Donnerstag, 3. Dezember 2015

Pfeffernüsse




Wir stecken inzwischen mitten in der Adventszeit und erwarten dieses Wochenende bereits den Nikolaus, oder den "Samichlaus", wie wir Schweizer sagen. Mit dem Samichlaus verbinde ich viele wunderbare Kindheitserinnerungen. Noch heute kann ich mich an einzelne Strophen von Gedichten erinnern, die ich für den Samichlaus eifrig auswendig gelernt habe. Ich erinnere mich an das Herzklopfen, als der Samichlaus zur Tür reinkam und seine Schmutzli (Krampusse oder Knecht Ruprecht) sich grummelnd und in dunklen Gewändern hinter ihm aufgestellt haben. Und ich erinnere mich an die Fassungslosigkeit, wieso in diesem sagenhaften goldenen Buch des Samichlaus' steht, dass ich mein Zimmer nicht immer ordentlich halte :) ! Trotzdem war der Samichlaus immer nachsichtig und hatte lobende Worte für mich parat, und natürlich ein bunt gefülltes Chlaus-Säckli. Und dieses nahm dann auch mein grosser Bruder noch gerne entgegen, obwohl er dem Samichlaus - 5 Jahre älter als ich - schon längst entwachsen war.

Und was ist in so einem Chlaus-Säckli alles drin? Nüsse, Mandarinen, Lebkuchen, Bonbons... und im besten Fall auch eine besonders feine Leckerei: Pfeffernüsse. Mhmmm, ich liebe die kleinen Runden heiss und innig. Sie sehen so unscheinbar aus, aber warten mit würzigen Aromen auf und gehören definitiv, also wirklich, zu meinen allerliebsten Weihnachtsguetzli. Adventszeit ohne Pfeffernüsse? Geht gar nicht! Und deshalb kommt heute nun endlich das Rezept auf meinen Blog, damit auch du den Chlausen-Tag mit frisch gebackenen Pfeffernüssen begehen kannst.



Zutaten für ca. 80 Pfeffernüsse
  • 250g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 30g Orangeat
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 1 gestrichener EL Zimtpulver
  • 2 Messerspitzen weisser Pfeffer
  • 1 Messerspitze Muskatnusspulver
  • 1 Messerspitze Gewürznelkenpulver
  • 250g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • zum Bestäuben: ca. 3 EL Puderzucker



Zubereiten und Backen
  1. Orangeat fein hacken. Tipp: das geht am besten mit einem glatten, scharfen Messer. Sollte das Orangeat zu fest an der Klinge kleben bleiben, kann die Klinge mit wenig Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl) eingerieben werden.
  2. Zucker, Salz und Eier in einer Schüssel rühren, bis die Masse heller ist.
  3. Gehacktes Orangeat dazugeben und kurz unterrühren.
  4. Mandeln, alle Gewürze, Mehl und Backpulver in einer separaten Schüssel mischen, dann zur Ei-Zucker-Mischung geben und gut unterrühren, bis ein formbarer Teig entsteht.
  5. Pfeffernüsse formen: Hände mit wenig Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl) einreiben, dann Kugeln mit 2cm Durchmesser formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Tipp: ich steche jeweils etwas Masse mit einem Teelöffel, Melonenausstecher o.ä. ab, damit die Kugeln alle etwa gleich gross werden. Forme sie nicht zu gross; sie gehen dann zwar schön auf beim Backen, fallen beim Abkühlen aber zusammen und bekommen Dellen. Tipp: der Teig ist durch das Orangeat etwas klebrig. Mit leicht geölten Händen geht das Formen zwar etwas besser, trotzdem wirst du von Zeit zu Zeit die Hände waschen müssen, damit es wieder leichter von der Hand geht.
  6. Jetzt sollen die Pfeffernüsse ca. 8 Stunden oder über Nacht bei Raumtemperatur offen trocknen.
  7. Nach dem Trocknen Pfeffernüsse mit Puderzucker bestäuben, dann backen.
  8. Backen: 5-6 Minuten bei 220°C (Ober- und Unterhitze), Ofenmitte.
  9. Pfeffernüsse aus dem Ofen nehmen und vorsichtig auf ein Gitter umsetzen oder mit dem Backpapier direkt rüberziehen. Vollständig auskühlen lassen.
 

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