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Donnerstag, 15. März 2018

Zeppole di San Giuseppe von "delizie d'Amelia"




Heute heisse ich Amelia vom Blog "delizie d'Amelia" ganz herzlich willkommen in meiner Backstube. Sie ist zweisprachig aufgewachsen und lebt das auch aktiv auf ihrem Blog. Ihre vielen feinen Koch- und Backrezepte sind mal typisch Schweizerisch, mal echt Italienisch, und mal eine gelungene Mischung von allem, das schmeckt. Deshalb macht es besonders grossen Spass durch ihr Ricettario zu schnuppern. Heute stellt sie uns eine italienische Spezialität zum bevorstehenden Vatertag vor und fügt damit das allererste Brühteig-Rezept meinem Rezepte A-Z hinzu. Darüber freue ich mich ganz besonders und danke dir, liebe Amelia, dass du heute bei mir zu Gast bist.

"Wie du inzwischen erfahren hast, sind Barbara und Christian frischgebackene Eltern geworden. Herzlichen Glückwunsch auf diesem Weg. Die Geburt eines Kindes ist etwas Wunderschönes. Am Anfang stellt es zwar den ganzen Tagesablauf auf den Kopf. Doch Mami, Papi und Kind lernen sich von Tag zu Tag besser kennen und so findet man plötzlich wieder einen Rhythmus. Glaubt mir, es wird so sein. Inzwischen habe ich schon etwas grössere Mädels und da kommen plötzlich andere Rhythmen hinzu… hahaha.

Damit Barbara in dieser Kennenlern-Phase ihren Blog nicht auf Sendepause stellen muss, unterstützen Gastblogger sie mit leckeren Rezepten. Und es freut mich sehr, dass ich heute eine dieser Gastbloggerinnen sein darf. Ich habe mir lange überlegt, welches Rezept ich backen könnte. Da ist mir plötzlich diese wunderbare Idee und dieses absolut leckere Rezept in den Sinn gekommen. Die Zeppole di San Giuseppe könnten zu meinem heutigen Gastbeitrag nicht besser passen. Am 19. März feiern wir in Italien Vatertag. Leider kennt man das in der Schweiz nicht so - eigentlich sehr schade. So widme ich diese Zeppole der jungen Familie und speziellen dem frischgebackenen Papi Christian.

Wer das Gebäck Zeppole di San Giuseppe nicht kennt, hat bestimmt schon das Wort Eclairs oder Brühteig gehört. Drei Wörter = ein Gebäck. Ja, die Italiener lassen praktisch keinen Heiligen und kein Fest aus ohne ein spezifisches Gebäck oder Gericht dafür zu haben. Meine Familie und ganz viele andere aus unserem Bekanntenkreis opfern sich sehr gerne um die feinen Zeppole zu essen. Vielleicht möchtest du deinem Papa auch zum Vatertag gratulieren und ihm dieses Dessert offerieren. Der wird bestimmt ganz grosse Augen machen. Das feine Gebäck besteht aus einem Brühteig welcher mit einer Diplomatcreme gefüllt wird. Lasst es euch schmecken."


Zutaten für 5 – 6 Zeppole
  • Zutaten für die Creme
    - 250 ml Milch

    - 3 Eigelbe
    - 1 Vanilleschote, ausgekratztes Mark, oder 1 TL Vanillepaste

    - 125 Gramm Puderzucker
    - 25 g Speisestärke oder Mehl
    - 200ml Vollrahm / Sahne vollfett
  • Zutaten für den Brühteig
    - 200 ml Wasser
    - 50 g Butter in Stücken
    - 0.5 TL Salz
    - 1 EL Zucker
    - 100 g Mehl
    - 2 - 3 Eier, einzeln verklopft
  • für die Dekoration
    - 5-6 eingelegte Kirschen
    - wenig Puderzucker


