Freitag, 22. August 2014

Raspberry Cheesecake




Heute ist es Zeit für ein Amerikanisches Original: den Cheesecake! Eine unglaublich gute, aber sündige Leckerei, von der nur wahre Naschkatzen und -kater noch ein zweites oder drittes Stück verdrücken mögen. Hier geht es ums Geniessen, Gabel für Gabel. Bissen für Bissen. Beim Streifzug durch Cheesecake Rezepte findet man alle Variationen an Füllungen. Ich habe mich für eine reine Frischkäsecreme entschieden, ohne Sahne, Creme Fraîche oder Quark. Ganz so wie der echte New York Cheesecake - so sagt man es zumindest - üppig cremig, ja schon beinahe samtig. Leicht säuerliche Himbeeren harmonieren perfekt dazu und sorgen mit ihrer knalligen Farbe dafür, dass schon beim Ansehen das Wasser im Mund zusammenläuft. Dieser Desserttraum führt direkt ins Reich der Sinne. Kein Kuchen für jeden Tag, aber wenn er denn auf dem Tisch steht, werden die Oh's und Ah's nicht lange auf sich warten lassen.


Zutaten für eine Springform von 18-20cm Durchmesser
  • 200g Haferkekse, alternativ Sables oder Zwieback
  • 90g Butter
  • 400g Himbeeren
  • 180g Zucker
  • 600g Doppelrahmfrischkäse (z. B. Philadelphia)
  • 2 Eier
  • 50g-100g Puderzucker


Zubereiten und Backen
  1. Die Springform vollständig mit Backpapier auslegen (Boden und Rand). Tipp: hier empfehle ich ausnahmsweise nicht als Alternative das Ausbuttern der Form, weil sich der Cheesecake nach dem Backen unter Umständen nur schlecht lösen lässt. Anschliessend die Springform dicht mit Alufolie einwickeln. Das verhindert das Eindringen von Wasser aus dem Wasserbad beim Backen. Achtet deshalb darauf, dass der Alufolien-Mantel wirklich dicht ist.
  2. Haferkekse im Cutter fein zerkleinern. Tipp: alternativ gibt man die Haferkekse in einen Gefrierbeutel und zerkleinert sie mit einem Wallholz. Die Butter in der Pfanne oder der Mikrowelle schmelzen und mit den Haferkeksen gut vermischen. Anschliessend die Krümelmischung in die Springform füllen, zu einem Boden andrücken und im Kühlschrank für etwa eine halbe Stunde fest werden lassen - länger ist aber auch kein Problem :) .
  3. Die Hälfte der Himbeeren mit 80g Zucker in einer Pfanne unter Rühren kurz aufkochen und anschliessend unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen. Von der weichen Himbeermasse nur die Himbeeren (tropfnass) abschöpfen und die Flüssigkeit wegleeren.
  4. Den Doppelrahmfrischkäse in einer Schüssel mit dem restlichen Zucker glatt rühren, anschliessend ein Ei nach dem anderen unterrühren. Zum Schluss die weich gekochten Himbeeren von Hand mit einem Gummischaber unterheben und die Frischkäsecreme auf den Keksboden in die Springform füllen.
  5. Die in Alufolie eingepackte Springform in ein tiefes Backblech stellen und dieses Blech bis ca. 1-2cm unter den Springformenrand mit Wasser füllen. Das Wasserbad soll verhindern, dass die Oberfläche des Cheesecakes beim Backen austrocknet und reisst.
  6. Backen: ca. 45 Minuten bei 160°C, Ofenmitte. Tipp: der Cheesecake soll aus dem Ofen, sobald die Ränder leicht fest werden und sich leicht färben, die Mitte jedoch noch "wobbly", also wackelig ist.
  7. Den Cheesecake vorsichtig aus dem Wasserbad heben, die Alufolie entfernen und bei Zimmertemperatur auskühlen lassen, dann mindestens 2-3 Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Tipp: ein Cheesecake lässt sich sehr gut am Vortag vorbereiten und bis zum Genuss im Kühlschrank aufbewahren. Mir schmeckt er am zweiten Tag am besten.
  8. Die Springform und das Backpapier vorsichtig entfernen, evt. vorher den Rand mit einem Messer leicht lösen. Dann den Cheesecake vom Springformenboden heben und auf eine Tortenplatte transportieren.
  9. Für die Himbeersauce die restlichen 200g Himbeeren mit 50-100g Puderzucker pürieren - je nach gewünschter Süsse. Dann das Püree durch ein Sieb streichen und erst kurz vor dem Servieren über den Cheesecake laufen lassen.


Ein Tipp zum Backen und ein paar Variationen
Wer kein richtig tiefes und genug grosses Backblech besitzt oder Angst hat, dass die Springform nicht dicht sein könnte, dem sei verraten, dass ein Cheesecake auch einfach so in der Springform im Ofen gebacken werden kann, ohne Wasserbad. Gerade bei diesem Rezept kann man einen etwaigen Riss, der sich bilden KÖNNTE, mit der Himbeersauce geschickt kaschieren. Die Himbeeren lassen sich 1 zu 1 durch Erdbeeren ersetzen. Ausserdem könnten die Himbeeren auch "roh", also nicht eingekocht in die Frischkäsemasse gemischt werden, allerdings würde ich dann nur die Hälfte der Früchte verwenden. Evt. verkürzt sich die Backzeit um 5-10 Minuten, also gut beobachten. Ausserhalb der Himbeeren-Saison kann man auch gefrorene Himbeeren verwenden.






Kommentare:

  1. Wow, sieht der super aus. Eigentlich wollte ich nächstes Wochenende Guetzlen - aber dieser Cheesecake sieht ja traumhaft aus.... Grosses Kompliment!!! Und echt schöner Blog, gratuliere.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Frau Schweizer
      Ganz herzlichen Dank für Ihre lieben Worte und Komplimente. Schön, wenn ich Sie zu diesem Rezept verführen kann, denn der Raspberry Cheesecake ist wirklich sehr delikat und ein Desserttraum :) . Sollten Sie sich trotzdem fürs Guetzlen entscheiden wünsche ich jetzt schon viel Spass - Guetzlen gehört zu meinen liebsten Back-Disziplinen. Einige Weihnachtsguetzli Ideen finden Sie übrigens auch auf meinen Seiten; sie gehören zu den ersten Rezepteposts und sind fototechnisch noch nicht ganz so entwickelt, aber lecker. Bald möchte ich dann auch wieder neues Ausprobieren, aber erst kommen noch ein paar Herbstrezepte.
      Liebe Grüsse,
      Barbara

      Löschen