Freitag, 17. Oktober 2014

Marroni Gugelhopf




Endlich ist wieder Vermicelles-Zeit! Natürlich weiss ich, dass man Marronipüree gefroren das ganze Jahr über kaufen kann, aber so richtig lecker schmeckt es doch irgendwie erst im Herbst, oder? Dieses Jahr kommen wir wegen der schlechten Ernte leider nicht oft in den Genuss von exquisiten frischen heissen Marroni, aber püriert schmecken sie ja mindestens genau so gut. Wisst ihr eigentlich, dass Vermicelles eine Südschweizer Spezialität sind, und man in Deutschland und Österreich nicht von Marroni-Püree, sondern Maronen-Püree spricht? So wären direkt auch die Vokabeln geklärt, damit wir alle vom gleichen sprechen :) . Ich liebe Vermicelles ja heiss und innig nur mit Schlagrahm/geschlagener Sahne serviert. Ohne Vanilleeis, das vom Marroni-Aroma ablenkt. Und ohne Meringues, die so furchtbar quietschen zwischen den Zähnen. Aber: man kann auch hervorragend mit Marroni-Püree backen. Heute stelle ich euch einen wahren Klassiker vor. Der Marroni Gugelhopf stammt aus Betty Bossi's Backbuch "Kuchen Cakes & Torten", das 1983 erschienen und damit gleich alt wie ich selbst ist. Zugegeben machen mich die Rezepte darin deutlich mehr an als die Bilder - man sieht, dass vor guten 30 Jahren ganz anders dekoriert und fotografiert wurde. Trotzdem ist der Marroni Gugelhopf ein echtes Highlight, und ihr solltet ihn jetzt zur Herbstzeit unbedingt mal ausprobieren.


Zutaten für eine Gugelhopf-Form von ca. 1.5 lt
  • 150g weiche Butter
  • 150g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 300g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 1 dl Milch
  • 400g tiefgekühltes Marroni-Püree, aufgetaut
  • 4 EL Rahm
  • 1.5 EL Kirsch
  • etwas Puderzucker zum Bestäuben


Zubereiten und Backen
  1. Gugelhopf-Form mit Butter ausreiben und Mehl bestäuben.
  2. Teigmasse 1: Butter mit Zucker und Salz in einer Schüssel luftig rühren. Eier nacheinander dazugeben und weiterrühren, bis die Masse heller ist. Mehl mit Backpulver mischen und abwechslungsweise mit der Milch unter die Masse rühren. Tipp: Gugelhopf-Teig ist etwas fester als anderer Kuchenteig. Er hat die richtige Konsistenz, wenn er schwer reissend vom Teigschaber fällt.
  3. Teigmasse 2: Marroni-Püree mit Rahm und Kirsch glatt rühren.
  4. Die Hälfte der Teigmasse 1 in die Gugelhopf-Form füllen. Dann die Teigmasse 2 darauf geben und mit der übrigen Hälfte der Teigmasse 2 abschliessen. Anschliessend eine Gabel spiralförmig 1x durch den Teig ziehen, zum Schluss leicht glatt streichen.
  5. Backen: ca. 50-55 Minuten bei 180°C, untere Ofenhälfte. Stäbchenprobe!
  6. Gugelhopf herausnehmen und in der Form einige Minuten abkühlen lassen. Dann den Gugelhopf aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
  7. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben.


Dumm gelaufen...
Als ich den Gugelhopf angeschnitten habe, habe ich mich natürlich darüber geärgert, dass ich genau die Stelle mit einem Loch erwischt habe. Tja, das kann passieren, und das Loch hat selbstverständlich keinen Einfluss auf Geschmack und Qualität des Gebäcks. Wie mein lieber Herr Papa immer zu sagen pflegt: wahrscheinlich war der Kuchen so lecker, dass der Bäcker drin geschlafen hat :) .





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