Zubereiten, Backen und Fertigstellen
  1. Erst die Creme zubereiten. Dafür die Milch in einer Pfanne aufkochen lassen. In einer Schüssel Eigelbe, Vanillemark und Puderzucker schaumig aufschlagen. Speisestärke beifügen und langsam die aufgekochte Milch dazugiessen. Dann das Ganze wieder zurück in die Pfanne geben und langsam zum Kochen bringen, dabei ständig rühren, damit die Eier nicht stocken. Sobald die Creme die gewünschte Konsistenz hat, die Pfanne von der Platte nehmen und in eine Schüssel giessen. Die Oberfläche der Creme direkt mit einer Klarsichtfolie zudecken, das verhindert die Hautbildung. Tipp: es empfiehlt sich, die Creme am Abend vorher zuzubereiten, damit sie zur Weiterverarbeitung kalt und fest ist (oder zumindest mehrere Stunden vor dem Füllen).
  2. Brühstücke zubereiten und backen: Wasser, Butter, Salz und Zucker in eine Pfanne geben und aufkochen. Mehl im Sturz dazugeben und kräftig rühren; das nennt sich Abbrühen. Der Teig soll sich dabei vom Pfannenboden lösen, und auf dem Pfannenboden bildet sich ein Bodensatz (siehe Foto oben rechts). Die Masse etwas auskühlen lassen. Dann jedes Ei einzeln gut in die Masse einarbeiten - gut möglich, dass man vom dritten Ei nur die Hälfte benötigt. Der Teig sollte auf keinen Fall zu flüssig werden, denn sonst bekommt man flache Brühteigküchlein. Die Masse sollte in Fetzen von der Kelle fallen, wie du das vielleicht von einem Gugelhopfteig kennst. Dann den Teig in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und runde Kreise auf ein mit Backpapier belegtes Blech aufspritzen. Anhaltspunkt: meine Zeppole haben einen Durchmesser von
    ca. 8 cm. Fertige Zeppole in den Ofen schieben, unterste Schiene,
    und ca. 30 - 40 Minuten bei 180°C Umluft backen. Tipp: wenn du bei deinem Ofen die Möglichkeit hast, schalte zusätzlich auch Unterhitze ein. Wichtig: während des Backens nie die Ofentür öffnen, denn die Küchlein könnten sonst zusammenfallen. Zum Schluss den Ofen ausschalten und bei geöffneter Tür das Gebäck noch etwas trocknen lassen.
  3. Dann die Zeppole fertigstellen: die erkaltete Vanillecreme durch ein Sieb streichen, das verhindert Klümpchen. Denn Vollrahm / die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die Creme heben. Einen Spritzbeutel vorbereiten und mit
    der Creme füllen: es braucht eine Lochtülle mit Ø 10 mm und eine Sterntülle.
    Entweder verwendest du zwei separate Spritzbeutel mit verschiedenen Tüllen oder einen Spritzbeutel mit abnehmbarer Tülle, damit du während dem Verarbeiten wechseln kannst. Dann erst mit der Lochtülle etwas Creme in die hohlen Küchlein spritzen, anschliessend mit der Sterntülle die Mitte des Küchleins mit Creme befüllen.
  4. Zum Schluss eine Kirsche auf die Creme legen und die Zeppole mit Puderzucker bestreuen.

Alle Fotos © www.deliziedamelia.ch


Dienstag, 5. September 2017

Schoggi-Blechkuchen mit Kirschen




Ja, ich habe noch welche abgestaubt im Grossverteiler: schöne pralle Kirschen mit viel Aroma. Und die mussten natürlich sofort verbacken werden. Weil ich total auf Blechkuchen stehe, aber effektiv noch kein schokoladiges Blechkuchenrezept veröffentlicht habe, drängte sich die Kombi "Schoggi & Kirschen" geradezu auf. Anstelle Schokolade zu schmelzen habe ich mich der Einfachheit halber für Kakaopulver entschieden, denn gerade Blechkuchen sollen wenn immer möglich fix und schnell zuzubereiten sein. Trotzdem ist dieser Kuchen richtig geschmeidig-schokoladig; dafür sorgt der Anteil Rahm im Rezept. Nein, der wird tatsächlich nicht steif geschlagen, und dennoch wirkt die Teigmasse fast schon Mousse-artig wenn man sie ins Blech füllt. Es entsteht daraus ein herrlich feuchter Schokokuchen, der auch am nächsten Tag noch richtig fein schmeckt. Viel länger würde ich ihn aber nicht aufbewahren - (fast) frisch schmeckt er einfach am besten.

