Donnerstag, 1. Februar 2018

Peperoni Wähe




Gemüsewähen sind was Feines und praktisch noch dazu. Einfache Rezepte sind schnell zubereitet, und während das herzhafte Etwas im Ofen vor sich hingart, bringt man die Küche in Schuss und hat anschliessend kaum mehr was zu tun. Ausserdem sind sie richtig wandelbar; fast jedes Gemüse eignet sich für eine schmackhafte Wähe. So habe ich heute mal Peperoni gewählt, einfach weil ich etwas Farbe an einem grauen Tag brauchte und Lust auf das gesunde Gemüse hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht: die Wähe schmeckte so toll, dass ich den Rest, der übrig blieb, noch am gleichen Tag wieder im Ofen erwärmte und ein zweites Mal verwöhnt wurde. Mein Mann bekam keinen einzigen Bissen ab und musste sich mit dem Foto begnügen 😊.

Grundlage für diese Wähe ist ein ohne-Hefe-Pizza-Teig, den ich vor einiger Zeit für die schnellen Apéro-Schiffchen kreiert habe. Der Guss enthält Käse, der die Wähe sehr geschmeidig macht, und wenn dir Gemüse alleine zu langweilig ist, spricht nichts dagegen z. B. Schinken- oder angebratene Speckwürfeli mit in die Wähe zu geben. Den Anteil Peperoni kannst du dann leicht reduzieren. Auch ein Gemüsemix ist möglich. Achte einfach auf die Garzeiten: während du hartes Gemüse wie Karotten oder Kohlrabi vorgaren, rsp. zumindest blanchieren solltest, kannst du schnell gegartes Gemüse wie Tomaten oder Zucchetti auch ohne vorgaren verwenden.


Zutaten für ein rundes Wähenblech von 18-20cm Durchmesser
Für ein Blech von 24-26cm Durchmesser Zutaten verdoppeln, Backzeit kann sich um ca. 5-10 Minuten verlängern.
  • für den Teig
    - 140g Mehl
    - 1dl Milch
    - 1 EL Öl
    - 0.5 TL Salz
    - 1 TL Backpulver
  • für den Guss
    - 75g Milch (ja, Gramm 😉)
    - 50g Crème Fraîche
    - 50g Reibkäse nach Wunsch (ich verwende immer diesen, da er so mild ist)
    - 1 Ei
    - 1 TL Salz
    - etwas Pfeffer
    - etwas Paprika
    - nach Belieben bis zu 1 gepresste Knoblauchzehe
  • für den Belag
    - 3 kleine, unterschiedlich farbige Peperoni à je ca. 150g (ganz gewogen)

Zubereiten und Backen
  1. Wähenblech wenn nötig mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben oder mit Backpapier auslegen. Ein Kauftipp für alle, die regelmässig Wähen backen: für Wähen verwende ich immer diese Crusty Quiche Backform, die a) so gut antihaft beschichtet ist, dass man sie wirklich nicht einfetten muss, b) einen gelochten Boden hat, damit auch der Wähenboden knusprig wird und c) einen Lupf-Rutsch-Boden hat, damit sich die Wähe ganz einfach aus der Form löst. Anm.: dies ist ein persönlicher Kauftipp - ich bekomme für diese Empfehlung weder Geld noch Naturalien vom verlinkten Anbieter 😊 .
  2. Dann als erstes die Peperoni vorbereiten: Eine Pfanne Wasser aufkochen.
    Peperoni vierteln, Kerngehäuse rausschneiden, waschen und dann für fünf Minuten ins kochende Wasser geben. Abgiessen und mit kaltem Wasser abschrecken. Dann in kleine Würfel schneiden und zur Seite stellen. Tipp: nicht alle vertragen Peperoni gleich gut. Neigst du zu Blähungen, dann schäle die Peperoni mit einem Sparschäler und lasse sie dafür nur 3-4 Minuten im kochenden Wasser. Geschält sind Peperoni besser verträglich.
  3. Guss vorbereiten: alle Zutaten miteinander vermischen (z. B. in einem Schüttelbecher) und zur Seite stellen.
  4. Teig vorbereiten: alle Zutaten in einer Schüssel zu einem elastischen Teig kneten. Tipp: sollte der Teig zu klebrig sein, gibst du noch etwas Mehl dazu, ist er zu trocken, gibst du noch etwas Milch dazu. Wichtig: der Teig muss nicht gehen, er ist sofort zum Weiterverarbeiten bereit.
  5. Wähe fertigstellen: Teig auf wenig Mehl ca. 3mm dünn ausrollen und das Wähenblech damit auskleiden, überlappende Reste abschneiden. Dann die gewürfelten Peperoni auf den Boden verteilen und zum Schluss den Guss darübergiessen.
  6. Backen: 30 Minuten bei 200°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte, dann die Wähe mit Alufolie zudecken und 10-15 Minuten weiterbacken. Die Füllung soll ganz gestockt sein (wenn du ein Messer in die Wähe steckst, klebt kein Guss daran - höchstens etwas Käse 😋). Wähe herausnehmen, zugedeckt noch ca. 10 Minuten ruhen lassen und dann servieren.



 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen