll immer 1 : 2 : 1 sein. Aromatisieren könnt ihr die Streusel mit Gewürzen oder backfesten Aromen. Wenn ihr gehackte Nüsse oder Kerne dazugebt, werden die Streusel noch knuspriger. Und wenn ihr grobe Streusel wünscht, knetet ihr die Butter ungeschmolzen unter.
    3. Zucker, Salz und Eier in einer Schüssel rühren, bis die Masse heller ist.
    4. Milch dazugiessen und mit wenig Tempo weiterrühren.
    5. Geriebenes Marzipan und Zitronenschale daruntermischen.
    6. Mehl, Backpulver, Natron und Zimt in einer separaten Schüssel mischen und anschliessend zur Muffinmasse geben.
    7. Apfelwürfelchen dazumischen und die Masse gleichmässig ins vorbereitete Muffinsblech verteilen. Mit Streuseln bestreuen.
    8. Backen: ca. 25 Minuten bei 180°C, Ofenmitte.
      Tipp: macht die Stäbchenprobe, bevor ihr die Muffins zum Auskühlen rausnehmt. Für alle diejenigen, die das noch nie gemacht haben: eine saubere Stricknadel oder ein Holzspiesschen an der dicksten Stelle in einen Muffin stecken. Wenn beim Herausziehen Teig am Stäbchen kleben bleibt, brauchen die Muffins noch etwas länger. Bleibt das Stäbchen sauber, sind die Muffins durchgebacken und können aus dem Ofen.




    Montag, 10. Februar 2014

    Raspelkuchen zum Valentinstag




    Liebe geht durch den Magen, und Süsses schmeichelt der Seele. Da liegt es ja praktisch auf der Hand, dass ein saftig-zarter Schoko-Apfel-Kuchen den romantischen Tag perfekt macht - wenn ihr ihn denn feiert und nicht an einen Komplott des Rosenkartells glaubt ;-) . Der Raspelkuchen ist himmlisch schokoladig, hat eine knackige Hülle und einen saftigen Apfel-Kern. Die Deko könnt ihr ganz nach euren Wünschen gestalten - ein Herz aus Rollfondant wie bei diesem Beispiel, Marzipan für ganz süsse Schleckmäuler, oder ihr überzieht den ganzen Kuchen mit Schokoraspeln. So oder so: geniesst die Zeit zu zweit, verwöhnt und lasst euch verwöhnen. Und natürlich ist dieses Rezept nicht nur für den Valentinstag reserviert!



    Zutaten für eine Springform 18cm Durchmesser (für 24-26cm Durchmesser: Menge verdoppeln)
    • 250g säuerliche Äpfel (z. B. Braeburn)
    • 25g backfester Marzipan
    • 100g weiche Butter
    • 100g Zucker
    • 1 Zitrone: 2 EL Saft, 1/4 abgeriebene Schale
    • 1/2 Päckchen Vanille-Zucker
    • 1 Ei und 1 Eigelb (für 24-26cm Durchmesser: 3 Eier)
    • 1 EL Milch
    • 150g Mehl
    • 2 TL Backpulver
    • 1/2 TL Zimt
    • 50g dunkle Schokolade
    • Deko: 1 Beutel dunkle Kuchenglasur, 50g dunkle Schokoladen geraspelt, farbiger Rollfondant oder wahlweise Marzipan/mehr Schokoraspel


    Zubereiten und backen
    1. Springform mit Butter ausreiben und mit Mehl bestäuben, oder ganz mit Backpapier auslegen.
    2. Äpfel, Marzipan und dunkle Schokolade an der Röstiraffel raspeln (daher übrigens der Name "Raspeltorte"). Zitronensaft mit den geraspelten Äpfeln mischen. Tipp: Marzipan und Schokolade lassen sich gut gekühlt am besten raspeln, deshalb evt. 10-15 Minuten in den Tiefkühler geben und erst dann raspeln.
    3. Butter, Marzipanraspel, Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel gut verrühren.
    4. Ei, Eigelb und Milch nacheinander dazugeben und solange weiterrühren, bis die Masse heller ist.
    5. Mehl mit Backpulver, Zimt, Zitronenschale und Schokoladenraspeln mischen und unter die Masse rühren.
    6. Äpfel dazugeben und kurz mischen.
    7. Die Masse in die vorbereitete Springform füllen und glatt streichen.
    8. Backen: 50-60 Minuten bei 180°C, untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe nicht vergessen!
    9. Kuchen in der Form abkühlen lassen, Form entfernen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.


    Dekorieren
    1. Kuchenglasur nach Angabe auf dem Beutel langsam schmelzen. Über den Kuchen laufen lassen und mit einem Spachtel gut verteilen, auch an den Rändern. Tipp: wer's unkompliziert mag, kann den Kuchen mit allerbestem Gewissen so lassen. Für Dekoliebhaber: weiter mit Schritt 2 :-) .
    2. Sofort die Schokoladenraspel an den Rand des Kuchens "kleben", solange die Glasur noch feucht ist. Hilfreich dabei ist ein langer Spachtel, denn mit den Händen gibt es eine grosse Schmiererei :-) .
    3. Rollfondant oder Marzipan dünn auswallen und beliebige Motive ausstechen. Vorsichtig auf den Kuchen legen. Die Dekoelemente kleben am Kuchen, wenn die Glasur noch ein kleines bisschen feucht ist. Ansonsten etwas Lebensmittelkleber, restliche flüssige Kuchenglasur oder ganz wenig (!) Wasser auftragen und die Dekoration dann auflegen. Tipp: der Kuchen ist genügend stabil, um ihn auch ganz mit Rollfondant/Marzipan einzudecken. Grobe Unebenheiten des Deckel evt. wegschneiden, Raspelkuchen mit Ganache (dunkle Schokolade + Rahm) einstreichen und nach einigen Stunden kühlstellen mit Rollfondant eindecken.
    4. Den Kuchen vor dem Geniessen für etwa 15 Minuten an einen kühlen Ort (Kühlschrank ist nicht nötig) stellen, damit die Schokoglasur schön fest wird. Dann knackt die süsse Hülle herrlich, bevor sie den Biss ins saftige Innere freigibt.