Wenn du schon keine frische Kirschen mehr kriegen kannst, oder dieses Rezept völlig ausserhalb der Saison entdeckst: du kannst problemlos gefrorene Kirschen verwenden. Diese gibt es sogar schon komplett entsteint zu kaufen - noch weniger Aufwand! Taue die Kirschen vor dem Backen nicht auf, sondern stecke sie noch gefroren in die Teigoberfläche. Und für alle die gerne variieren und abwandeln: anstelle von Kirschen könntest du z. B. auch Erdbeerhälften oder Birnenspalten in den Schokoteig stecken. Oder den Schokoteig mit 0.5-1 TL Zimtpulver oder abgeriebener Orangenschale aromatisieren. Dein Geschmack entscheidet!


Zutaten für ein rundes Kuchenblech von 24cm Durchmesser
(für ein Kuchenblech von 18cm Durchmesser Zutaten halbieren, für ein Kuchenblech von 30cm Durchmesser Zutaten verdoppeln - Backzeit kann sich verändern)
  • 100g Zucker
  • 0.5 Beutelchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 80g flüssige Butter
  • 125ml Vollrahm / Sahne vollfett
  • 150g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 4 EL Kakaopulver (ca. 35g)
  • 250g Kirschen, entsteint
  • für die Deko:
    - wenig Puderzucker
    - etwas dunkle Schokoglasur oder Zartbitterschokolade


Zubereiten und Backen
  1. Kuchenblech vollständig mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder nur den Rand einfetten und -mehlen und den Boden mit Backpapier auslegen. Bis zum Füllen in den Kühlschrank stellen.
  2. Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier in einer Schüssel 2-3 Minuten schaumig schlagen.
  3. Butter und Rahm/Sahne dazugeben und alles unterrühren.
  4. Mehl, Back- und Kakaopulver in einer separaten Schüssel mischen, dann dazugeben und zügig zu einer gleichmässigen Teigmasse verrühren.
  5. Teigmasse in die vorbereitete Kuchenform füllen und mit den Kirschen belegen (etwas eindrücken); entweder schön geordnet oder wild verteilt, spielt absolut keine Rolle 😊.
  6. Backen: ca. 20-25 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe (nicht durch eine Kirsche hindurch, sondern nur durch den Kuchen)!
  7. Kuchen rausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen entweder vorsichtig aus dem Kuchenblech lösen - der Kuchen kann behutsam auf ein Gitter und dann zurück auf einen Teller gestürzt werden - oder direkt im Blech servieren.
  8. Für die Deko: Schokoglasur oder Zartbitterschokolade schmelzen. Währenddessen die Kuchenränder mit wenig Puderzucker bestäuben. Dann die Schokoglasur oder flüssige Zartbitterschokolade über den Kuchen sprenkeln.


Lieber nur schoko-schokoladig?
Dann kannst du die Kirschen auch weglassen und dafür ca. 150g Schokolade klein (!) würfeln und zusammen mit der Mehlmischung unter die Teigmasse rühren. Je nach dem ob du weisse, Milch- oder Zartbitterschokolade wählst, wird das Ergebnis süsser oder schokoladiger. Die Deko kann gleich bleiben, oder du überziehst den ganzen Kuchen mit Schokoglasur. Selbstverständlich verträgt so ein Kuchen auch farbige Nonpareilles, Zuckerblümchen oder andere Dekoelemente.




Sonntag, 7. Mai 2017

fluffiger Sauerkirsch Kuchen




Mein heutiges Backrezept enthält eine Zutat, die ich äusserst selten verwende. Auf meinem Blog war sogar bis heute kein einziges Rezept mit Sauerkirschen zu finden. Höchste Zeit, das zu ändern. Die Sauerkirsche wird bei uns in der Schweiz auch Weichsel genannt und ist in der Regel eingemacht in Gläsern (oder Dosen) zu kriegen. Praktisch jeder Grossverteiler hat die dunkelroten Steinfrüchte im Sortiment, und man kriegt sie ohne langes Suchen auch in Bio-Qualität. Der Vorteil an eingemachtem Obst: man kriegt es das ganze Jahr über und kann damit auch im Winter etwas Abwechslung und Farbe ins Essen zaubern. Jetzt verdrängen wir aber mal die kalte Jahreszeit... 😊

Da bald der Muttertag bevorsteht wollte ich etwas Rotes verbacken. Und weil du schon ganz viele Rezepte mit Erdbeeren und Himbeeren bei mir findest, habe ich mich für die Sauerkirsche entschieden. Für die besondere Fluffig- und Saftigkeit sorgt ein Anteil Ricotta, der zwar nicht so hoch ist (und deshalb geschmacklich auch überhaupt nicht auffällt), aber den Kuchen zum richtigen Geniessertraum macht. Und die Streuselmasse? Na, alles ist doch noch etwas besser mit Streuseln! Dieser Kuchen auf jeden Fall, und der Hauch Zimt im knackigen Häubchen harmoniert unglaublich lecker mit der Sauerkirsche. Mhm, dieser Kuchen ist wirklich gelungen, und wenn ich dich jetzt nicht sowieso genug gluschtig gemacht habe, dann musst du ihn einfach trotzdem versuchen 💕 !


Zutaten für eine Springform von ca. 18cm Durchmesser
(für eine Form von 24cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, Backzeit verlängert sich)
  • 1 Ei
  • 75g Ricotta
  • 75g Puderzucker
  • 50g flüssige Butter
  • 50g gemahlene und geschälte Mandeln
  • 75g Mehl
  • 2 gehäufte EL Maisstärke (z. B. Maizena)
  • 0.5 Beutelchen Backpulver
  • 120g Sauerkirschen aus dem Glas, gut abgetropft gewogen
  • für die Streuselmasse:
    - 30g Mandelblättchen
    - 15g Zucker
    - 1/4 TL Zimt
    - 15g weiche Butter
  • ausserdem:
    - 1 TL Mandelblättchen zum vor dem Backen bestreuen
    - etwas Puderzucker zum vor dem Servieren bestäuben


Zubereiten und Backen
  1. Springform (oder Porzellanform) mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben (und dann in den Kühlschrank stellen), oder vollständig mit Backpapier auslegen.
  2. Streuselmasse zubereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Fingern verkneten, dann bis zum Gebrauch in den Kühlschrank stellen.
  3. Ei mit Ricotta und Puderzucker gründlich in einer Schüssel verrühren.
  4. Flüssige Butter dazugeben und zügig daruntermischen.
  5. In einer separaten Schüssel Mandeln, Mehl, Maisstärke und Backpulver mischen, dann zur Ei-Mischung geben und von Hand mit einem Gummischaber unterheben, bis alles gut vermengt ist.
  6. Zum Schluss die abgetropften Sauerkirschen dazugeben und ebenfalls untermischen.
  7. Teig in die Backform geben und verteilen. Dann die Streuselmasse aus dem Kühlschrank holen und über den Kuchen krümeln, zum Schluss die ebenfalls bereit gestellten Mandelblättchen (1 TL) darüber streuen.
  8. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  9. Kuchen herausnehmen und abkühlen lassen, dann - wenn du eine Springform benutzt hast - vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
  10. Kurz vor dem Servieren mit wenig Puderzucker bestäuben.

Kleine Randnotiz
Dieser Kuchen schmeckt frisch absolut wunderbar, aber auch am zweiten Tag hat er noch keine Saftigkeit verloren und lässt sich daher problemlos vorbereiten!



Freitag, 10. Juli 2015

Ricotta Cheesecake mit Kirschenkompott

 


Mein lieber Herr Gemahl und ich sind oft einer Meinung, wenn es um die Beurteilung meiner Backwerke geht. Dieses Mal waren wir aber in einem Punkt uneinig - nämlich beim optischen Eindruck. Als er nach Hause kam und den Kühlschrank öffnete, wollte ich schon ausholen und erklären, dass dieser Kuchen vor allem mit seinen inneren Werten besticht... Doch noch bevor das erste Wort über meine Lippen kam raunte es aus der Küche: "Oooooh, das sieht aber LECKER aus"! Schön ist also relativ subjektiv, und auch wenn ich den Kuchen nicht als den Schönsten bezeichnen würde, so ist er ganz einfach traumhaft lecker. Der Cheesecake selbst ist herrlich saftig und bleibt mit seiner leichten Zitrusnote doch leicht im Gaumen. Und das Kirschenkompott dazu - oh ich könnte darin baden. Meine Mama hat früher oft für uns Kirschenkompott gekocht, und beim ersten Löffel waren all die schönen Erinnerungen wieder da. Was für ein Wohlfühlpaket, dieser Cheesecake! Wenn du deinen Gästen also ein besonderes Dessert-Erlebnis offerieren möchtest, dann gelingt dir das mit diesem Rezept ganz bestimmt :) .


Zutaten für eine Springform von 18-20cm Durchmesser
(für eine Form von 24-26cm Zutaten verdoppeln)
  • für den Kuchenboden:
    - 75g Hafercookies, Sablés, Shortbread, Zwieback oder ähnliche Guetzli
    - 1 EL brauner oder weisser Zucker
    - 30g Butter, geschmolzen
  • für den Cheesecake
    - 250g Magerquark
    - 250g Ricotta
    - 3 Eier
    - 100g Zucker
    - 2 EL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 1 Prise Salz
    - 1/2 Bio-Zitrone, nur abgeriebene Zitronenschale
  • für das Kirschenkompott
    - 1 TL Maisstärke (z. B. Maizena)
    - 3 EL Wasser
    - 1 EL Zitronensaft
    - 30g Zucker
    - 1 TL Vanillezucker
    - 250g Kirschen mit Stein gewogen, gewaschen und anschliessend entsteint



Zubereiten, Backen und Fertigstellen
  1. Boden der Springform mit Backpapier belegen, Rand mit Butter ausreiben.
  2. Kuchenboden herstellen: gewählte Guetzli im Cutter mahlen oder in einen Frischhaltebeutel geben und mit dem Wallholz fein zerdrücken. Krümel in eine Schüssel geben, Zucker untermischen, dann die geschmolzene Butter dazugiessen und alles mit einer Gabel gut verrühren. Krümelige Mischung in die Springform geben und zu einem Kuchenboden formen / andrücken. Springform bis zum Einfüllen der Kuchenmasse in den Kühlschrank stellen.
  3. Cheesecake zubereiten: alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit einem Schwingbesen gründlich verrühren. Dann die Masse in die Springform füllen und backen.
  4. Backen: 55-60 Minuten bei 180°C, untere Ofenhälfte. Tipp: der Rand darf sich bräunen, die Mitte aber noch etwas wabbelig bleiben. Um sicher zu gehen dass der Cheesecake durchgegart ist, steckst du ein glattes (kein gezacktes) Messer in die Kuchenmitte; wenn beim Rausziehen keine Cheesecake-Masse daran hängenbleibt, ist er genügend gebacken. Jetzt den Ofen ausschalten, die Ofentür ganz öffnen und den Kuchen für 30 Minuten im Ofen stehen lassen. Anschliessend herausnehmen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Tipp: der Cheesecake geht beim Backen auf und fällt beim Auskühlen wieder zusammen. Das ist ganz normal und verschafft dir im Anschluss die optimale Fläche, um den Kirschenkompott zu platzieren.
  5. Kirschenkompott kochen: in einer Pfanne die Maisstärke mit Wasser und Zitronensaft anrühren. Anschliessend den Zucker und Vanillezucker dazugeben und alles unter Rühren mit dem Schwingbesen aufkochen. Kirschen dazugeben, auf mittlere Hitze reduzieren und zugedeckt 5 Minuten köcheln lassen. Die Kirschen mit einer Loch-/Schaumkelle abschöpfen und in einer Schüssel zur Seite stellen. Den in der Pfanne verbliebene Saft nochmals aufkochen und etwa 2 Minuten zu einem Sirup einkochen, dann zu den Kirschen giessen. Auskühlen lassen.
  6. Servieren: Cheesecake vorsichtig aus der Springform lösen, auf die gewünschte Tortenplatte setzen und den Kirschkompott auf die Torte geben.



Der perfekte Genuss...
Dieser Cheesecake kann selbstverständlich angeschnitten werden, sobald er vollständig ausgekühlt ist. Wie alle Cheesecakes schmeckt aber auch dieser ab dem zweiten Tag am besten. Das macht ihn zum idealen Kuchen, wenn du Gäste erwartest und alles ohne Stress vorbereiten möchtest. Sobald der Kuchen ausgekühlt ist solltest du ihn zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Für den perfekten Genuss nimmst du ihn etwa eine halbe bis eine Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Falls tatsächlich etwas übrig bleibt: der Cheesecake sollte innert 3-4 Tagen nach dem Backen konsumiert werden.




Donnerstag, 17. Juli 2014

Mandel Kirsch Tartelettes




Saftig-süsse Kirschen gebettet auf samtig-weichem Mascarpone in einem knusprigen Mürbeteig-Törtchen; das heutige Rezept hat es in sich! Der Aufwand hält sich aber in Grenzen, denn für die hübschen Tartelettes ist nicht mal eine Küchenmaschine oder ein Mixer nötig. Alles wird von Hand zusammengerührt, was das Rezept einfach und praktisch macht. Natürlich kann man anstelle kleiner Tartelettes auch eine grosse Tarte backen. Auf die Teller platziert, vielleicht mit einem Klecks Schlagrahm / Schlagsahne dazu, sehen sie im Kleinformat aber besonders hübsch aus. Übrigens steckt in diesen Törtchen ein guter Schuss Amaretto - ein herrliches Aroma zu den Kirschen. Zugegeben: dieses Rezept ist nicht gerade für die schlanke Linie gedacht, aber ab und zu darf man sich ja auch etwas gönnen, und vor allem geniessen!


Zutaten für 4 Tartelettes von ca. 12cm Durchmesser
  • Für den Mürbeteig
    - 200g Mehl
    - 80g kalte Butter, in Stücke geschnitten
    - 80g Zucker
    - 1 Ei
  • Für den Belag
    - 250g Mascarpone
    - 80g Zucker
    - 1 Ei
    - 1/2 Bio Zitrone, gesamter Saft und wenig abgeriebene Schale
    - 2cl Amaretto
    - 1 EL Maisstärke, z. B. Maizena
    - 250g Kirschen
    - 4 EL Mandelstifte oder gehackte, geschälte Mandeln
  • Ausserdem
    - etwas Butter und Mehl für die Tartelettes-Förmchen
    - nach Wunsch etwas Puderzucker


Mürbeteig zubereiten
  1. In einer Schüssel Mehl, Butter, Zucker und Ei mit den Händen rasch zu einer Teigmasse verkneten.
  2. Teig in Frischhaltefolie packen und für mindestens 30 Minuten kühl stellen.


Tartelettes zubereiten und backen
  1. Die Tartelettes-Förmchen mit Butter ausstreichen und mit Mehl bestäuben.
  2. Mürbeteig auf etwas Mehl ca. 2mm dünn auswallen und Tartelettes-Förmchen damit belegen - auch am Rand. Dann die Böden der Tartelettes mit einer Gabel mehrmals einstechen.
  3. Kirschen waschen, halbieren und entsteinen. Tipp: wer eine Kirsch-Entsteinungs-Zange besitzt - oder wie immer dieses Teil genau heisst - kann für die Tartelettes die Kirschen auch ganz lassen.
  4. Für die Füllung Mascarpone mit Zucker, Ei, Zitronensaft und -schale, Amaretto und Maizena gut vermischen.
  5. Tartelettes-Förmchen gleichmässig mit der Mascarpone-Masse füllen und dann mit den Kirschen belegen. Mandelstifte, rsp. gehackte Mandeln darüberstreuen.
  6. Backen: ca. 35-40 Minuten bei 180°C, Ofenmitte, bis sie schön goldbraun sind.
  7. Tartelettes herausnehmen und vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren nach Wunsch mit etwas Puderzucker bestreuen.


Variieren
Wer den Alkohol gerne weglassen möchte, kann den Amaretto im Gebäck auch durch Kirschsaft ersetzen. Ausserdem funktioniert dieses Rezept auch mit Ricotta anstelle von Mascarpone wunderbar. Nebst Kirschen lassen sich genau so gut Himbeeren oder Brombeeren verwenden, und statt Mandelstifte sehen auch Mandelblättchen hübsch aus.




 

Freitag, 27. Juni 2014

schnelle Kirsch Muffins




Die Kirschen Saison ist kurz; nur bis August können die kleinen Früchtchen geerntet werden. Dafür lassen sie sich bestens Einmachen oder Einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu Kompott, Konfitüre oder Wähe verarbeiten. Frisch kann man sie aber auch in tolles Gebäck verarbeiten, und während dem Zubereiten immer mal wieder eine Kirsche wegfuttern oder zwei Stück pro Seite über die Ohren hängen :) . Die heutigen Muffins sind schnell gemacht und herrlich saftig - eine perfekte Kleinigkeit für zwischendurch. Und wer alle Kirschen schon weggenascht hat und trotzdem von der Lust auf leckere Muffins gepackt wird, ersetzt die Kirschen einfach durch Beeren. Je nach Beere kann man dann übrigens das Vanillepulver durch abgeriebene Zitronenschale ersetzen, z. B. für Himbeeren. So oder so - diese Muffins gelingen auf jeden Fall!



Zutaten für 12 Muffins
  • 2 Eier
  • 100ml Öl (Tipps dazu findet ihr unter rund ums Backen)
  • 200ml Milch
  • 100g Joghurt Nature
  • 250g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 100g Zucker
  • 1/2 TL Vanillepulver
  • 200g Kirschen, klein geschnitten



Zubereiten und Backen
  1. Ein Muffinsblech mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben, oder mit Papierbackförmchen belegen.
  2. Eier in einer Schüssel einige Minuten schaumig schlagen
  3. Öl, Milch und Joghurt dazugeben und unterrühren.
  4. Mehl, Backpulver, Zucker und Vanillepulver mischen und anschliessend unter die Eimasse rühren.
  5. Zum Schluss die klein geschnittenen Kirschen unterheben.
  6. Teig in die Muffinsvertiefungen füllen, etwa 3/4 voll.
  7. Backen: ca. 25-30 Minuten bei 180°C, Ofenmitte. Stäbchenprobe!
  8. Muffins im Backblech einige Minuten abkühlen lassen, anschliessend aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. 



Tipps zum Kirschen einfrieren
Gerade weil die Kirschen Saison so kurz ist liegt das Bedürfnis nahe, etwas für später einzufrieren. Die Früchte eignen sich dazu hervorragend, und es braucht auch gar keine aufwändige Behandlung dafür. Wichtig: alle Stiele entfernen, Kirschen gut waschen und am besten auch direkt entsteinen. Natürlich ginge das Einfrieren auch mit Stein. Ich mag es aber wenn ich die Kirschen direkt gefroren weiterverarbeiten kann, und dann wäre das Entsteinen von gefrorenen Früchten ein ziemlich mühsames Unterfangen... Damit die Kirschen nicht als ganzer Block zusammenfrieren legt man sie am besten auf einen gefrierfesten Teller oder ein Blech, friert die Kirschen etwa 2-3 Stunden an und gibt sie erst dann zusammen in einen Gefrierbeutel. So kann man später problemlos jede beliebige Menge entnehmen. Alle, die gerne Sirup oder Konfitüre machen, können je nach Rezept evt. direkt 500g oder 1kg Beutel abwägen und einfrieren, dann geht es nachher noch schneller mit dem Weiterverarbeiten.